Deinen "Apell an den Vorstand" darfst Du gern streichen, weil er gerade in diesem Forum, wo es eigentlich nur um persönliche Erfahrungen mit Altglas, Kameras, Entwicklungen, Umbauten, Reparaturerfahrungen und sonstige "subjektiv" erlebten Dinge geht, eigentlich ein ziemlich "unsinniger" und unlogischer Einwurf ist
Zudem wirds problematisch dann, wenn Du im gleichem Abatz Deines Textes von "Verurteilungen" irgendwelcher User orakelst, hier aber über Dinge geredet wird, die einen "lichtdichten Kasten" namens Kamera betreffen... sich also mit einem Stück Materie befassen!
Wenn Du Dir "diesen Schuh" aber anziehen willst, so wird das schon seinen Grund haben...
Um es mal klar zu sagen:
1.
Es ging hier um eine Abstimmung zu den Mpix, die die User für ausreichend erachten.
Das ist eine vorgegebene, statistische Umfrage-Größe, wie wenn jemand fragt, welche Monitorauflösung beim Surfen im Internet von den Usern des Forums verwendet wird.
2.
Kann man selbstverständlich einwenden, das die Fragestellung erweitert werden müsste, weil X="subjektiver Eindruck" (Bilddateigröße, Sensordesign, elektronische Verrechung durch neuere Prozessoren in den Kameras in Sachen Moiree) diese simple Umfrage nicht beantwortbar macht...
(obgleich dann doch jeder sein Häkchen macht)
....
Und schlussendlich kommst Du dann ausm Knick und bringst Statements, stellst Behauptungen auf, die Du im nächsten Moment nicht erklären kannst, sondern Dich auf Carsten verläßt...
Wem von uns hier ist wohl die Bildqualität nicht vorrangig wichtig?Zitat von kuaan
Niemand hat irgendwas von besser oder schlechter geschrieben, kann das sein?Zitat von kuaan
Wo nimmst Du den Beleg für das Wissens-Statement her, dass dies auf Kosten der Details passiert?
Ach ja... es folgt dann "typischerweise" der emotional quantitative Beleg nach dem "Fliegen-Prinzip"...
Von welchen "High-End" Kameras reden denn diese "Verwender" in diesen angelesenen Beurteilungen?Zitat von kuaan
Und kann es sein, dass es eine Menge "High-End" Kameras gibt, die ihn verbaut haben?
Und ich wiederum frage mich ernsthaft, warum wohl alle Kamerahersteller dieser Welt AA Filterglas vor die Bayer Sensoren gebaut haben... und sogar vor ihre High-End Boliden für bis zu 6.000 Euro (z.B. Canons oder Nikons Modelle im Profi - Segment)Zitat von kuann
Sollten die namhaften Hersteller denn alle nur "blöd" sein
Das eine Kamera ohne AA Glas eine höhere "Grundschärfe" mitbringt, die bei einem Bayer Sensordesign mit AA Glas in der Nachbearbeitung nachgezogen werden muss weil schließlich ein weiteres Medium im Strahlengang liegt, erschließt sich eigentlich jedem, der fotografiert und nicht dauerhaft mit einem 30 Euro UV Filter vor seiner 1.000 Euro Canon Optik herumläuft.
Das ist schon vor Jahren im DCC in diversen Beiträgen zur angeblichen Überschärfung der in den Tests eingestellten Bilder und dem Versuch einer DCC konformen Regelung für eine Vergleichsbasis in Sachen Schärfung bei den Bildeinstellungen zu den Testberichten vielfach thematisiert worden.
Dabei hatte unser User "Urmelchen" treffend angemerkt, das eine kamerainterne und damit an den RAW Konverter der EOS Kameras - dem DPP- weitergegebene Schärfung von 2 -3 in etwa die Auflösungsverluste des AA Filters kompensiert.
[EDIT]... habe eine der alten Unterhaltungen zum Thema grad zufällig wiedergefunden. Steckte in einem Thread zum Leica Elmarit 2.8/35mm[/EDIT]
http://www.digicamclub.de/showthread...l=1#post110517
Wenn es nun mit moderneren Prozessoren in den Kameras oder den an den RAW Konverter übergebenen Daten gelungen ist, eine wirksame Unterbindung der Moiree Artefakte ohne AA Glas zu erreichen, so ist das begrüßenswert einerseits, andererseits jedoch - wenn dadurch sonstige Dinge mit herausgerechnet werden aber auch - wie von Waalf korrekt wiedergegeben - ggfalls fehlerbehaftet, weil dem so gebildeten Moiree-Filter (egal ob abweichendes Sensordesign oder/und elektronische Interpolationsmethoden), eben auch sehr leicht reale Datenteile zum Opfer fallen können und mitverrechnet werden.
Ob und inwieweit das jedoch überhaupt eine Rolle spielt bei der Wahrnehmung der vermeintlichen "Detailauflösungsvorteile" läßt sich ohnehin nur klären, wenn man das über die gesamte Kette des Workflows betrachtet und die von der Kamera mitgelieferten "Metadaten" zum Bild vergleichend zwischen gleichen Kameras mal mit und mal ohne AA Glas analysieren kann.
Und nur hierbei sind die Unterschiede "definiert" feststellbar, was es eben entsprechend schwer macht hier überhaupt eine gesicherte Aussage zu treffen, da keiner von uns wohl zwei idente Kameras in der Art vorhält.
Diesen Einfluss wirklich objektiv zu erfassen, wäre vermutlich nur machbar, wenn man aus zwei ansonsten identischen Kameras mal der einen den AA - Filter entfernt, wie es ja wohl bei den Astro-Fotografen geschieht.
Daraus folgt, dass man sich im Grunde die Diskussion über die Vor- oder Nachteile eigentlich schenken kann, schon solange der Workflow und das Zusammenspiel der von der Bildentstehung bis zum fertigen Bild nicht zweifelsfrei vergleichend gegenübergestellt und damit diese im Netz zu findenden Aussagen verifiziert wurden.
Gerade im Digitalzeitalter wo ständig neue Kamera-Modelle auf den Markt geworfen werden, der immer unklare Übergang der aufgenommenen Daten auf den PC-Computer durch alle möglichen Korrekturen in der Firmware der Kamera, Profile, bis hin zur kamera-eigenen "Bildbearbeitung schon in der Kamera", über die RAW Konverter-Software mit hinterlegten Objektivkorrektur-Profilen bis hin zum verwendeten Monitor, der vielleicht auch nur pixelgenauer mit der Wiedergabe der Vorlage aus der Datei "klar kommt" wird aus der Vielzahl der an der beurteilten Aufnahme beteiligten Komponenten deutlich, wie wenig "objektivierbares" heute nicht in Programmierer-Händen liegt.
Und wo sollen da bitte die "objektiven" Kriterien herkommen, eine Kamera mit AA Filter anders zu bewerten und was wahr ist oder was aus der aufgelisteten Kette der nachfolgenden Verarbeitung beteiligt und dadurch zustande gekommen?
Klar kann man subjektiv dahergehen und sagen... gefällt mir besser, was ich aus dem Zusammenspiel der Dinge sehe.. aber harten Überprüfungen hält sowas nicht stand.
REgelmäßig erschrecke ich mich, wenn ich z.B. in der Klapperatur meiner Sony A7 mal alle Optionen für die Rauschreduzierung, neutrales Profil zuschalte und alle weiteren kamerainternen Optionen abschalte, die Einfluss nehmen könnten und sie gegen die EOS 5D MKII vergleiche.
Das ist äußerst lehrreich in Bezug auf das, was mittlerweile in den Kameras abläuft und durch "Software" geregelt wird, während bei der Frage des AA Filterglas diese beiden Kameras ja mit eben diesen AA Filtern ausgestattet sind.
Insofern ist es gedanklich nur ein kleiner Schritt, sich vorzustellen, wie man herstellerseitig Moiree-Bildung, die per AA Glas vorgenommen wurde nun design- und verarbeitungstechnisch ausschließt und im Anschluss die sich ergebenden Rest-Artefakte wiederum verrechnet...
Das nun eine Kamera ohne AA Filter eine höhere Grundschärfe mitbringt, dürfte klar sein, ist aber in Bezug auf die gestellte Umfrage eher ein Nebenaspekt.




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