Huch, das wurde schon etliche Male hier durchgenudelt...
Genauso ist es!
Die Brennweite ändert sich nicht, aber der Bildwinkel, der vom Aufnahemformat abhängt, oder eben daran angepasst ist.
Na ja, das gilt für diejenigen Fotografen, die mit KB fotografieren.
Mittelformatfotografen sehen das anders.Für die ist eine 80mm-Linse eine "Normallinse".
Wir sind es eben gewohnt, in der Bildwirkung (also dem Bildwinkel) für das Kleinbild zu denken. Davon müssen wir uns befreien, bevor es an die Umrechnerei geht.
Ein 50er?
...ist am MF ein leichtes Weitwinkel.
...ist am KB eine Normalbrennweite
...ist an APS ein lechtes Tele.
Ein 80er?
...ist am MF eine Normalbrennweite
...ist am KB ein lechtes Tele.
...ist an APS ein längeres Tele.
Ein 35er?
...ist am MF ein starkes Weitwinkel (und kaum zu finden!)
...ist am KB ein lechtes Weiwinkel.
...ist an APS in etwa eine Normalbrennweite.
usw. usw. usw.
Was die Schärfentiefe betrifft, so ist das Objektiv dabei auch weniger wichtig. Ein für's MF gerechnetes 80er hat (bei gleiche Blende) am KB die gleiche Schräfentiefe wie ein für's KB gerechnetes 80er.
Denn es ist und bleibt ein 80er.
Das gleiche Objektiv aber zeigt am MF eine andere Schärfentiefe als am KB. (Wie Peter es auch schon erwähnt hat.)
Für uns als KB-Fans gilt vor allem aber eines: Da wir nur den zentralen Teil des größeren Bildkreises eines MF-Objektivs nutzen, entfallen am KB häufig Randprobleme wie Randunschärfe, Bildfeldwölbung oder Vignettierung. Von daher kann es durchaus interessant sein, MF-Objektive ans KB zu adaptieren.
Für Großformat-Linsen gilt das nicht mehr, denn der zusätzliche Qualitätsgewinn durch den noch engeren Bildkreisausschnitt ist marginal, dagegen sind die GF-Linsen meist nicht auf die gleiche Auflösung gerechnet wie KB-Linsen, so dass es sogar zu schlechteren Ergebnissen kommen kann.



Für die ist eine 80mm-Linse eine "Normallinse".
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