Hochinteressant, hier zu lesen was mir noch alles bevorstehen könnte...
Ich denke, dass es wirklich ein großer Unterschied ist, ob man als Profi oder auch als ambitionierter Amateur hauptsächlich auf ein optimales Bildergebnis ausgerichtet ist, oder ob man hauptsächlich aus Neugier und Spieltrieb fotografiert und die Ergebnisse größtenteils ohnehin auf der eigenen Festplatte verstauben. Im letzteren Fall sind manuelle Objektive eine nahezu unbegrenzte Spielwiese, die fast nur Vorteile hat. Im ersteren Fall kann ich Willis Argumentation absolut nachvollziehen. Es ist ja nicht so, dass die Kamera- und Objektivhersteller völlig sinnlos von rein manueller Blende über Vorwahlblende zu Springblende und von MF zu AF weiter entwickelt haben. Der Zugewinn an Schnelligkeit und Treffsicherheit ist einfach nicht zu vernachlässigen und auch nicht beliebig mit Übung zu kompensieren.
Da ich im Normalfal nur fotografiere wenn ich Zeit dazu habe, stört mich das abblenden/aufblenden nicht groß. Wo ich manchmal ins Grübeln komme, ist im Urlaub wenn es um Motive geht, die ich nicht wieder vor die Kamera bekomme. Da habe ich dann doch in den letzten Jahren immer wieder zum AF-System gegriffen und manuelle Objektive nur als Ergänzung zum "Spaßfotografieren" mitgenommen. Nun werde ich diesen Herbst zum ersten Mal einen großen Urlaub mit voraussichtlich sehr vielen schönen Motiven allein mit manuellen Objektiven bestreiten. Ich gehe davon aus, dass ich im Bereich Streetlife/Schnappschüsse mit deutlichem Abblenden und Vorfokussieren auf Hyperfokaldistanz auskomme und mir für alle anderen Motive die Zeit nehmen kann, die manuelle Objektive nun mal brauchen.
In einigen Wochen werde ich dann schlauer sein, ob dieser Weg für mich dauerhaft gangbar ist...



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