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Thema: "Restauration" Tair 3 Grand Prix Brussels 300 mm f 4,5

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Kann mir ja gut vorstellen, dass nach der Mühe nun auch Erfolge gesehen werden möchten und es vorangehen soll.

    Aber warte auf die Gewindelehre um das Steigungmaß, dass Du ja nun locker bestimmen kannst zu übermitteln. Du hast ja jetzt alles was Du brauchst, um sowohl die Steigung an dem herausgestückelten Gewinde, dass im Objektiv steckte zu bestimmen, als auch die Einschraubtiefe... (Hoffentlich ist ein Meßschieber vorhanden?) zu übermitteln.

    Dann kann man mal sehen, was sich für eine Lösung anbieten könnte.

    In der Zwischenzeit würde ich empfehlen, die Schraubenlöcher zu richten, damit wieder etwas an Ihnen fixiert werden kann.


    Diese neue Lösung muss ja nicht zwangsläufig wieder ein Gewinde sein, geht ja auch mit einem gesteckten Drehteil aus Alu, falls das vorhandene Gewinde am Objektivrumpf schon zu "vergniedelt" ist von der ersten Aktion mit dem Einspannen in den Schraubstock.

    Dann könnte man auf der Drehbank... kann ich Dir machen... einen Stecktubus ausdrehen, der an seinem Ende zum Beispiel so einen überstehenden Abschluss hat, dass man ein Canon Bajonett durchschrauben kann.

    So ein Steck-Teil auf dem 3D Drucker probeweise herzustellen, würde Sinn machen bei der Bestimmung, wie lang so ein Stecktubus ausfallen müsste. Wie gesagt, der Druck braucht ja kein Gewinde haben, sondern nur ein Hohltubus mit einem breiteren Überstand gedruckt werden, um später so eine Adapterplatte zu befestigen. Dafür eignen sich immer "Umkehrring", die es für Filtergewinde-Steigungen gibt. Denen nimmt man das Filtergewinde und hat dann eine einfache Platte mit einem EF Bajonett und kann die mit dem Überstand vereinen/verschrauben/durchschrauben.
    Mit der Steckbuchse brauchst Du dann aber eben die seitlichen Gewindelöcher... sonst eventuell mit einem Gewindeschneider eine Nummer größer Nachschneiden.

    Objektiv auf Stativ, gedrucktes Teil reinschieben, Kamera dranhalten und gucken, wann wird unendlich erreicht und wieviel Platz ist noch für den Zwischenbau.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  2. #2
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    Danke wiederum für die super Idee - Ich dachte gar nicht an eine andere Lösung als ein neues Gewindeteil. Zwei der drei Schraublöcher sind noch völlig intakt, eines werde ich abdecken müssen und dafür ein Neues bohren. Vielleicht vergrößere ich es aber auch nur, um eine größere Schraube einfügen zu können. (Das wäre jedenfalls einfacher)

    Die Gewindelehre ist jedenfalls heute Nachmittag angekommen und zeigt für das Innengewinde (Durchmesser = 39 mm) 1 mm Steigung/Umlauf an.

    Mein 3D-Druck ist ein Gewindeteil, mit dem ich dann hoffentlich sehr genau (durch schrittweise Abtragung) die richtige Bajonettposition ermitteln werde:
    Name:  Anmerkung 2019-10-15 201953.png
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    Dabei werde ich den je nach sichtbarem Punkt zwischen 2,5 und 5 km entfernten Wienerwald verwenden - (Guide https://richardhaw.com/2017/10/21/re...alibration-12/)

    Wenn ich das Objektiv auch für Fotos vom Mond und Sternenhimmel verwenden möchte, muss ich dann quasi über das weiteste für mich erkennbare Element im Bild hinaus noch Spiel haben?

    Ich kann das Teil am Donnerstag (an meiner FH) drucken und melde mich danach mit Ergebnissen zurück :-)
    Anmerkung: 3D-gedruckte Gewindeteile funktionieren passabel, wenn sie präzise gedruckt werden, sind aber (v.a. bei lasttragenden Elementen) nicht von Dauer.
    Man muss dabei etwa die Schrumpfung des Materials in Betracht ziehen und einzelne Bereiche abschleifen bzw. bei PLA mit Aceton glätten.

    LG, Richard
    auch Richard genannt.

  3. #3
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Lu3jKhy Beitrag anzeigen
    ......

    Dabei werde ich den je nach sichtbarem Punkt zwischen 2,5 und 5 km entfernten Wienerwald verwenden - (Guide https://richardhaw.com/2017/10/21/re...alibration-12/)

    Wenn ich das Objektiv auch für Fotos vom Mond und Sternenhimmel verwenden möchte, muss ich dann quasi über das weiteste für mich erkennbare Element im Bild hinaus noch Spiel haben?

    LG, Richard
    Du solltest Dir eine Reserve lassen und minimal hinter Unendlich landen. Du wirst ja ohnehin mit LiveView vom Stativ aus fokussieren. Insofern lieber etwas "hinter Unendlich", statt es bei 384.000 Km Entfernung nicht zu erreichen ...

    Mit der Steckhülsen-Lösung hat es noch den Charme, dass Du durch kleine "Shims" oder "Washer" wie die in der Kameratechnik genannt werden (sind ganz feine Unterlegscheiben in Bruchteilen von einem Milimeter), diese noch zwischen Objektiv- und Stecktubus am umlaufenden Bund "zwischenfüttern" könntest um auf diese Weise die Feinkorrektur des Unendlichkeitspunktes zur Mondstrecke vorzunehmen vor dem Anziehen der Befestigungsschrauben des Stecktubus.
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  4. #4
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Du solltest Dir eine Reserve lassen und minimal hinter Unendlich landen. Du wirst ja ohnehin mit LiveView vom Stativ aus fokussieren. Insofern lieber etwas "hinter Unendlich", statt es bei 384.000 Km Entfernung nicht zu erreichen ...

    Mit der Steckhülsen-Lösung hat es noch den Charme, dass Du durch kleine "Shims" oder "Washer" wie die in der Kameratechnik genannt werden (sind ganz feine Unterlegscheiben in Bruchteilen von einem Milimeter), diese noch zwischen Objektiv- und Stecktubus am umlaufenden Bund "zwischenfüttern" könntest um auf diese Weise die Feinkorrektur des Unendlichkeitspunktes zur Mondstrecke vorzunehmen vor dem Anziehen der Befestigungsschrauben des Stecktubus.
    So, jetzt konnte ich endlich die richtige Einstellung messen :-D Die letzten Tage waren wirklich zu nebelig, um weit sehen zu können.
    Mein erster 3D-Druck war ein absoluter Fehlschlag: ich hatte den Innendurchmesser des Tubus falsch vermessen - tatsächlich ist auch dieses Gewinde ein M42 mit einem Durchmesser für eine Steckhülse von ca. 41,1 mm. Die Dicke des Innentubus liegt (ohne eingeschraubtem Gewinde) bei 4 mm.

    Die richtige Fokuseinstellung lässt sich mit einer Distanz Adapter-Objektiv von 3 mm erreichen; das habe ich an einem ~7,5 km entfernten bewaldeten Hügelkamm justiert.

    Insgesamt muss die Steckhülse 19 mm lang sein, wobei auch 20 mm geht, nachdem zwischen Adapter und Kamerainnenkonstruktion noch viel Platz ist.

    Derweil habe ich einem Metallwarenladen geschrieben, ob sie so etwas vielleicht auftreiben können, meine Hoffnung ist da aber nicht allzu groß. eine Alternative wäre es, mir ein Rohr mit Durchmesser 38-40 mm zuzulegen und ein 3D-Druckteil mit passendem Innendurchmesser und Außengewinde zu drucken, das ich dann auf das Metallrohr aufschieben kann.

    LG
    auch Richard genannt.

  5. #5
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Letztlich meinst Du dann sowas z.B.

    Name:  Adapter-Tair3_2.jpg
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    Das sind Endstücke, wie sie bei der Produktion meiner VNEX Teile übrigbleiben und die ich an meiner eigenen Drehbank nutze um hier und da mal irgendein Teil zu drehen... z.B. solche Steckhülsen. Das schwarze Teil auf dem Endstück ist ein Canon 52mm Umkehrring. Den könnte man dann in den umlaufenden Alu-Bund oben mitels 3 Schrauben mit dem Endstück verbinden, nachdem ihm vorher das 52mm Filtergewinde genommen wurde.

    Dieses Metallteil sicherst Du dann einfach mit den Schrauben, die dafür vorgesehen waren im Objektiv (oder schneidest da noch was stabileres rein). Bohren und mit dem Windeisen ein passendes Gewinde schneiden, sollte jeder hinbekommen.

    LG
    Henry
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  6. #6
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Und so sieht das nachher aus...

    Name:  Adapter-Tair3_3.jpg
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    Name:  Adapter-Tair3_4.jpg
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    2 Komponenten Metallkleber bringt die Teile zusammen, nachdem der von seinem Filtergewinde befreite Umkehrring auf dem umlaufenden Bund des Stecktubus sitzt.
    Der Stecktubus wurde mit seinem Bund auf der Drehbank so angepasst, dass er exakt in das "Loch" der Umkehrplatte passt und somit zentriert in der Platte sitzt.
    Nun kann der Innenbereich noch mit Samt gegen vagabundierendes Streulicht beklebt werden, dann sollte das alles passen. Noch den hinteren Teil danach ebenfalls schwärzen!

    Hier noch die Maße:

    Name:  Anmerkung-2019-10-24-232606.jpg
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    LG
    Henry
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  7. 2 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  8. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von GoldMark
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    Hallo Henry,

    interessante Lösung, und wieder eine Inspiration mehr
    Liebe Grüße

    Bernhard
    https://deramateurphotograph.de/

  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", GoldMark :


  10. #8
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Mit der oben gezeigten Lösung und einem zusätzlichen M39X1 auf M42X1, wie er damals bei einigen M39 Objektiven genutzt wurde um sie in M42 Adapter einzuschrauben,

    https://www.ebay.de/itm/M39-M42-Obje...UAAOSw0vBUcGnk

    wäre die Geschichte nochmals einfacher geworden.

    Man hätte den Ring einfach so tief auf dem 25mm Tubus heruntergeschraubt, den Tubus an passender Stelle gekürzt und hätte so im Grunde fast die originale Anschlussversion mit M42 X 1 Gewinde wieder hergestellt (allerdings aus Alu statt Messing).

    Dann wäre man wieder in der M42x1 Anschluss-Norm gewesen und nicht nur an Canon EF Anschluss gebunden.

    LG
    Henry
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  11. Folgender Benutzer sagt "Danke", hinnerker :


  12. #9
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Mit der oben gezeigten Lösung und einem zusätzlichen M39X1 auf M42X1, wie er damals bei einigen M39 Objektiven genutzt wurde um sie in M42 Adapter einzuschrauben,

    https://www.ebay.de/itm/M39-M42-Obje...UAAOSw0vBUcGnk

    wäre die Geschichte nochmals einfacher geworden.

    Man hätte den Ring einfach so tief auf dem 25mm Tubus heruntergeschraubt, den Tubus an passender Stelle gekürzt und hätte so im Grunde fast die originale Anschlussversion mit M42 X 1 Gewinde wieder hergestellt (allerdings aus Alu statt Messing).

    Dann wäre man wieder in der M42x1 Anschluss-Norm gewesen und nicht nur an Canon EF Anschluss gebunden.

    LG
    Henry
    Das wäre einfach gewesen, bei meinem Objektiv ist aber bereits das Innengewinde ein M42. Das Gewinde ist soweit intakt, zumindest die 3D-Druck-Teile lassen sich gut einschrauben, die geben aber auch gegenüber Unebenheiten nach.
    Ich hatte zuvor noch nicht von diesen VNEX-Adaptern gehört - woher kann man sie beziehen?

    LG, Richard
    auch Richard genannt.

  13. #10
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Lu3jKhy Beitrag anzeigen
    Das wäre einfach gewesen, bei meinem Objektiv ist aber bereits das Innengewinde ein M42. Das Gewinde ist soweit intakt, zumindest die 3D-Druck-Teile lassen sich gut einschrauben, die geben aber auch gegenüber Unebenheiten nach.
    Ich hatte zuvor noch nicht von diesen VNEX-Adaptern gehört - woher kann man sie beziehen?

    LG, Richard
    Bei mir... ich bin der VNEX Entwickler.

    Leider ist es dafür aber schon ein bißchen spät, denn der Stecktubus ist bereits auf dem Wege zu Dir an die gegebene Adresse.

    Die Unterschiede in den von Dir und mhiller gemessenen Anschlusstücken könnte damit zusammenhängen, dass es wohl zwei unterschiedliche Versionen der zu den Fotosnaiper - Set zugehörigen Zenit Kameras gab. Ich hatte sowohl M39 Kameras als auch welche mit M42 in Händen. Aber das wird vermutlich nur ein russischer Experte beantworten können, der den historischen Verlauf in der Produktion kennt.

    Ist aber auch bei mir lange her das ich mich mit dem Fotosnaiper befasst hatte und so verblasst die Erinnerung daran.

    Wenn das Innengewinde des Tair 3 nun 42mm hat, würde ich zunächst einmal diese Reduzierringe besorgen und in das Tair-Innengewinde einschrauben, da diese Reduzierringe ja ein M42 Aussengewinde haben und auf M39 im inneren reduzieren. Du wandelst also direkt das M42 Gewinde des Tair Innenbereichs nach M39 und machst dann mit M39 weiter.
    Den direkten Abschluss auf M42 macht dann ein weiterer, ausserhalb des Tairgehäuses liegender M42>M39 Ring an geeigneter Stelle. Was dann - nach erfolgter Justage - vom M39 Tubus des VNEX noch übersteht, wird entfernt/abgeschnitten. Eine Distanzscheibe mit M39 Gewinde-Bund könntest Du Dir auch problemlos auf dem 3D Drucker herstellen, weil das Plastik-Zeugs ja keine Last zu tragen hat bzw. Hebelkräften ausgesetzt ist. Dann dieses Distanzstück wieder mit einem M42 nach M39 Reduzierring der beschriebenen Art "kontern" wie bei einer Kontermutter eine zweite aufgeschraubt wird; schon hast Du einen Metallanschluss M42 wie ehemals bei Deinem Original.

    Der M39 Distanztubus des VNEX hat auch den geforderten Innendurchlass von knapp 36mm... eben weil er am VNEX und Sony A7 Kameras (also Kleinbild) nicht zu Vignettierungen führen darf.

    Du kannst - so Du einen M39 Tubus aus dem VNEX System nutzen willst - bei mir gern noch einen bestellen, ebenso wie einen passenden EOS EF M39 Adapter... die hab ich noch liegen.

    Aber probier erstmal den Stecktubus...

    Bei Bedarf PN an mich, dann kann ich noch benötigte Sachen losschicken. Kommt aber eben auch drauf an, in welche Richtung Du laufen willst... soll es nur für Deine Ansprüche an die jetzige Kamera reichen, so langt der Stecktubus voraussichtlich voll aus und mit Canon EF Anschluss kann man ja mittels Adaptern auch jederzeit andere Kameras anschließen, da es diesen EF Anschluss für viele andere Systeme ohnehin gibt.

    Sorry dass diese Varianten mir erst so spät einfallen... aber Lösungswege sind vielfältig und es sind eben immer viele Wege, die "nach Rom" führen denkbar.

    LG
    Henry
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