Blöde Frage: Woher weiß der Belichtungsmesser, was ich fotografieren möchte?
Blöde Frage: Woher weiß der Belichtungsmesser, was ich fotografieren möchte?
Möglichkeit 1: "Objektmessung"
Du zielst mit dem Beli in Richtung des zu fotografierenden Motivs. Wichtig dabei ist, den Winkel zu kennen, den der Beli abdeckt, um diesen in Bezug zusetzen mit dem Winkel, den das verwendete Objektiv abdeckt.
Möglichkeit 2: "Lichtmessung"
Wenn der Beli eine Lichtmessungs-Kalotte hat, kann man auch das auf das Motiv fallenden Licht messen, indem man vom Objekt in Richtung Kamera zeigt.
Der Gossen LunaSix 3 kann beides.
Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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Nach meiner Ansicht bestimmt der Sensor die Belichtung immer unter Rücksicht auf die ihm mitgeteilte Anfangsblende. Bei unseren Adaptern ist dies meist Blende 2. In Wahrheit ist aber bei einem 1.2er oder einem 1.4er oder anderen von der Anfangsöffnung 2 abweichenden Offenblenden immer ein Korrekturfaktor notwendig.
In der Regel gebe ich einem EF Objektiv ja bei Offenblende den elektrischen Wert für die Schließung der Blende auf z.B. 5.6 mit auf den Weg per Einstellung. Ich messe ja niemals bei geschlossener Blende bei einem EF (oder kompatiblem) Objektiv, sondern stets per Offenblende.
Ergo ist/geschieht die Messung real immer per Offenblende. Wenn nun ein MF Objektiv daher kommt und bei Abblendung der Messzelle einen Helligkeitswert liefert, so weicht diese mal mehr mal weniger vom Wert ab. Wenn kein AF Chip Adapter benutzt wird, kann er nur die absolute Helligkeit des auf den Sensor fallenden Lichtes als Wert für das einfallende Licht nehmen und liegt damit falsch, weil ihm sowohl die korrekte Anfangsöffnung als auch die Information, ob es sich bei der einfallenden Lichtmenge nun um die Anfangsöffnung handelt oder um einen abgeblendeten Wert. Er mißt zwar etwas, aber das ist einfach nur bei Offenblende stimmig und sorgen für die "Fehlbelichtungen" in der Reihe und Überbelichtungen ohne erkennbaren und korrigierbaren Zusammenhang im fehlt schlicht die "elektrische - INfo... Benutzer wünscht Blende 5.6" . Korrektes Belichten gelingt nur unter Ausschaltung der Automatiken im reinen manuellen Betrieb. Ein Korrekturfaktor fängt zwar die schlimmsten Fehlbelichtungen ab, aber von einer korrekten Belichtung bei jeder Blende ist man im Automatikmodus weit entfernt. EF und kompatible übermitteln schon für die EXIFs die korrekte Anfangsblende an die Kamera..und messen weiter bei Offenblende... was sie auch sollen. Korrekt.
Interessanterweise hat meine bisherige Untersuchung ergeben, das eine errechnete Blendenreihe bezogen auf eine Offenblendenmessung des jeweiligen Objektives bei allen so eingestellten Werten konsistente Ergebnisse bringt.
Also ist es notwendig, um in Fraenzels Beispiel zu korrekten Ergebnissen zu kommen, erst eine Offenblendenmessung zu machen. Danach dann die gewünschte Blenden/Zeitkombination nach dem Ergebnis dieser Messung herunterzurechnen und manuell einzustellen (nach meiner Ansicht und Kenntnis funktioniert es an der Canon nur so). Ich habe dies gemacht und es haut hin.
Beispiel: Offenblendenmessung mit beliebigem Objektiv ergibt 1/2000 bei Blende 1.4 (1.4er Objektiv). Blende 2 wäre 1/1000, Blende 2.8 wäre 1/500
Blende 4 wäre 1/250, Blende 5.6 ergibt 1/125 usw...
Wenn die Reihe dann exakt so am Objektiv eingestellt wird, ergibt sich bei mir ein konstantes Ergebnis in den Bildern. Alle Bilder waren gleich belichtet.
Probiert es aus, es wird funktionieren... !!!!
Nach der Lichtwaage ergab sich stattdessen ein immer heller werdendes Bild. Auch in den Automatiken Av und Tv ergab sich der gleiche Schwachsinn mit den immer heller werdenden Bildern.
Dies bringt mich zu dem Schluss, das es wirklich nur mit der guten alten Blenden/Zeitpaarungsbildung zum konsistenten Ergebnis gebracht werden kann.
Die EF und EF - kompatiblen Objektive messen alle bei Offenblende und die Korrekturen der Belichtung geschieht dann nicht mehr über einen realen Wert der Meßzelle, sondern durch herunterrechnung elektrischer Größen, die jedoch bei den MF Objektiven nicht stattfinden kann.
Dies ist zwar mittels EBV einzufangen, weil die Abweichungen nicht so riesig sind, also die im Protokoll verankerten Korrekturfaktoren innerhalb einer recht kleinen Spanne liegen müssen, aber sie sind vorhanden.
LG
Henry
Geändert von hinnerker (18.05.2009 um 23:46 Uhr)
Moin
Also ich wollte mir auch den Gossen LunaSix 3 zu legen.Aber in der Bucht werden die recht preisgünstig angeboten,allerdings ohne Batterien und da ist wohl der Haken bei,denn man bekommt diese sehr schlecht oder gibt es da Alternativen.Und dann gibt es die Geräte in verschiedenen Ausführungen,einmal wo das Gehäusse grau ist und einmal in schwarz.
Und was soll ich nun machen?
mfg
Der Ge(Ver)brauch von Altglaslinsen ist drastisch gestiegen
Vielen Dank für die Erklärung, Carsten. Wenn ich sehe, wie stark die Belichtungszeit schwankt, wenn ich ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger Himmel* auf einem sonst fast gleichen Bild darauf habe und das von nur wenigen Grad Kameraverstellung abhängt kann ich mir nicht vorstellen, wie _das_ ein Belichtungsmesser besser lösen soll, der meinen Bildausschnitt gar nicht exakt kennt. Und der Bildausschnitt hängt auch noch sehr stark vom verwendeten Objektiv ab - Tele, Weitwinkel, etc.
Möglichkeit 2 leuchtet mir eher ein, geht aber nur bei Motiven im Nahbereich.
* oder andere starke Kontrastkanten
Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
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