So, wie man mir die Geschichte erzählt hat (was ich so gelesen habe), haben Rollei und Zeiss "irgendwie" bei der Mehrschichtvergütung "zusammen gearbeitet" (dsa kommt auch bei "google mit KI" raus, aber die Quellenlage ist dürftig). Auch Zeiss schreibt (schrieb) da wenig belastbare Texte zu dem Thema auf der Website.
Um da Legende (Braunschweiger Optikererlatein) und Realität zu trennen müßte man mal gucken, welche späten Contarex- (oder Cine-?) Objektive ab wann mit "T*" Vergütung verkauft wurden und welches von Zeiss hergestellte Rollei-Objektiv das erste mit "HFT" Vergütung war (SL 35 und SL 66 kommen da in Frage) - und ob da etwas dran sein kann. Oder ob die "Zusammenarbeit" darin bestand, daß Zeiss die Mehrschichtvergütung entwickelt und Rollei vorprescht und sich den Namen "HFT" dafür sichert und ihn im Marketing verwendet bevor man sich mit Zeiss so richtig einig war, wie man die Mehrschichtvergütung werblich herausstellt. Das war in den frühen 70ern.
Die ersten mit "HFT" gekennzeichneten Objektive waren jedenfalls nach meinem Kenntnisstand nicht nur Zeiss-Rechnungen sondern auch von Zeiss hergestellte Objektive. In der Rollei 35 S kam dann das Sonnar 2,8/40 "HFT" und das wurde ab Tag 1 der Serie von Rollei Singapur in Lizenz hergestellt und soweit mir bekannt nicht von Zeiss selbst für andere Verwendungen hergestellt oder an andere Marktteilnehmer lizenziert. Mit der Lizenzherstellung des Tessar 3,5/40 (einfach vergütet) hatte man in Singapur zuvor schon Erfahrung gesammelt bzw. Zeiss gegenüber gezeigt, daß man "würdig" ist.
Da der Begriff "HFT" Rollei gehört(e?) und T* Zeiss, konnte Rollei frei entscheiden, wofür das Etikett verwendet werden soll.
Die ersten Rolleinare mit "MC" (späte 70er) waren auch mehrschichtvergütet, aber mitunter nicht so spektakulär bunt wie manch andere MC-Optiken.
Spannend könnte es nochmal beim PC Curtagon 4/35 mit HFT (mit Rollei QBM z.B. https://www.ebay.de/itm/356830277566 schnell gucken bevor das Angebot zu alt ist und gelöscht wird!) und dem PA-Curtagon 4/35 (andere Anschlüsse und Leicaflex/-R alt, Bajonett-Geli https://www.ebay.de/itm/316262629436 https://www.ebay.de/itm/266974313487 ) werden. Da findet man momentan bei eBay PA-Curtagon für Leica mit nicht soooo wirksamer Vergütung und PC Curtagon HFT mit deutlicher (bunter) Mehrschichtvergütung - und PA-Curtagon für Leica mit "PA" in rot und spektakulärerer Vergütung ( https://www.ebay.de/itm/285183258482 ). Und https://www.ebay.de/itm/156903816997 und https://www.ebay.de/itm/376267589552
Sicher hat Schneider über all die Jahre der PA/PC 4/35 Fertigung nicht geschlafen, aaaaber eine Zeit lang hatte man mit Hr. Mandermann den gleichen Eigentümer wie Rollei (Raum für Legendenbildung!).
Bis zum Beweis des Gegenteils (Dokumente oder große Stichproben, damit wir nicht Exemplarstreuungen bewundern) behaupte ich, daß Rolleinare mit HFT (Tokina, Kiron, Sigma) in ihrer technischen Ausführung in Bezug auf das Glas und Vergütung gleich sind zu denen für andere Anschlüsse.
Für die verwendeten Farben hatte man in Braunschweig Designpäpste, bei der A110 war der Auslöser noch gelborange, später stellte man um auf blutorange für Riegelelemente und grün für Auslöser. Die leuchtorangen Ringe an manchen Rolleinaren waren dann Eyecatcher und beim 2,8/28, 4/80-200, 2,8/80-200 und 28-105 HFT eher kontraproduktiv wenn man einen UV- oder Skylightfilter verwendete (damals durchaus gängige Praxis ;-)
Als Einstieg für weitere Studien und Vergleiche: https://olypedia.de/index.php?title=..._Zoomobjektive
Ob das ganze dann nur eine Frage der Zeit war, wann Rollei "HFT" auch für Rolleinare vergeben hat (früher 80er), oder ob das auch mit der "Hochwertigkeit" zu tun haben sollte, wer weiß? Die Makinon-basierten Rolleinare (Muster https://www.ebay.de/itm/286653317042 https://www.ebay.de/itm/286653317672 ) waren nur "MC" gekennzeichnet, lagen aber zeitlich auch vor den HFT gekennzeichneten anderen Zooms.
Bei den Nicht-Zeiss-Rechnungen ist es nur ein Schriftzug.
Bei den Zeiss-Rechnungen zeigt es den Grad der Entspeigelung an.