Ist aber schon klar, das ihr da einen "Ladenhüter" von Anfang 2009 ausgegraben habt, oder?
Aber einerlei.. ich sehe es so wie Jörg... es gibt kein besser oder schlechter ohne echte Vergleiche und Festlegung der Kriterien, nach denen dies bewertet werden soll.
Es geht vielmehr immer darum, ob man selbst mit dem zufrieden ist, was man sich da grad ins Haus geholt hat.
Zeiss und Leica sind beides Namen wie Donnerhall, waren und sind sie in großen Teilen auch heute noch, prägend für die Entwicklung der Objektive. Und diese Ingenieurskunst war eigentlich für alles, was wir heute vor unseren Kameras haben, prägend und Etnwicklungen wurden weltweit von allen aufstrebenden Herstellern anderer Nationen kopiert.
Diese "Federführung" geschah aufgrund der wissenschaftlichen Forschung in Bezug auf die Optik, Glasmischungen und der bei den Herstellungsverfahren angewandten Präzision.
Schon von daher sind diese technologischen "Führerschaften" alter Tage eben immer auch mit im Spiel bei der Betrachtung des Wertgedanken einer Linse.
Direkte Vergleichbarkeiten finden sich selten.. und Serienstreung verbieten meist ebenso eine Beurteilung..
Im Grunde sind die im gesamten Internet zusammengetragenen Bewertungen.. besser/schlechter .. nur Maßstäbe für die Zufriedenheit der Besitzer mit den Abbildungsleistungen ihrer gekauften Altobjektive, und auch nur derer, die sich dann zuffällig im Internet dazu äußern.
Und das ist immer eine quantitative und keine qualitative Betrachtung..
Allein, durch die quantitativen Meinungsbilder - also Menge der positiven/negativen Berichte von Usern - läßt sich auf ein qualitatives Niveau nur folgern. Eine Aussage darüber, wieweit ein Objektiv für den beabsichtigten Zweck taugt oder die Anforderung die ein Suchender damit verfolgt erfüllt, läßt sich aus solchen Aussagen ohnehin nicht bestimmen.
Deshalb auch diese gesamten Bildvergleiche, Streßtests und abnormalen Bedinungen (gleißendes Sonnenlicht, metallische Oberflächen etc) denen wir hier die Objektive zum Teil unterziehen.. sie geben ein Portrait einer Linse unter bestimmten Umständen ... mehr nicht.
Ob der Nutzer nun wert auf absolute Schärfe, Streulichtunempfindlichkeit, ein feines Bokeh, geringe CAs oder das Fehlen jeglicher Abberationen, Vignettierung und sonstiger Fehler legt, kann man nur denken und von sich selbst auf andere schließend erahnen,.. wissen tut man es nicht. Etliche "Linsen-Freaks" hier unter uns, legen gerade wert darauf, die vorhandenen Fehler als Bildgestaltungsmerkmal mit in ihre "Kompositionen" einzuarbeiten um damit eigentlich alltägliche Situationen ein wenig "aufzupeppen" oder sich Effekte zu nutze zu machen...
Wer also will bestimmen, was besser oder schlechter ist, ausser dem Nutzer selbst, der festlegt, ob eine Linse seinen Geschmack trifft und etwas "Besonderes" mitbringt?
LG
Henry


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