Zitat Zitat von paguru Beitrag anzeigen
Ich ziehe aus diesem Vergleich für mich die Schlüsse:

Das Yashica / Osawa Tominon 2.8/50 eignet sich für die Benutzung als Aufnahmeobjektiv besser als das Computar dL. Es hat sich erstaunlich gut geschlagen, oder anders gesagt: ich hatte vom Computar mehr erwartet. Das muss aber nichts damit zu tun haben, welches das bessere Vergrößerungsobjektiv ist. Laut Herstellerangaben ist das Computar auf einen optimalen Vergrößerungsfaktor von 10x ausgelegt - darauf deutet ja auch der Vergleich im Nahbereich hin. Ich hatte mir vorher nicht so bewußt gemacht, dass es da doch so einen Unterschied gibt, d.h. dass ein hochgelobtes Vergrößerungsobjektiv nicht unbedingt auch ein gutes Aufnahmeobjektiv ist.

Die stark unterschiedliche Farbwiedergabe - die deutlich wärmeren Farben beim Computar - führe ich auf die unterschiedliche Vergütung zurück. Das Computar scheint die blauen Anteile stark zu reflektieren oder zu streuen. Zu dem Thema haben wir ja gerade auch einen anderen Thread ...

Jetzt würde mich mal ein direkter Vergleich zwischen dem Yashica/Tominon und einem wirklich hochkarätigen V-Objektiv interessieren...
Vielen Dank für die Gegenüberstellung.

Sie stützt auch meinen Eindruck, das es sich beim Tominon um ein gutes Objektiv handelt. Ich nutze es gern und hab es aktuell an meiner Leica M8 in Betrieb.

Es hat in der Tat eine eher "kühle" Farbdarstellung. Neben dem APO Rodagon N 2.8/50mm und meinem Leica Focotar 2.8/40mm nutze ich es aus praktischen Gründen sehr gern und oft.
Beim APO Rodagon N stört mich die Blendenform (nur 5 Lamellen) und beim Focotar fehlt mir das 40.5er Filtergewinde für die Streulichtblende bei der Verwendung als Aufnahmeobjektiv.
Das Tominon hat sowohl das 40.5er Gewinde für die Streuli und eine 8 Lamellenkonstruktion der Blende... ist aber qualitativ nach meiner Einschätzung hinter dem EL Nikkor N 2.8/50mm anzusiedeln, das ich aber wieder weitergegeben habe.

Bei Deinem Vergleich hätte ich vom Computar ebenfalls eine höhere Leistung erwartet

LG
Henry