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Thema: Schaden am Objektivbajonett durch unpräzisen QBM-Adapter

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    Hallo Tedat, wie gesagt - nichts für ungut wegen der Empfehlung. Ich denke das war wirklich Pech. Im Nachhinein kann ich das natürlich nicht mehr nachvollziehen, ob das Bajonett vorher ein Macke hatte aber ich habe absolut keinen Grund zur Annahme. Die frische (noch nicht oxidierte) Schnittkante und das Knirschgeräusch lassen eigentlich keinen anderen Schluss zu als das das Problem durch den Adapter entstand. Zumal der Adapter sich immer noch nicht aufbringen lässt (auch mit dem nun "dünneren" Objektivbajonett) - mit Kraft werde ich das aber sicher nicht mehr versuchen. Das mit dem beherzten Anpacken hätte ich nicht machen sollen, aber ohne einen scharfen Grat sollte so etwas nicht passieren.




    Hallo Klaus,
    ich werde das in der Zukunft wohl auch so handhaben. Ich wusste, dass der Fotodiox auch aus China kommt (stand ja auch drauf), aber ich dachte, dass die Firma (die in USA sitzt) etwas striktere Endkontrollen durchführt. Da war ich wohl naiv. Eigentlich sollte ich es besser wissen, da ich in den Eindruck habe, in den letzten Jahren verlagern viele Firmen die Qualitätskontrolle zum Endkunden (nicht nur im Foto-Bereich).

    Wie auch immer, ich habe gerade eine Email an Fotodiox verfasst und werde schauen, was sie antworten.
    Sonderbarer Rückschluss !

    Da Du die anderen beide QBM Objektive ja ohne "Knirschgeräusche" an den Adapter gebracht hast (und dort wohl auch kein "Vorschaden" ersichtlich ist in Deinen Aufnahmen), würde ich zunächst erstmal vermuten, dass das Objektivbajonett des Distagon
    nicht "Maßhaltig" ist, wenn alles andere passt bei den anderen Objektiven mit QBM Anschluss an diesem Adapter. .

    Wie Du nun darauf kommst, es läge am Adapter, erschließt sich irgendwie nicht. Nimm einen Meßschieber und messe den Abstand zwischen der Auflagefläche und der Unterseite der Bajonettkrallen.
    Tue dies bei all den gezeigten Objektiven mit QBM Anschluss. Hier geht es um 1/10mm

    Du solltest da eine entsprechende, negative Abweichung beim Distagon feststellen können, denn ansonsten ist es nicht erklärbar.

    Da kann zunächst der Adapter-Hersteller erstmal gar nichts dafür, wenn Du ein Objektiv, bei dem das Bajonett voraussichtlich nicht die geforderten Spezifikationen mitbringt (die anderen gezeigten beiden Objektive taten dies ja wohl), mit Gewalt in den Adapter würgst, ohne vorher zu klären, was dazu führt, dass es diese Unterschiede zwischen den QBM Bajonetten Deiner Objektive gibt.

    Wenn Du in der Reihenfolge --- > vorhandene Objektive an den neuen Adapter anschließen > klappt, dann hätte spätestens beim Distagon als Distagonklar sein müssen, dass hier ein falscher Abstand zwischen Auflagefläche und Bajonettkrallen ursächlich ist und ein "reinwürgen" sicherlich nicht zeilführend sein wird, sondern zunächst die Ursachenermittlung in Form von Meßmitteleinsatz hätte folgen müssen.

    Mein Posting in Deinem Frage/Suche-Thread nach einem Maßhaltigen Adapter hätte die "Alarm-Glocken" klingeln lassen müssen. Dort schrieb ich, das es eigentlich keine "maßhaltigen Adapter" gibt, weil Anzugsdrehmomente am Bajonett, unterschiedliche Chargen der Adapter, der Anschlüsse am QBM mit den jeweiligen Toleranzfeldern etc, die an einer alten SLR Kamera anders abgefangen wurden, nicht zwangsläufig dazu führen, dass an einem Adapter die Verhältnisse nicht immer exakt gleich sind.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Sonderbarer Rückschluss !

    Da Du die anderen beide QBM Objektive ja ohne "Knirschgeräusche" an den Adapter gebracht hast (und dort wohl auch kein "Vorschaden" ersichtlich ist in Deinen Aufnahmen), würde ich zunächst erstmal vermuten, dass das Objektivbajonett des Distagon
    nicht "Maßhaltig" ist, wenn alles andere passt bei den anderen Objektiven mit QBM Anschluss an diesem Adapter. .

    Wie Du nun darauf kommst, es läge am Adapter, erschließt sich irgendwie nicht. Nimm einen Meßschieber und messe den Abstand zwischen der Auflagefläche und der Unterseite der Bajonettkrallen.
    Tue dies bei all den gezeigten Objektiven mit QBM Anschluss. Hier geht es um 1/10mm

    Du solltest da eine entsprechende, negative Abweichung beim Distagon feststellen können, denn ansonsten ist es nicht erklärbar.

    Da kann zunächst der Adapter-Hersteller erstmal gar nichts dafür, wenn Du ein Objektiv, bei dem das Bajonett voraussichtlich nicht die geforderten Spezifikationen mitbringt (die anderen gezeigten beiden Objektive taten dies ja wohl), mit Gewalt in den Adapter würgst, ohne vorher zu klären, was dazu führt, dass es diese Unterschiede zwischen den QBM Bajonetten Deiner Objektive gibt.

    Wenn Du in der Reihenfolge --- > vorhandene Objektive an den neuen Adapter anschließen > klappt, dann hätte spätestens beim Distagon als Distagonklar sein müssen, dass hier ein falscher Abstand zwischen Auflagefläche und Bajonettkrallen ursächlich ist und ein "reinwürgen" sicherlich nicht zeilführend sein wird, sondern zunächst die Ursachenermittlung in Form von Meßmitteleinsatz hätte folgen müssen.

    Mein Posting in Deinem Frage/Suche-Thread nach einem Maßhaltigen Adapter hätte die "Alarm-Glocken" klingeln lassen müssen. Dort schrieb ich, das es eigentlich keine "maßhaltigen Adapter" gibt, weil Anzugsdrehmomente am Bajonett, unterschiedliche Chargen der Adapter, der Anschlüsse am QBM mit den jeweiligen Toleranzfeldern etc, die an einer alten SLR Kamera anders abgefangen wurden, nicht zwangsläufig dazu führen, dass an einem Adapter die Verhältnisse nicht immer exakt gleich sind.
    Ja, über den Kraftaufwand ärgere ich mich ja selbst auch. Ich wollte auch nicht ausschliessen, dass das Distagon eventuell zu "dick" ist, am Bajonettanschluss - aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es vorher keine Macke hatte. Ich vermute, dass der Adapter zumindest an dieser Ecke nicht ordentlich entgratet war, damit er so leicht reinschneiden konnte. Ich werde das mal nachmessen, aber bei meiner Schieblehre sind die Batterien leer, da muss erstmal Ersatz her (blödes Digitalzeug).

    Zitat Zitat von Tedat Beitrag anzeigen
    Was die Ähnlichkeit zu dem Pixco angeht... also ich würde mal sagen die sind dank gleichem Bajonet systembedingt. Für mich sieht der Pixco jedenfalls völlig anders aus und auch was die Materialwahl angeht haben die nicht viel gemein, der Pixco besteht aus Alu und der Fotodiox Pro aus Messing.. in deinem Fall leider eher Fluch als Segen.
    Zumindest für meine beiden Adapter habe ich nicht den Eindruck, dass sich sich in den Materialien unterscheiden. Ich vermute bei beiden, dass der schwarz eloxierte Teil aus Aluminium und der glänzende Bajonettteil aus Edelstahl ist. Der Pixco wiegt übrigens 100g, der Fotodiox Pro 90g. Sollte der Fotodiox-pro tatsächlich aus Messing sein, würde ich erwarten, dass er schwerer ist.

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    So ... machen wir mal weiter ...

    Rollei QBM Planar 50 1.8
    DSC01321.jpg

    Rollei QBM Tele Tessar 135 f4 (exemplar 1)
    DSC01319.jpg

    Rollei QBM Tele Tessar 135 f4 (exemplar 2)
    DSC01320.jpg

    und zu letzt das Problemkind:
    DSC01317.jpg

    Da ich aufgrund der Auflagefläche des Objektivs nicht optimal (also z.T. nur etwas schräg) mit der Schieblehre drankomme, habe ich leichte Messfehler. Diese schätze ich auf ca +/- 0.05mm

    Was anhand dieser Messungen klar ist (und von Henry auch schon erwähnt wurde): Es gibt z.T. bei den Rolleiobjektiven recht starke Unterschiede was die Dicke dieses Bajonettwulstes betrifft. Beim Distagon ist der Wulst gut zwei Zehntel dicker als beim Planar.

    Fortsetzung folgt ...

  4. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Nun kann man sich auf den Standpunkt stellen, bei solchen Schwankungsbreiten kann man dem Adapterhersteller ja keine Vorwürfe machen.
    Ich weiss nicht, was der von Rollei gegebene Sollwert und die erlaubte Toleranz war. Aber ein Designprinzip ist, dass man bei zu erwartenden Toleranzen ein entsprechend flexibles Element einbaut, dass die zu erwartenden Toleranzen ausgleichen kann. Da kam mir der Gedanke, was hat Rollei eigentlich gemacht ? Und nach meiner Rolleiflex SL35E gekramt (war mal Beifang). Alle Objektive erreichen daran (so gut man das mit dem Schnittbildentfernungsmesser erkennen kann) unendlich.

    DSC01313.jpg

    Alle Objektive lassen sich leicht, ohne Kraftaufwand, an die Rolleiflex bringen und sitzen spielfrei.

    Also mal das Bajonett der SL35 anschauen:

    DSC01322.jpg

    zum Vergleich, der Fotodiox-Pro Adapter:

    DSC01323.jpg

    Man erkennt auch ohne Schieblehre im Bild, dass die "Bajonettkrallen" beim Fotodiox-Pro Adapter wesentlich dicker ausfallen als beim Originalbajonett. Auch hier komme ich mit der Schieblehre nur schräg dran, aber die Rolleikrallen sind ca. 1mm dick, die Fotodiox-Krallen mehr als 2mm. Was man auf den Bildern nicht so gut erkennen kann ist die komplexere Federandruckmechanik beim Originalbajonett.
    Beim Pixco Adapter habe ich nicht gemessen und kein Bild gemacht, ist aber augenscheinlich näher am Rollei als am Fotodiox.

    Hätte ich die Messungen vorher gemacht, hätte ich es sicher nicht mit Kraft versucht. Aber in dem Moment habe ich nicht alles logisch durchdacht.

    Eine erste Email an Fotodiox habe ich gestern verfasst, diese Messungen hier werde ich auch noch nachliefern. Bin gespannt, ob eine Reaktion kommt.

  5. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Wie Du nun darauf kommst, es läge am Adapter, erschließt sich irgendwie nicht. Nimm einen Meßschieber und messe den Abstand zwischen der Auflagefläche und der Unterseite der Bajonettkrallen.
    Tue dies bei all den gezeigten Objektiven mit QBM Anschluss. Hier geht es um 1/10mm
    Das ist in der Tat der massgebliche Wert, der ist allerdings mit der Schieblehre schwerer zugänglich. Hier messe ich 5,4 mm im Rahmen der Messgenauigkeit, die ich hier aber mit meinen Mitteln nur auf +/- 0,1 mm einschätze.

  6. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    unterschiedliche Chargen der Adapter, der Anschlüsse am QBM mit den jeweiligen Toleranzfeldern etc, die an einer alten SLR Kamera anders abgefangen wurden
    Das ist in der Tat der springende Punkt. Das Rollei-Bajonett erlaubt mehr Elastizität.

  7. #7
    Fleissiger Poster Avatar von duckrider
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    Gratulierte zum 35er in der sexy 1.Version!
    Um der Wahrheit die Ehre zu geben, das QBM Bajonett war qualitativ nie der Weisheit letzter Schluss. Das eloxierte Alu ist für einen vielhundertfachen Wechsel deutlich zu weich. Ich habe kein einziges Zeiss oder Schneider oder Voigtländer QBM ohne deutliche Spuren am Bajonett, bei meinen Nikkoren ist es gerade umgekehrt. Geht halt nix über Messing verchromt.
    Wenn Du auf die Idee kommst, die drei Schrauben für einen Tausch gegen ein schöneres zu oeffnen, frag erst mal bei Henry nach, ich glaube, dass da innen was aushakt, was Ärger macht beim Zusammenbau.
    Ohne Dein 35er mäßig machen zu wollen, aber besteht nicht doch die Möglichkeit, dass das Bajonett an dieser Stelle von vornherein ein wenig eingedrückt sein konnte? So ein (kaum sichtbarer) Schaden ist aufgrund des hohen Gewichts schon nicht ganz ausgeschlossen.


    Viel Freude mit Deinem 35er
    Thomas

  8. #8
    Hardcore-Poster Avatar von DD_Ihagee
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    Wobei die Dicke welche Du gemessen hast wenig maßgeblich ist.
    Wichtiger ist der Abstand Auflagefläche-Innenflanke der Nut.

    skizze.jpg

    VG
    Holger

  9. #9
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    Zitat Zitat von DD_Ihagee Beitrag anzeigen
    Wobei die Dicke welche Du gemessen hast wenig maßgeblich ist.
    Wichtiger ist der Abstand Auflagefläche-Innenflanke der Nut.

    skizze.jpg

    VG
    Holger
    Hallo Holger,

    Habe ich auch gemessen, siehe Post Nummer 9. Da sind die Schwankungen innerhalb der Messgenauigkeit nicht so ausgeprägt.
    davon habe ich aber keine Bilder, da mir die dritte Hand zum bedienen der Kamera fehlt.

  10. #10
    Hardcore-Poster Avatar von DD_Ihagee
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    ... Da sind die Schwankungen innerhalb der Messgenauigkeit nicht so ausgeprägt...
    Wenngleich Dein Distagon da eigentlich etwas aus der Reihe tanzen müßte, da ja die anderen Objektive passen.
    Die Lage der Nut könntest Du am besten mit Parallelendmaßen prüfen; der gerne leicht verkantende Meßschieber ist da so etwas...suboptimal .

    VG
    Holger

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