Ja, in der Tat finden sich da immer wieder spannende Dinge und sie haben ja absichtlich die ganzen reinen Technik-Themen außen vor gelassen, aber mich stört an diesem (und ähnlichen) Blatt (Blättern) dieses unterschwellige "analog ist besser" und das Herabschauen auf die digitale Fotografie. Auch im Podcast (und deswegen habe ich damit aufgehört) war es immer eine Lobhudelei auf das Analoge, anstatt "analog" zwar als inhaltliche Klammer zu nehmen, ohne aber es mit anderen Formen zu vergleichen bzw. gegeneinander auszuspielen.
Es liest sich in Teilen wie ein Hobby-Blatt in der Gestaltung (und zum Preis) eines Profi-Blattes. Es ist netterweise in der Readly-App zu finden, so dass ich immer mal wieder reinblättern kann, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen, aber etwas mit Mehrwert findet man da eigentlich kaum.
Ich glaube, ich weiß was Du meinst, aber die digitale Fotografie an sich ist ja nicht das Problem, sondern eher die ganze integrierte KI in den Smartphones (oder manchen Software-Lösungen), die eben alle Parameter für einen automatisch bestimmen. Da das jede:r aber eben tatsächlich nutzen kann, nimmt auf jeden Fall im B2C-Bereich der Bedarf an Fotograf:innen extrem spürbar ab. Wir werden da eine ganz gewaltige Marktbereinigung erleben, wo am Ende in vielen Bereichen in der Masse eigentlich nur die Hobbyisten und manch gut vernetzte Fotografen überleben werden. Und selbst als künstlerischer Fotograf muss man ja auch schauen, wo man sein Publikum findet ...
In der Masse wird das wahrscheinlich wohl so sein. Aber es gibt auch zaghafte Hoffnungsschimmer. ich nehme da z.B. mal mein Zine: Obgleich ich es kostenlos als PDF zum Download anbiete, wurde die gedruckte Fassung schon über 50x gekauft. Das sind Werte, die ich so nicht erwartet hätte. Es scheint also doch noch Interesse am Geschriebenen und auch am Gedruckten vorhanden zu sein (wenn auch nicht in der breiten Masse).



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