Hallo,
den Nutzen von Objektivkorrekturprofilen muss eigentlich jeder für sich selbst finden. Meist ist es ja auch eine reine Geschmacksfrage, denn für manche Fotos ist es ja eher vorteilhaft, die Vignettierung zumindest teilweise "stehen zu lassen", um damit den Blick des Betrachters auf das Motiv zu lenken. Für eher "technische" Architektur-oder Landschaftsaufnahmen kann die Vignettierung aber eher hinderlich sein und die Verzeichnung fällt dann schon unangenehm auf.
Ich bin auch ein reiner "Raw-Fotograf" - ich habe schon vor über 20 Jahren damit angefangen und war übrigens auch der Autor des damals ersten französichsprachigen Buches über Raw-Entwicklung (2006), man könnte also sagen, dass ich mich mit der Materie schon ganz gut auskenne.
Nun gibt es ja auch Workflows wie Sand am Meer und jeder macht, wie er es gelernt hat und für richtig hält und da werde ich Dir also nicht reinreden. Ich war einfach ziemlich frustriert darüber, dass die Objektivfehler von vielen modernen Objektiven "charakterisiert" und korrigiert werden können, während ältere Objektive meistens aussen vor bleiben. Deshalb meine kleine Initiative, zumindest meine häufig verwendeten Objektive einmal zu profilieren, zumal ich für meine Sonys keine modernen Objektive verwende (dafür habe ich noch meine 5D Mark III) und ich der Meinung bin, dass so manche alte Scherben mit den neuen durchaus mithalten können, insbesondere wenn die gröbsten Fehler wie CA, Vignettierung und Verzeichnung durch ein Profil bereinigt wurden.
LG Volker