Sehr schöne Bilder, Bessamatic - das letzte ist echt ein Knaller.
Ich hatte das Objektiv am darauffolgenden Novembertag auch noch einmal mit,
diesmal eher bei "Novemberwetter"
#18 + #19 Blendenpaar bei f4 und f8 - Vor allem bei der Vignettierung sieht man einen deutlichen Unterschied
#20 f4, Fokus auf der Baumrinde rechts - das Bokeh ist wirklich sehr schön
#21 Spiegelung
#22 f4 Hintergrundrendering auf größere Distanz - unspektakulär
#23 f4 Fokus auf dem Wasserspiel
#24 f4 Auch hier ist das Hintergrundverhalten toll
#25 f4 Entchen sind immer klasse...
#26 - #30 f4 Schwanenportraits, teilweise zusätzlich gecroppt
Hier leider leichte Bewegungsunschärfe, aber mir gefällt die Pose und der Ausschnitt...
#31 f4 Fokus auf dem Ast im Vordergrund
#32 f4 Fokus auf den Blättern im Vordergrund
Ein wirklich sehr gut nutzbares, heute lächerlich günstiges Zoom-Objektiv,
dessen Bildqualität mich auch heute noch begeistert.
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Sony Alpha 7III / 7RIII und ein paar Objektive...
Hallo Canon FD Zoom Freunde,
für 25-50 € gibt es das Canon FD 70 - 210 f4 und für ca. 250 € das 80 - 200 f4 L.
Ist der große Preisunterschied Eurer Meinung nach gerechtfertigt?
Kann man Staubeinschluss an der Seite des Lichteintritts (vorne) bei beiden Objektiven selber mit etwas Geschick entfernen?
VG, Bastian
Obgleich ich nicht wissen kann, was für Dich einen solchen "Preisunterschied" rechtfertigen würde... also wie hoch Dein Anspruch ist, sei nur kurz gesagt, dass ich das nFD 4/80-200mm L für das wohl beste Zoom-Objektiv in dem Brennweitenbereich aus alten Tagen halte.
Bei der Frage nach dem rechtfertigenden Preisunterschied muss man natürlich immer auch den Zustand betrachten, in dem sich ein Objektiv befindet, dass schon etliche Jahrzehnte "auf dem Buckel" hat. Generell kann man Staubeinschlüsse zudem nicht verhindern, denn es gibt kaum hermetisch dichte Objektive. Staub ist aber eher unkritisch zu sehen, abhängig von der Menge. Viel zu oft werden Objektive wegen einer Pedanterie seines Besitzers geöffnet und dabei teilweise Schäden angerichtet, nur weil man im Schein einer Lampe 10 Staubpartikel sieht, die sich überhaupt nicht bildwirksam zeigen. Da ist "Staub auf dem Sensor" der Kamera das wohl bedeutendere Übel.
Ärgerlicher und damit ein Öffnungsgrund ist in der Regel aber die Blendenverölung, die durch die Adhäsionskräfte der Öle zwischen den Einzellamellen dafür sorgt, dass diese sich teilweise oder gar nicht mehr bedienen läßt. Beim 80-200L sollte die "Entölung" und der Service eigentlich auch nur von einem Fachmann durchgeführt werden, denn das teure Objektiv ist halt auch mit höherem Risiko behaftet, dass etwas falsch gemacht wird und zum Verlust führen kann. Dagegen ist ein billiges 70-200er Zoom, dass nur wenig kostet, sicherlich der bessere Weg im Hinblick auf etwaig notwendige Servicearbeiten.
Sollte dies ein Totalverlust werden, so kann man das leichten Herzens als "Lehrgeld" verbuchen, was beim 5fachen Gebrauchtmarktpreis eines 80-200mm L schon deutlich schmerzhafter sein würde.
Also wenn es um die Qualität geht, dann immer ein 80-200mm L, wenn es aber um die Frage nach dem Folgeaufwand geht, das billige 70-200er Allerweltszoom.
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Moin,
wie bereits beschrieben, gibt doch einen ernsthaften Unterschied in der Abbildungsleistung zwischen dem nFD 4/70-210mm und dem nFD 4/80-200L. Das MD 4/70-210mm oder MD 4.5/75-200mm mag ein dem nFD 4/70-210mm vergleichbares Objektiv sein, mit dem 80-200L kann es nicht mithalten.
Aus dem großen Fundus der alten MF 70/80-200/210mm Objektive kann meiner Meinung nach nur das Zeiss Vario-Sonnar 4/80-200mm mit dem nFD 80-200L konkurrieren. Daher sind diese beiden Objektive auch ähnlich teuer mit leichten Vorteilen für das Zeiss und auch an heutigen hochauflösenden Kameras noch gut nutzbar.
Wenn es günstig sein muss, würde ich ein gut erhaltenes Nikkor 4/80-200mm den Minoltas vorziehen. Aber: für den normalerweise aufgerufenen Preis sind die Minoltas ein guter Kauf.
Meines Wissens nach hat das alte nFD 4/80-200mm auch keine Probleme mit den Gleitlagern und es ist auch ein gutes Objektiv und oft günstig zu bekommen.
Mein nFD 4/80-200mm L zeigt ebenfalls (noch) keine Beeinträchtigung der Gleitlager, ist aber insgesamt wegen des verbauten Plastiks von der Haptik nicht so schön wie z.B. das Zeiss VS 4/80-200mm.
LG Jörn
Digital und Analog unterwegs...
Danke euch. Ich riskiere es mal mit dem Canon-Zoom angesichts eines günstigen Preises und eines gut beleumundeten Verkäufers...
Schön zu lesen aus meiner Sicht als Contax-Fotograf, daß das Vario-Sonnar so gut ist.
Genau das ist das "Problem"- meine geliebte, wunderbar massive F-1 Neu.
Michael
Hallo Joern,
was den Unterschied in der Abbildungsleistung zwischen dem FD 70-210 mm f/4 und dem FD 80-200 f/4 L anbetrifft, hast Du recht. Das erstere entspricht in der Bildqualität bis auf kaum sichtbare Unterschiede dem älteren FD 80-200 mm f/4 ohne "L"-Prädikat. Und beide sind den Minolta MD 75-200 und 70-210 mm -Versionen ebenbürtig. Irgendwie haben da alle Top-Hersteller auch nur mit Wasser gekocht. Ich kenne das Zeiss Vario-Sonnar 4/80-200mm noch nicht, aber das Canon L-Zoom dürfte wohl damals das beste zu einem erschwinglichen Preis erhältliche MF-Telezoom mit diesem Brennweitenbereich gewesen sein. Das Nikkor 80-200 mm f/4 reiht sich in Sachen Bildqualität zwischen die guten (Canon und Minolta ohne Sondergläser) und das hervorragende L-Zoom ein - Schärfe und Kontrast sind hervorragend (vor allem bei grösseren Entfernungen, im Nahbereich nehmen sie leider ab...), aber die chromatische Aberrationen sind anders als beim L nicht auskorrigiert. Mechanisch ist es allerdings erste Sahne ! In der Regel werden aber die Unterschiede zwischen den erwähnten "Objektivklassen" vor allem im Nahbereich und bei den längeren Brennweiten oberhalb 135 mm deutlich sichtbar.
Für die Gleitlagerproblematik bei Canon FD gibt es eine klare Tendenz (ich kenne meine mittlerweile über 30 FD-Objektive sowohl von innen als auch von aussen...) : Zweiring-Zooms sind alle früher oder später davon betroffen, solange es sich nicht um die späten Billig-Zooms "made by Sigma" handelt (FD 28-55 mm f/3,5-4,5, FD 35-70 mm f/3,5-4,5), Push-und Pull-Zooms aber glücklicherweise frei davon. Diese haben schon die bei den anderen Herstellern üblichen Plastikhülsen, während die Zweiring-Zooms die sicherlich konstruktiv aufwendigeren (Messing-Röllchen und klebriger schwarzer Gummipampenbelag) verbaut haben.
Da ich schon ein halbes Dutzend FD 80-200 mm f/4-Exemplare überholt habe (jedes Mal fluche ich immer wieder beim "Einfädeln" des Fronttubus...), kann ich bezeugen, dass das Objektiv voller Pampen-Gleitlager steckt.
LG Volker
Geändert von Alsatien (10.10.2022 um 15:12 Uhr)
Auf die Frage, ob der grosse Preisunterschied gerechtfertigt ist, hat Dir Henry ja schon ausführlich geantwortet. Was den Leistungsunterschied anbetrifft, ist er bei der längsten Brennweite recht deutlich zu sehen. Das FD 70-210 mm f/4 ist in Sachen Bildqualität mit anderen Objektiven aus der gleichen Zeitspanne durchaus zu vergleichen. Ich habe mein Exemplar in schlechtem Zustand (Gebrauchsspuren auf dem Tubus und Fungus im Innern) generalüberholt und es müsste sich jetzt auf dem üblichen Leistungsniveau befinden : gute, gleichmässige Schärfe ab Offenblende bei 70 mm, die bei Abblendung auf f/8 auf sehr gutes Niveau ansteigt. Bei 135 mm gibt es einen leichten Schärfeabfall bei Offenblende in den Ecken, aber ab f/5,6 wieder gleichmässige Schärfe über das ganze Bildfeld. Bei der längsten Brennweite sind die Resultate dann nicht mehr so gut (keine Sondergläser), sind aber auf f/5,6, oder besser au f/8 abgeblendet durchaus brauchbar (Test auf Sony A7 mit 24 Mpxl.). Die Verzeichnung ist bei allen Brennweiten gering, die Vignettierung ab f/5,6 diskret und ab f/8 quasi unauffällig. Chromatische Aberrationen und Purple Fringing bei Kontrastkanten gibt es natürlich zuhauf, aber sie können mit einem guten Raw-Konverter korrigiert werden. Das 80-200 L spielt in einer ganz anderen Liga und ich würde es als nach wie vor eines der besten Telezooms überhaupt einschätzen : Gute Leistungen ab Offenblende bei allen Brennweiten, hervorragend bei Abblendung. Sehr gute Korrektur der chromatischen Aberrationen dank einer Linse aus künstlichem Flussspat und einer Linse aus UD (Ultra-low Dispersion) Glas, vor allem bei den längeren Brennweiten.
LG Volker
Um auf die Frage nach der Staubentfernung unter der Frontlinse zurückzukommen,kann man bei beiden Objektiven den vorderen Fassungsring mit einer Schieblehre oder einem speziellen Werkzeug (Lens spanner) entfernen und dann die Frontlinse mit einem Saugnapf herausheben. Zumindest Beim 80-200 L ist der Fassungsring gesichert, man sollte die Sicherung vorher mit etwas Azeton (Nagellackentferner) aufweichen.
LG Volker
P.S : Mein FD 70-210 mm f/4 zeigte mit meinem Minolta MD 70-210 mm f/4 identische Leistungen.