Hallo, klar ist es so mit verschiedenen Meinungen.

Aber ich möchte hier halt die Gelegenheit nutzen, eben auch die Erkenntnisse weiter zu geben, weil die Informationen sehr rar sind. Und dabei geht es mir eben nicht um die Frage ob gut oder schlecht, sondern was stelle ich persönlich dabei fest im Umgang mit diesen Objektiven.

Deshalb poste ich hier mal kräftig weiter in meinem Thread, denn falls jemandem mal diese Objektive über den Weg laufen, kann er sich vielleicht ein Bild davon machen, was das für Teile sind. Auch ich habe das, wie man an meiner Eingangsfrage merken kann, nicht gewußt.

Deshalb aufgrund guten Wetters in Kiel nun einmal ein paar Langweilige Mauerfotos, aus denen man das Auflösungsvermögen der Yashinon Teleteile
ableiten kann:
Dies ist ein äußerst simpler Testaufbau in dem es darum geht, die Yashinon Teleobjektive gegen andere bekannte Kandidaten antreten zu lassen.

Dieser Test ist höchst subjektiv und keinesfalls unter idealen Umständen entstanden.
Alle Vergleichsbilder sind mit Schärfung 3 an einer EOS 5 D entstanden.
Die Vergleichskandidaten im einzelnen:

Test des 135mm Yashinon, Lichtstärke 2,8:

Leica Elmarit 135/2,8 in der 2 Cam Version für Leicaflex SL/SL2 (Bj. etwa 1970).
Yashinon DS-M 135/2,8 von 1976

Leica 135/2,8 ist bereits bei 2,8 scharf.
Yashinon erreicht die gleiche Schärfe erst bei Blende 4 !
(vorher ist das Yashinon deutlich „weicher“, ähnlich dem Pentax 135er/3,5 welches ich aber seit längerem wieder abgegeben habe)

Hier ist also ein realer Verlust gegen das Elmarit im Bereich der Schärfe vorhanden.



Test des 200 mm Yashinon, Lichtstärke 4.0

Das 200mm Yashinon habe ich als Referenz das Canon 70-200 L, 4.0 USM
herangezogen und auf 200mm benutzt. Ferner musste sich das 200er gegen ein extrem gutes Exemplar eines Pentacon 4/200 behaupten.

Wie bereits beim 135er ist bei Offenblende das Yashinon 200er etwas weich.

Aber bereits bei Abblendung um 0,5 Blendenstufen ist am Bildschirm kaum ein Unterschied zum Bild des 70-200mm erkennbar.

Das Pentacon 200mm/4 ist in etwa vergleichbar weich mit dem Yashinon !
Obwohl aufgrund der 15 Blendenlamellen sicher ein schöneres Bokeh zu erwarten ist.



Fazit: Verlust einer halben Blendenstufe gegenüber dem Pentacon 200/4 und gegenüber dem 70-200 L, wobei das Pentacon doch etwas weich wirkt.

Insgesamt ist mein Fazit aus dem Test, das alle Yashinon Objektive sehr brauchbar sind und bei entsprechendem Nachteil von ca. 1 Blendenstufe hervorragende Ergebnisse zeigen. Letztlich sind die Kandidaten gegen die die neuen (gebrauchten) Yashinon DS-M Objektive hier angetreten sind, nicht von schlechten Ältern.



Hier die Links der Bilder zum 135er Vergleich..

Hier das Leitz Elamrit 135er bei Blende 2,8
http://www.computerluchs.de/privat/leitz 135_2_8.JPG

Hier das Yashinon 135er bei Blende 4
http://www.computerluchs.de/privat/yashinon 135_4.JPG



Hier die Links zum 200er Vergleich:


Hier das Canon bei Blende 4
http://www.computerluchs.de/privat/canon 70_200_4.JPG


Hier das Yashinon bei Blende 4,5

http://www.computerluchs.de/privat/yashinon 200_4_5.JPG



Hier noch das Bild vom Pentacon 200 bei Blende 4
http://www.computerluchs.de/privat/Pentacon 200_4.JPG



Bilder aus dem realen Leben werden folgen, da die Lichtverhältnisse sich hier gebessert haben und ich nun einige Testfotos im Hafen schießen kann..

Zum Schluss werde ich mir in einem weiteren Post erlauben, dann eine kleine Übersicht mit Bildern der mit den Yashinons gemachten Bilder einzustellen, die meine gute Meinung zu diesen Objektiven belegen werden.


Liebe Grüße
Hinnerker