Also ich würde zu allererst mal die von Dir erwähnten Objektive normal - also nicht in Retrostellung - an den Balgen anschließen. Und dann ein wenig spielen.
Dazu verwende ich gern Millimeter-Papier als Motiv, um bei unterschiedlichem Balgenauszug und unterschiedlicher Brennweite folgende Größen zu ermitteln:
1. Abbildungsmassstab
2. Aufnahmeabstand
3. Schärfe
4. Verzeichnung
Wobei ich mir sicher bin, dass das 85iger die "bessere" Brennweite wegen des größeren Aufnahmeabstandes ist.
Ob die Entfernungseinstellung am Objektiv einen wesentlichen Einfluß hat? Das bezweifle ich, weil die verhältnismäßig kurze Einstellschnecke am Objektiv sehr viel weniger Einfluß auf den Abstand Linse - Sensor hat als das lange Balgengerät. Aber auch das ließe sich durch eigene Experimente herausfinden.
Wenn Du dann erste Ergebnisse hast, dann zeige sie uns doch hier.
Viel Spaß wünscht
Fraenzel
P.S.
Henry hat früher eine Backsteinmauer fotografiert, um die optische Qualität eines Objektives zu ermitteln. Meine Backsteinmauer ist Millimeterpapier...
Hier ein Beispiel. Die Aufnahme entstand mit einem Rodenstock Ysaron Vergrößerungsobjektiv 1:4,5/75 mm bei Offenblende und maximalem Balgenauszug (hier 20 cm). Der Aufnahmeabstand zwischen Vorderlinse und Millimeterpapier betrug 9 cm.
Ysaron_4,5_max_Balgen_0558_1000.jpg
Der so ermittelte Abbildungsmasstab beträgt ca. 2,2:1 bezogen auf den APS-C Sensor - also schon Lupenfotografie. Und wie man hier auch schön sehen kann, ist eine Verzeichnung nicht wahrnehmbar.


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