Tja, meine Geschichte ist bei weitem nicht so umfangreich und meine Sucht noch lange nicht so chronisch, wie die der meisten anderen hier.

Im Prinzip fing bei mir alles damit an, dass sich ein gute Freund von mir sich Mitte '06 eine 400D geleistet hat. Damals hatte ich noch gar nichts mit Fotografie am Hut und hielt ihn für verrückt, ob seines Vorhabens sich ein Objektiv für 500€ zu holen (17-40/4). Nach und nach fand ich aber gefallen an seinen Fotos und auch an der Art der Kamera, der Technik also.

Daraufhin fing ich an Geld zusparen, bin arbeiten gegangen und habe mich den größten Teil meiner Freizeit im dslr-forum aufgehalten, um so viel wie möglich zu erfahren. Meine Neugier war schlicht ein Fass ohne Boden.
Frühjahr '07 war es dann endlich soweit und ich konnte mir die damals im Abverkauf befindliche D70s mit Kitobjektiv holen. Kurze Zeit später bin ich dann wegen eines Auslandsjahres auf eine Canon 10D (Metallgehäuse) mit 24-85 umgestiegen. Mit nach Neuseeland nahm ich auch eine EXA 1c meines Großvaters, mit dem Flektogon 35/2.4, das mir ein Freund mit der Bemerkung überließ "Kannste haben, ist eh Schrott."
Nun, das Problem war nicht das Flektogon, sondern die EXA. Nach 2 liebevoll gefüllten Filmen (für jeden brauchte ich ~4Monate) musste ich einsehen, dass es damit nicht mehr wird, denn die Negative kamen stets leer zurück. :redeye:

Herbst letzten Jahres fand ich dann endlich zurück zu den manuellen Linsen, als auch erstmalig zu den analogen Kameras, da ich mich endlich wieder Tag und Nacht mit Vor- und Nachteilen, dieser oder jener Linsen beschäftigen, und der möglichst kostengünstigen Anschaffung beschäftigen konnte, ohne horrende Summen aufwenden zu müssen. Schlichtweg eine perfekte Besänftigung für meinen Jagd- und Sammlertrieb, ohne 1Jahr für 1 Anschaffung sparen zu müssen. Die Qualität der Objektive, das Anfassgefühl, die volle Kontrolle über das Foto und die Bildqualität waren natürlich genauso immense Vorteile und eine Freude für mein Herz. Das geht wohl den meisten von euch Freaks hier.
Es gibt doch kein (fast) schöneres Gefühl, als am sanftlaufenden Fokusring eines grundsoliden Objektives zu drehen, dass noch echte Wertarbeit verkörpert.

Von Anfang an hat mich die Technik und die Jagd nach der bestmöglichen Lösung beinahe ebenso fasziniert, wie der Prozess des Fotografierens an sich. Dabei sind mir Wertigkeit und Qualität wesentlich wichtiger, als das allerletzte Feature.
Das Fotografieren mit meiner Spotmatic macht mir persönlich mehr Spaß, als mit der 40D, vielleicht gerade weil die Spotmatic nichts kann. Doch mit Dias lässt sich wesentlich weniger anstellen. Irgendwann nenn ich bestimmt eine M8 mein Eigen. Darauf spar ich dann die nächsten 10 Jahre.


Genug genervt, ein paar Linsen wollen befingert werden.



Immer gut Licht!