ich zitiere mich mal selber (aus einem anderen Forum)
Ich finde es toll, daß heutzutage die laufenden "Betriebskosten" extrem niedrig geworden sind, auch wenn die Konsequenz dabei ist, daß man in einer Flut der Belanglosigkeit und Zufälligkeit ersäuft.
"..... abgekürzt klingt das nach "ich knips mal rum, mal sehen was anderen dazu einfällt".
Kein Erfolg versprechendes Konzept für die eigene Weiterentwicklung.
Die "Last" der digitalen Ära, in der nach Anschaffung des Equipments keine weiteren, signifikanten, Kosten entstehen.
Wenn dich 36 Bilder 10 Euro kosten würden (Film, Chemikalien, Papier für Kontaktabzug) und du dafür ein/zwei Stunden in der Dunkelkammer stehen müsstest, würdest du ziemlich schnell damit beginnen, dir über das Warum und Wie Gedanken zu machen "
Stört mich aber nicht wirklich, genauso wenig wie ich in jedes Konzert rein hüpfe, nur weil da irgendwie was mit Musik gemacht wird, genauso wenig sehe ich mir alle Bildangebote an oder goutiere jeden Trend.
Meine eigenen Fotografiergewohnheiten sind "analog", ich fotografiere also relativ wenig und eine Ausbeute von 12 guten Bildern/Jahr habe ich, egal ob analog oder digital, noch nie in meinem Leben erreicht, ziemlich unabhängig davon ob ich 500 oder 5000 Bilder/Jahr gemacht habe.
Generell betrachte ich die "Demokratisierung" der Fotografie, jeder der will, kann Bilder machen ... und bei Interesse auch seine Kompetenzen verbessern (muss aber nicht) als Positiv. Daß dabei manch gutes Bild ohne weitergehende Würdigung in der Masse untergeht, nun, das war schon immer so ;-}
Gursky ist nicht nur dadurch bekannt und berühmt, weil er so ein exorbitant exzellenter und wahnsinnig guter Fotograf und Medienkünstler ist, sondern weil er in den entprechenden Kreisen die entsprechende Förderungen hatte. Ab einem gewissen Grad der Bekanntheit, kann man dann auch handwerklichen Schrott abliefern, für den Unbekannte nichtmal mehr hämische Kommentare bekommen würden, weils der Aufwand nicht wert wäre.
Bilderflut? Ja, gibt es, mir persönlich aber egal.


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