Vielleicht eine einfachere Erklärung:
Der Schmutzpartikel sitzt auf dem Deckglas vor dem Sensor und wirft auf diesen einen Schatten.
Wenn Du eine Punktlichtquelle hast (Blende zu), wird der Schatten hart und abgegrenzt, da das Licht nur aus einer Richtung eintrifft.
Wenn Du eine eher flächige Lichtquelle hast (Blende offen), wird der Schatten weich, da Licht aus vielen verschiedenen Richtungen eintrifft.
Das ist ein Sachverhalt, den man sich in der Photograhie an vielen Stellen zu Nutze macht, aber meistens denkt man da z.B. an Beleuchtung für Portraits (grosse Softboxen oder bedeckter Himmel für flächiges Licht) und nicht an Staubpartikel auf dem Sensor.
Wäre der Schmutzpartikel direkt auf dem Chip und nicht mit einigem Abstand auf dem Deckglas, wäre es egal wie die Blende eingestellt ist - der Schmutzpartikel wäre immer scharf abgebildet.
Meine Methode um die Flecken sichtbar zu machen: In einem relativ dunklen Raum kleinste Blende einstellen, ISO 50 oder ISO 100 einstellen. Meistens wird dann eine Belichtungszeit von mehren Sekunden nötig sein. Ich richte dann die Kamera auf eine halbwegs helle Fläche (z.B. Rauhfasertapete) und bewege während der Belichtung die Kamera kontinuierlich. Durch die Bewegung wird jegliche Struktur im Motiv verwischt, aber da sich der Staub mit dem Sensor mitbewegt ist er nicht von der Bewegungsunschärge betroffen.


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