Ist zwar fernab vom Thema, vielen aber wahrscheinlich
nicht so bewusst, dass Digitalkameras üblicher Weise
ein Histogramm des JPG's anzeigen.
Ist zwar fernab vom Thema, vielen aber wahrscheinlich
nicht so bewusst, dass Digitalkameras üblicher Weise
ein Histogramm des JPG's anzeigen.
Schwerter zu Pflugscharen!
Sonnige Grüße aus der Schweiz
Michael
Na von den Rohdaten!
Aus dieser Ecke kam doch gerade die Gedankenentwicklung.
Nur so informiert das Histogramm wirklich konstant und wiederholsicher über das,
was die Technik aufzeichnet. Gesetzt den Fall, die Kamera lässt verschiedene JPG-Einstellungen
zu. (Die Mehrzahl der Apparate bietet wohl heutzutage diese Option), dann ändert sich mit jeder
Änderung der JPG-ooc-Parameter das Histogramm, obwohl die aufgezeichneten Rohdaten
die selben sind. Damit verliert das Histogramm seinen tieferen Sinn, nämlich ein
präzises Messinstrument für korrekte Belichtung / Tonwertverteilung zu sein.
Als Neueinsteiger in die Digitalfotografie war mir das anfangs nicht klar,
und erst seit der Erkenntnis werden die JPG-Voreinstellungen nie mehr angefasst,
damit das Histogramm wenigstens in einem festen Bezug zu den aufgezeichneten
Daten bleiben, wenn es diese schon nicht direkt anzeigen kann.
Erst das eröffnet die Möglichkeit, daraus zu lernen, und mit konstanten
Ergebnissen nach Histogramm zu belichten.
Grüße in die Runde vom Waldschrat
_
Die Rohdaten an sich sagen nichts aus! Du musst zuerst einmal angeben, wie du sie interpretieren willst. Auch wenn du alle Korrekturen auf Null schraubst, hast du einfach die Art der Interpretation (Ausarbeitung), wie sie dem Programmierer deiner Software am sinnvollsten erschienen ist.
Jedes Bild (auch das, welches dir der RAW-Konverter zeigt) ist eine Interpretation der Rohdaten. Es gibt hier keine Objektivität.
Sonnige Grüße aus der Schweiz
Michael
Ich habe nun gar keine Lust, mit Dir zu streiten.![]()
Aber: Die üblichen Sensoren, egal ob CCD, CMOS, usw... liefern ein ausschließlich von der Beleuchtungsstärke
der Pixel abhängiges analoges Signal, welches dann in einem AD-Wandler digitalisiert wird. Selbstverständlich
könnte man vollkommen objektiv diese Daten grafisch darstellen, bevor daraus irgendein Bild interpretiert wird.
Sollte dieser Gedankengang eine Lücke haben, bin ich selbstverständlich offen für Korrekturen und Ergänzungen.
Herzliche Grüße in die Runde
vom Waldschrat
_
Hallo Waldschrat
Bitte entschuldige, wenn ich zu heftig protestiert haben sollte, streitlustig bin ich im Moment zwar schon, aber nicht mit meinen Freunden; da gäbe es im Moment andere Adressen. Vielleicht kommt das momentan gerade ein wenig durch, dafür entschuldige ich mich herzlich.
Was ich gemeint habe, ist, dass der Sensor zuerst einmal einfach einen riesigen Datenhaufen liefert, der ohne sorgfältige Filterung, Anpassung, Verrechnung und Interpretation gar kein vernünftiges Bild liefert. Ein aussagekräftiges Hystogramm kann erst nach Durchlauf durch all diese Prozesse erstellt werden und da sind wir eigentlich schon wieder beim Bild.
Geändert von Tw463 (30.04.2015 um 22:43 Uhr)
Sonnige Grüße aus der Schweiz
Michael
Hallo,
das kann man von der Begrifflichkeit so nicht stehen lassen, auch wenn vielleicht erkennbar ist was gemeint wird:
Der Sensor liefert eine Matrix aus Luminanzdaten (Helligkeitswerten) der einzelnen Pixel, die insgesamt durchaus ein Bild ergeben. Bei Farbsensoren enthält diese Matrix auch keine Umrechnung in Farbwerte, so dass man durchaus von einem digitalen "Negativ" als Wortbegriff für eine Art Urbild sprechen kann.
Wenn ich keine Korrekturwerte angebe läßt sich daraus durch Faltung (=reversible mathematische Verrechnung) ein Farbbild bzw. bei entsprechender Arithmetik ein Schwarzweissbild umsetzen, so wie ich aus einem Negativ durch eine Standardbelichtung ein Positiv erzeugen kann.
In wie fern dieses Ergebnis dann dem Seherlebnis entspricht, dass ich von dem Motiv hatte und das meinem "Inneren Auge" als erwartetes Ergebnis des Bildes entspricht ist eine andere Frage. Dem Grunde nach stellt aber rein technisch das RAW eben dieses Negativ dar und damit ein vollständiges Bild. Was darin nicht enthalten ist kann ich allenfalls willentlich durch eine elektronische Bildverarbeitung hinzufügen - was im engeren Sinne dann aber bereits ein inhaltliches Verändern des Bildes darstellt. Alle anderen EBV-Schritte wie Farb-, Helligkeits- und Kontrastkorrektur, partielle Belichtungsanpassung etc. vollzieht nach, was ich am richtigen Lichtbild im Labor nachvollziehen kann oder was mir beim Aufnahmevorgang ansonsten Filter liefern.
Ich denke man muss an dieser Stelle darauf verweisen, das Fotografie Kunst UND Handwerk ist. Auf der einen Seite erzeugen wir rein technisch einen Bildträger, entweder auf Film oder digital. Letztlich endet damit die handwerkliche Bearbeitung der Bilderzeugung, alles danach, also die Fortführung des schöpferischen Prozesses zu einem Endprodukt, das unserer individuellen Darstellung des Motivs entspricht, ist ein selbständiger schöpferischer Prozess, für den die Technik eher weniger verantwortlich ist als die Fähigkeit des Künstlers, seinem Anspruch Ausdruck zu verleihen. Und das ist gut so, ansonsten wäre ausschließlich die technische Qualität des Aufnahmegeräts für das Ergebnis ausschlaggebend und der Fotograf nur schmückendes Beiwerk am hinteren Ende der Kamera, eine leicht erschreckende Vorstellung.
J.