Eine KB-Kamera ist meiner Meinung nach nicht der beste Weg um mit überschaubarem
Aufwand ausreichend Reichweite bei der Tierfotografie zu erzielen, ich benutze deshalb
für diesen Zweck eine APS-C Kamera.
Ich rate zur "Konverterknipse", also zur APS-C Kamera. Das macht dann aus einem
70-300 ein "112-480" ohne einen Konverter benutzen zu müssen. Beim 70-300 rate
ich nicht unbedingt zum Canon, das Tamron 70-300 VC ist optisch bei offener Blende
etwas besser, nach einem Vergleich der beiden hat sich mein Bruder für das Tamron
entschieden.
Von den Sigma 120-400 OS bzw. 150-500 OS hab ich bislang nur wiedersprüchliches
gehört, das Sigma 50-500 OS soll sogar besser als die beiden sein, aber handlich ist
was anderes.
Wenn es um lange Brennweiten geht so klingt ein Spiegeltele verlockend, aber die
Bauart bedingten Unschärfekringel sind oft sehr störend. Da ist eine gute herkömmliche
Festbrennweite die bessere Wahl.
Canon hat ein relativ kompaktes und leichtes (naja, 1,25 kg hat es trotzdem) 5,6/400 L
im Sortiment. Es ist sozusagen das Demonstrationsobjektiv das zeigen soll wie nahe
optische Gläser, in diesem Fall Super-UD Glas, in Sachen anormaler Teildispersion den
CaF2-Linsen gekommen ist. Auch wenn das Objektiv schon vor 20 Jahren auf den Markt
kam ist es in Sachen Abbildungsleistung gleichauf mit dem 2,8/400 L IS USM II und wird
lediglich vom 4/200-400 L IS USM ein kleinwenig überflügelt. Aus heutiger Sicht gibt es
zwei Kritikpunkte an dem Objektiv: eine relativ große Naheinstellgrenze von 3,5 m und
ein fehlender Bildstabilisator.
Viele Grüße
Helmut



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