Danke Volker für die Mühe mit den Profilen. Ehrlicherweise verwende ich als reiner RAW-Fotograf nur die Profil-Angebote von CaptureOne Pro.
Da bei mir jedes Foto über RAW hinaus dann sowieso in PS bearbeitet wird, habe ich mich schon öfters gefragt, was mir die Profile überhaupt bringen.
Die schlimmsten Auswirkungen auf das Endbild wie CA und PF versuche ich bei RAW auszumerzen und wenn dann noch was "übrig bleibt", wird das am Schluss von Hand erledigt.
Letztlich zählt bei mir nur das Ergebnis, egal wie es zustande gekommen ist.
Insofern halte ich von solchen Profilen wenig bis gar nichts.![]()
VG Ekkehard
Hallo,
den Nutzen von Objektivkorrekturprofilen muss eigentlich jeder für sich selbst finden. Meist ist es ja auch eine reine Geschmacksfrage, denn für manche Fotos ist es ja eher vorteilhaft, die Vignettierung zumindest teilweise "stehen zu lassen", um damit den Blick des Betrachters auf das Motiv zu lenken. Für eher "technische" Architektur-oder Landschaftsaufnahmen kann die Vignettierung aber eher hinderlich sein und die Verzeichnung fällt dann schon unangenehm auf.
Ich bin auch ein reiner "Raw-Fotograf" - ich habe schon vor über 20 Jahren damit angefangen und war übrigens auch der Autor des damals ersten französichsprachigen Buches über Raw-Entwicklung (2006), man könnte also sagen, dass ich mich mit der Materie schon ganz gut auskenne.
Nun gibt es ja auch Workflows wie Sand am Meer und jeder macht, wie er es gelernt hat und für richtig hält und da werde ich Dir also nicht reinreden. Ich war einfach ziemlich frustriert darüber, dass die Objektivfehler von vielen modernen Objektiven "charakterisiert" und korrigiert werden können, während ältere Objektive meistens aussen vor bleiben. Deshalb meine kleine Initiative, zumindest meine häufig verwendeten Objektive einmal zu profilieren, zumal ich für meine Sonys keine modernen Objektive verwende (dafür habe ich noch meine 5D Mark III) und ich der Meinung bin, dass so manche alte Scherben mit den neuen durchaus mithalten können, insbesondere wenn die gröbsten Fehler wie CA, Vignettierung und Verzeichnung durch ein Profil bereinigt wurden.
LG Volker
Geändert von Alsatien (24.03.2020 um 22:21 Uhr)
Hallo Volker,
da machst du dir ja eine tierische Arbeit. Ich habe das vor einiger Zeit einmal für ein oder zwei Objektive angetan. Schon allein eine gleichmäßig beleuchtete Fläche/Wand für das Testchart zu finden, ist nicht einfach. Von deinen Objektivprofile kann ich aber auch verwenden, da ich (noch) keines der Objektive besitze.
Es gab auch einmal das Programm "Adobe Lens Profile Downloader", mit dem man von anderen Nutzern zur Verfügung gestellte Profile herunterladen konnte. Mittlerweile scheint das Programm nicht mehr zu funktionieren weil vermutlich der Server abgeschaltet wurde.
Das habe ich auch schon festgestellt. Wenn man da ein passendes gefunden hat, spart man sich eine Menge Arbeit.Manchmal tut es auch ein vorhandenes Profil für ein neueres Objektiv, das manuell zugewiesen wird.
Gruß, André
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(Im Moment nur sporadisch online)
Ja, das macht viel Arbeit, aber es beschäftigt und macht auch Spass
Im Moment gibt es für das Testchart bis auf zuviel Wind keine Probleme. Ich befestige es im Garten an einem Zaun und morgens ist das Licht sehr gleichmässig. Es kommen noch andere Profile für Objektive von Sigma, Minolta, Nikon, Tamron, Tokina und Zeiss nach, vielleicht kannst Du ja für einige davon Verwendung finden.
Die App "Adobe Lens Profile Downloader" war ganz praktisch, die habe ich vor einigen Jahren auch verwendet, um meine Profile zu teilen. Leider wurde der ganze Apparat mit "Lens Profile Editor" und "Lens Profile Downloader" von Adobe aufgegeben und ich benutze das erstere unter Windows, solange es noch funktioniert (wer weiss, ob der nächste grössere Update es unbrauchbar macht...).
Auf für andere Objektive gemachte Profile auszuweichen, kann in manchen Fällen eine gute Lösung sein. Solange möglich, ist mir aber Haute Couture lieber als Prêt-à-porter
LG Volker
Sollte es mit der alten Adobe Software mal Probleme geben, es gibt auch andere Programme, die man nutzen kann. Als Einstieg kann man hier anfangen:
https://lensfun.github.io/calibration/
Man berechnet am Ende immer irgendwelche Koeffizienten von Funktionen, die meist zwischen den verschiedenen Produkten austauschbar sind. Aber es ist sicher kein Zuckerschlecken und man sollte sich mit XML und Scriptsprachen auskennen. Ich habe mich der Thematik bisher noch nicht gestellt und ich bin auch voller Bewunderung der Mühe und Ausdauer von @Alsatien.