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Thema: Gemälde fotografieren

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Standard AW: Gemälde fotografieren

    Stiichwort: Farbmanagement. Meine Zusatzüberlegung gehört zwar eigentlich nicht zu diesem Thema, aber trotzdem:
    Könnte es sein, dass manche Farben sich auf einem Foto nicht so darstellen lassen, wie wir sie mit dem blossen Auge sehen?
    Extremes Beispiel ist vielleicht eine sog. "Leuchtfarbe" (Neonfarben und selbstleuchtende Acrylfarben).
    Ich weiß nicht, welche Möglichkeiten es da außerdem noch gibt.
    Ich weiß auch (noch) nicht, ob das im vorliegenden Falle überhaupt zur Diskussion steht.

  2. #2
    Moderator Avatar von Padiej
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    Standard AW: Gemälde fotografieren

    Wenn Du spezielle reflektierende bzw. leuchtende Farben meinst, dann wird es schwierig, diesen Effekt auf den Sensor der Kamera zu bekommen.
    Friedensreich Hundertwasser hat mit glänzenden Folien gearbeitet, und diesen Effekt kann man mit einem Foto nicht erreichen.

    Ev. kännen 2 Neonröhren links und rechts vom Bild (oder oben und unten) eine gute Ausleuchtung schaffen.
    Da muss man sich sicher eine Zeit lang probieren, bis alles passt.
    LG PETER (Freund manueller Objektive)
    Sony A7 & A7 IV, A77II, Nex5n, Panasonc FZ1000 & LX7,
    Fuji S2pro & S9600

    Objektive von 14mm - 500mm (auch mit Autofokus)
    https://www.flickr.com/photos/asahitak/

  3. #3
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    Standard AW: Gemälde fotografieren

    Zitat Zitat von Padiej Beitrag anzeigen
    Wenn Du spezielle reflektierende bzw. leuchtende Farben meinst, dann wird es schwierig, diesen Effekt auf den Sensor der Kamera zu bekommen.
    ....
    Nein, die meine ich nicht, denn das ist mir schon klar.
    Ich stelle nur die Frage, ob es vielleicht Maler-Farben gibt,
    die Beimischungen haben,
    die sich ähnlich auswirken wie die bei solchen fluoriszierenden Farben.
    Das sollte man ja rausfinden können, aber vielleicht hat hier jemand die Kenntnisse dazu?

  4. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Standard AW: Gemälde fotografieren

    Farbabweichungen koennen viele Ursachen haben, Farbmanagement ist so eine Sache fuer sich von der ich nur wenig Ahnung habe.

    Allerdings kann eine Lampe deren Licht sich auf einige wenigen spektrale Peaks konzentriert (manche Neonroehren, Energiesparlampen, LEDs) fuer eine so schlechte Farbwiedergabe sorgen, dass Dir der beste Weissabgleich und das beste Farbmanagement nicht weiterhelfen werden.

    Die von mir genannte Variante mit Beleuchtung von der Seite funktioniert bei geeigneter Anordnung uebrigens auch bei spiegelnden Oberflaechen (Glasrahmen) solange sie einigermassen plan sind. Nur wenn der Farbauftrag so dick ist, dass es wellig ist (und dadurch die Oberflaeche unter vielen verschiedenen Winkeln zu sehen ist) funktioniert das nicht und man muss wie von Keinath geschildert zu polarisierter Beleuchtung und Polarizer vor der Kamera greifen (und ggf. verschiedene Aufnahmen in der EBV kombinieren).

    Ich stimme aber den oben genannten Vorschlaegen mit Tageslicht (am besten diffus wolkig) zu, damit lassen sich Glanzlichter zwar nicht voellig vermeiden, aber sie sehen zumindest natuerlich aus. Da sollte sich auch eine gute Farbwiedergabe erzielen lassen.

  5. #5
    Hardcore-Poster
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    Standard

    das greife ich jetzt nochmals auf.

    Oben genanntes Buch ist sein Geld wert, hier ist auch m.E. die Qualität der Übersetzung egal, da die Fakten entscheiden.

    Ich bin gerade im tiefen Zweikampf mit 25 polierten Steinplattenmustern ca 30cm x 30cm, habe Polfolien vor den Lampen und Filter vor der Linse probiert, kurzen und weiten Abstand, wenige und viele Reflektoren, kurz und lang belichtet, kurze Brennweite und lange (60mm - 180mm)
    die fast reinweisse Kunststeinplatte und die fast schwarze Granitplatte mit Kristalleinschlüssen können eine schwere Jugend vor Gericht ersetzen
    Inwischen bin ich bei folgendem Aufbau angelangt: Platte von 2 Tageslicht Fotolampen ( Winkel << als Reflexionswinkel in der Aufnahme) beleuchtet - über Schirm reflektiert, großen Reflektor von schräg unten, Kamera hinter schwarzem Karton mit ausgeschnittener Linse, 180mm, F8, X Rite Farbkarte daneben, um später im Rechner Weissabgleich und Luminanz zu optimieren.
    Das Spannendne ist, daß der Steinmetz, für den ich das ausführe, den Stein völlig anders sieht als ich - ich könnte das also garnicht feintunen.

    Polfilter habe ich nicht nehmen können, da ich nur einen für meine Nikon Micros habe ( 60mm AFD - rennt ins Leere, 105mm AFS - pumpt bis ich keine Lust mehr habe ) beide sind zu nahe und die Kamera/Linsenöffnung und Glas ist gut sichbar im Bild, also hilft auch MF nicht. Meine Wunderwaffe, für die ich aber kein Polfilter greifbar habe, ist das 180 CV, damit bin ich weit genug weg, daß die schwarze Kameraverkleidung greift.

    Mit Bildern geht es mir oft so, aber das je ist ein Bild und keine Serie, also warte ich den Moment ab, wo ich ins Freie gehen kann und nehme den Polfilter vor die Linse. Das geht dann ganz schnell auch mit den kurzen Brennweiten...ich werde die Lampentour an größeren Gemälden mal ausprobieren, habe gerade wieder eins zum reinigen und neu rahmen da
    Thomas

    Glas ist magnetisch - mein Linsenschrank ist der Beweis

  6. #6
    verstorben Avatar von Fraenzel
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    Hallo Thomas,
    ein wirklich interessantes Projekt. Zeig uns doch mal je ein Beispiel einer schwarzen und einer weißen Platte, damit man sieht, wo noch etwas zu verbessern ist.
    Ganz offensichtlich sind die Platten so arm an Strukturen, dass weder eine af- noch mf-Fokussierung klappen will.
    So aus dem Bauch heraus würde ich folgendermaßen vorgehen:
    1. an einem bewölkten Tag draußen fotografieren und die Platten so zum Licht aufstellen, dass ein Maximum an Kontrast sichtbar wird.
    2. auf die weiße Platte ein schwarzes Etikett aufkleben und auf die schwarze Platte ein weißes Etikett und mit Hilfe dieses Etiketts manuell vom Stativ aus fokussieren.
    3. das Etikett entfernen und mit dieser Fokussierung auslösen - wobei ich ein Objektiv mit geringster Verzeichnung einsetzen würde (am Crop wohl ein 35 mm Objektiv).
    4. und natürlich im RAW Format aufnehmen, um evtl. den Weißabgleich zu korrigieren.
    Ob´s funktioniert? - da hilft nur trial and error.
    Gruss Fraenzel

  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", Fraenzel :


  8. #7
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    Standard ironieverdacht

    bin ich allein mit meiner auffassung,
    daß fraenzel uns ein bissi auf die schippe nimmt?



    hallo!

    dieser beitrag ist irrtümlich ins forum gelangt.
    grund war ein virenangriff auf meinen browser,
    aufgrund dessen ich das forum nur im quelltext lesen konnte.
    so kam es,
    daß ich fraenzels beitrag im gewirr des quellcodes mißverstanden habe.
    von daher ist meine vermutung,
    fraenzel nähme uns im gegenständlichen fall auf die schippe,
    gegenstandslos.

    mit freundlichen grüßen
    werner
    www.yaddac.blogspot.com

  9. #8
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    Zitat Zitat von thomas56 Beitrag anzeigen
    ...Polfilter habe ich nicht nehmen können, da ich nur einen für meine Nikon Micros habe ( 60mm AFD - rennt ins Leere, 105mm AFS - pumpt bis ich keine Lust mehr habe ) beide sind zu nahe und die Kamera/Linsenöffnung und Glas ist gut sichbar im Bild, also hilft auch MF nicht. Meine Wunderwaffe, für die ich aber kein Polfilter greifbar habe, ist das 180 CV, damit bin ich weit genug weg, daß die schwarze Kameraverkleidung greift...

    Wenn Du beim normalen Reproaufbau das Objektiv im Bild reflektiert siehst, wäre dass ne klassische Anwendung für eine Großformatkamera mit Parallelverschiebung von Objektiv oder Film. Oder halt ein Shift-Objektiv mit ausreichender Verstell-Reserve.
    Falls man weder Großformat noch Shift hat, sehe ich auch noch weitere Möglichkeiten:
    Entweder reicht schon die geringere Auflösung, wenn man die Platten nicht aus der Mitte senkrecht aufnimmt, sondern die Platten im Sucher nur in die eine Seite des Suchers einopaßt, oder sogar noch etwas weniger. Oder die Platten schräg aufnehmen, und dann am Rechner entzerren - dafür wäre eine langbrennweitige Optik gut.
    Mit den Methoden hast Du auch die Möglichkeit die Oberflächenstruktur der Platten eventuell durch geeignete Reflektoren oder schwarzen Molton/Samt zu akzentuieren.

    LED Leuchten scheinen mir nicht geeignet - außer sie haben nen sehr guten Farbwiedergabeindex >90 und ein Spektrum ohne Lücken.
    Glühlampen / Halogenlampen + Filterung + Wärmeschutz sind ideal von der Farbwiedergabe (Farbwidergabeindex bis 100). Gute Tageslicht-Leuchtstoffröhren erreichen einen sehr hohen Farbwiedergabe-Index von 95 oder auch höher.
    ---------------------------------------------------------------------------
    Kameras und Zubehör selbst reparieren, umbauen oder gänzlich selbst erstellen:
    http://www.4photos.de

  10. #9
    verstorben Avatar von Fraenzel
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    Wie man unschwer lesen kann, findet Dein Projekt großes Interesse mit den hier vorgebrachten unterschiedlichsten Vorschlägen. Leider sind diese Vorschläge schwer unter einen Hut zu bringen - das macht das Thema umso spannender. Auf Deine Fokussierproblematik wird hier zu wenig eingegangen - auch nicht von den Experten.
    Da bin ich mal gespannt wie´s weitergeht.
    Gruss Fraenzel

  11. #10
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    Zitat Zitat von Keinath Beitrag anzeigen
    Oder die Platten schräg aufnehmen, und dann am Rechner entzerren - dafür wäre eine langbrennweitige Optik gut.
    Mit den Methoden hast Du auch die Möglichkeit die Oberflächenstruktur der Platten eventuell durch geeignete Reflektoren oder schwarzen Molton/Samt zu akzentuieren.
    So würde ich das auch versuchen.

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