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Thema: Die erste Sony A7 Kleinbild System-Kamera nun offiziell vorgestellt

Baum-Darstellung

  1. #11
    Teilzeit-Mod. ;) Avatar von LucisPictor
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    Standard Persönliches Fazit: Sony A7

    Nachdem ich nun die A7 für zwei Wochen zum Testen hier hatte, hier meine Gedanken zu dieser Kamera:

    So, nun ist die Alpha 7 (leider) wieder weg. War schon schön, sie hier stehen zu haben, sozusagen “griffbereit”, aber so ist es nun einmal mit Testkameras, man hat sie nicht für immer.
    Bei meinem Zwischenstopp habe ich in meinem Blog meine ersten Eindrücke beschrieben. Mal sehen, ob sie sich bestätigt haben:
    Was mag ich an der A7?

    • Die Bildqualität haut mich regelmäßig “aus den Socken”. >> Ja, stimmt. Allerdings gibt es ein “aber”…
    • Sie ist schnell. Der AF trifft meistens und auch die Nachführung passt. >> Bzgl. des AF muss ich etwas relativieren…
    • Manuelle Linsen machen durch das tolle “Focus-Peaking” von Sony sehr viel Spaß. >> Absolut. Die A7 ist wie gemacht dafür, hochwertige alte Objektive zum Strahlen zu bringen!
    • Sie kann “rot” richtig gut. (siehe Bild 1) >> Jou, wird bestätigt.
    • Der automatische Weißabgleich funktioniert ausgezeichnet, auch bei Mischlicht. (siehe Bild 2) >> Ebenso.
    • Größe und Gewicht sind sehr angenehm. >> Gilt für die Kamera. Das 28-70 ist mir, für das, was es bringt, zu groß.
    • Der Sucher ist umwerfend gut. >> Absolut!! Der ist EVF erstklassig! Aber die Bildkontrolle im Sucher nervt – unbedingt im Menü abschalten!!

    Was mag ich nicht so sehr an der A7?

    • Bisher habe ich es nicht geschafft, die Sucherlupe bei einem adaptierten manuellen Objektiv zu aktivieren. (Kann aber auch an mir liegen. Für Tipps bin ich dankbar.) >> Habe ich nicht mehr ausprobiert. Schande über mich.
    • Die Dateigröße ist beinahe schon albern riesig. Für einen Urlaub sollte man direkt eine neue externe Festplatte anschaffen. >> Tja, das ist leider so. Vor allem aber, wenn man – wie ich – JPG und RAW parallel fotografiert.
    • Die Bedienung ist zunächst eingängiger als z.B. bei der NEX-7, das Menü ist besser, dennoch ist die Kamera derart funktionsüberladen, dass man sich erst einmal zurecht finden muss. >> Manchmal ist sie wirklich ein wenig umständlich zu bedienen. Man kann sie aber sehr gut an die eigenen Vorlieben anpassen.

    Gibt es weiterführende Erkenntnisse? Ja, in der Tat. Einige davon sind nicht wirklich bedeutend, andere habe mich aber – zum Teil auch negativ - überrascht:

    • Die A7 zeigt eine großartige Bildqualität bis ISO400! Bei niedrigen ISO ist der Sensor besser als alles andere, was ich bisher gesehen habe. (Vielleicht einmal abgesehen von der Leica M Monochrom, die fotografiert allerdings nur in S/W.)
    • Das Rauschen ist bei der 50% Ansicht sogar bei ISO6400 gering. ABER: In der 100%-Ansicht sind Rauschen und deutliche, unschöne Artefakte schon ab ISO800 zu sehen. Das hätte ich ehrlich gesagt besser erwartet.
    • Recht flotter und treffsicherer AF bei gutem Licht, auch AF-C sehr gut. Meine Beobachtung gilt für das 28-70.
    • Bei schwachen Licht aber ist der AF unbefriedigend, vor allem im Nahbereich. Gilt auch für das 28-70.
    • Das “Kit”-Objektiv FE 3.5-5.6/28-70 OSS ist OK, allerdings nichts, was einen vom Hocker haut. Die Bildqualität ist in Ordnung, bis auf die Verzeichnung vielleicht. Allerdings ist weder die Brennweite (28 bis 70 mm) noch die Lichtstärke (f/3.5-5.6) besonders beeindruckend. Dafür ist es dann doch ziemlich groß. Als erster Standard akzeptabel, aber ich würde mir schnell mehr wünschen (wie ich mich kenne). Schade, das hätte besser sein können.
    • Manchmal ist die “responsiveness” zu schlecht, Kamera reagiert nicht sofort wieder nach Aufnahme. Ebenso ist gelegentlich die Startzeit zu lange. Es ist schwer zu beschreiben, wohl mehr ein Gefühl, aber ich mag es nicht, wenn der Fotograf auf die Kamera warten muss – eigentlich sollte die Kamera auf den Fotografen warten.
    • Es ist dringend eine extrem schnelle Speicherkarte zu empfehlen!! Eine langsame Karte ist ein Grund dafür, dass die Kamera sich ihre Zeit nimmt.

    Fazit in “einem” Satz (OK, in zwei): Die Sony Alpha 7 ist eine sehr gute Kamera, die in einem kompakten Gehäuse die Möglichkeit bietet, auf einem Kleinbildsensor zu fotografieren, sie ist aber keineswegs fehlerfrei. Ich kann besonders empfehlen, sie für die Adaptierung hochwertiger manueller Objektive (Leica, Zeiss, Nikkor, Minolta Rokkor, Olympus Zuiko etc.) zu nutzen oder aber sie mit den exzellenten modernen Festbrennweiten (wie dem Zeiss 1.8/55) zu bestücken.
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
    ​Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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