Wunderschön sowohl als auch.
Gruß Claas
Wunderschön sowohl als auch.
Gruß Claas
Nun also die Blendenreihe.
Ich beschränke diese auf die linke Ecke des jeweiligen Bildes.
Grund: die anderen drei Ecken sind weder schlechter, noch stechen sie positiv heraus.
Alle Bilder sind in LR verkleinert und beschnitten. Sonst keine Bearbeitung.
F2
linke Ecke
F2.8
linke Ecke
F4
linke Ecke
F5.6
linke Ecke
F8
linke Ecke
Ohne F11, da es keinen großen Unterschied zu F16 macht.
F16
Hier sieht man deutlich, das ein größerer Lichtfleck im Zentrum des Bildes entsteht.
linke Ecke
Bei F8 hat die Sony A7III den AWB nicht im Griff.
Ist mir leider zu spät aufgefallen.
Das Zentrum ist in allen Fotos ab F2.8 gleich scharf.
Nur bei F2 sind zwar alle Details erkennbar, jedoch mit einem gewissen Weichzeichnereffekt belegt.
Aber dafür wurde es konstruiert.
Im Gegensatz zum ersten Portrait ist im zweiten die Ausrichtung der Highlights jetzt um das Zentrum ausgerichtet.
Könnte an dem Polieren der Glasoberflächen liegen?
Und jetzt nochmal ein Portrait von heute Nachmittag.
ISO 100 F2 1/3200s 8cm OOC - in LR nur ausgerichtet.
Detailansicht
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Hallo Rico,
das ist ein sehr spannendes Objektiv -
mit einer wirklich traumhaften "Weichheit" und Glow für Portraits.
Die Schärfe wird ja weit abgeblendet auch über das Bild OK -
mal eine Frage,
für welches Format bzw. welchen Verwendungszweck war es denn ursprünglich?
Und wie hast du M40 genau adaptiert?
Das mit dem Lichtfleck weit abgeblendet hatte ich die Woche auch erst wieder bei einem Schacht-Objektiv.
Ich denke, blanke Blendenlamellen spielen da, in Verbindung mit anderen Reflexionen, eine Rolle.
Meine Homepage: https://www.nikolaus-burgard.de/
Instagram: www.instagram.com/nikolausburgard/
Sony Alpha 7III / 7RIII und ein paar Objektive...
Hallo Nikolaus
An welchem Format das Biotar 2 / 8cm ursprünglich arbeiten durfte, kann ich auf die Schnelle nicht sagen.
Ich sehe es im Netz immer nur auf Exakta Fotoapparaten.
Der hauptsächliche Verwendungszweck dürfte wohl tatsächlich auf Portrait ausgerichtet gewesen sein.
M40 und der Adapter:
dieser Adapter ist laut kurzer Recherche (nicht bestätigt) wohl von Ihagee konstruiert worden. (Bilder 3 und 4 im 1. Kommentar)
Das Helicoid wird einfach aufgeschraubt und mittels einer Mini Madenschraube fixiert.
Einfacher geht es kaum.
Zum Lichtfleck - die Lamellen sind vorn und hinten durchgehend geschwärzt.
Ich vermute eher die große hintere Glasfläche, welche verantwortlich für diese Spiegelung ist?
Schaut mal hier : https://www.dresdner-kameras.de/ihag...rd-exakta.html ,
Dort wird es als Zubehoer zur Nacht-Exakta erwähnt. Format 6x4,5
GrussGorvah
Das ist der bekannte "Hotspot", der dadurch entsteht, dass ein digitaler Bildsensor das auftreffende Licht stärker und gerichtet reflektiert, während ein Film schwächer und diffus reflektiert.
Die nur einfach oder gar nicht vergütete Hinterlinse wirkt durch die bei geschlossener Blende große dunkle Fläche hinter ihr dann wie ein Spiegel, der die Reflektion des Bildsensors auf diesen zurück wirft.
Gruß, Michael
Wenn ich mich richtig an meine Optik-Vorlesungen erinnere, hängt die Art der Spiegelungen sehr stark von der Form der Glasoberflächen ab.
Man vermeidet insbesondere parallele Oberflächen - außer, sie sind zusammengekittet. Ansonsten müssen die Krümmungen unterschiedlich sein.
(Das war ca. 1974)
Alles zu berücksichtigen ist nicht leicht. Man muss auch virtuelle Oberflächen mit berechnen.
Biotar war als Portrait-Objektiv sehr bekannt. Auch der Abkömmling Helios hat ähnliche Funktion.
Es wurde nicht auf absolut größte Schärfe geachtet sondern auf das Bokeh.
https://de.wikipedia.org/wiki/Biotar
Hier wird beschrieben, dass nicht jedes Biotar dem eigentlich 6-linsigen Aufbau folgt, sondern dass einige vom Petzval-Typ sind.
Das 1:2/75 sollte aber 6 Linsen haben.
Zu den Typen gibt Wikipedia an:
Das Biotar ist ziemlich symmetrisch als Gausstyp konstruiert. Mit "ziemlich" meine ich, die kameraseitigen Gruppen sind etwas kleiner.In den 1930er Jahren rechnete Merté weitere Biotar-Optiken, darunter für Kleinbild das 1:2/40 mm, das populäre 1:2/58 mm und das 1:1,5/75 mm sowie für Mittelformat das 1:2/80 mm und das 1:2/100.
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Bei Carl-Zeiss waren sehr genaue Linsenberechnungen die Grundlage. Damit mussten auch bei der Montage sehr kleine Toleranzen eingehalten werden.
Die Linsen müssen auch sehr genau justiert werden. Ohne Justierung kann die Grundschärfe gestört werden. Das betrifft Entfernungen und Abstände, aber auch Rotationssymmetrien wurden beachtet. Bei der Montage waren im Prinzip - als ich 1979 bei Carl-Zeiss Jena gearbeitet habe, fast nur Frauen beschäftigt.
Feinjustage erfolgte zum Teil durch gezieltes leichtes Klopfen.
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Siehe auch http://www.klassik-cameras.de/Biotar.html Vergleich von Objektivkonstruktionen
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