Hallo!

Es geht mir darum - aktiv zu lernen und auch mein Wissen weiterzugeben.

Es ist alles in Büchern und anderen Foren geschrieben worden. Wir werden hier kaum etwas Neues entdecken oder erfinden.

Aber dieses aktive Miteinander, das portionsweise Servieren von Informationen ist meiner Meinung nach "gehirngerechter", als das gesamte DSLR-Forum durchzuackern.

Weiters über wir hier auch den Umgang miteinander, Respekt und Humor sollten im Vordergrund stehen - frustrieren kann man sich im Alltag oder beim Zeitunglesen genug.

Ich habe gestern neben einem Berufsfotografen "gearbeitet". Es war gestern eine Laufveranstaltung mit Landeshauptmann und Presse.
Natürlich habe ich den Fotografen angesprochen, als er mit seiner Nikon-Ausrüstung neben mir stand. Seine erste Frage war, für wen ich denn fotografiere -
eine 1 D ist fast ein Presseausweis -

Er war sehr gesprächig und erklärte mir die Welt der Fotografie aus seiner Sicht, um wieder auf dieses Thema zurückzukommen:

Seine Standpunkte zusammengefasst:

Das Objektiv ist das Wesentlichste.

Der Body ist relativ egal, D40, D200, D700 - auch mit der kleinen D40 kann man super Arbeiten (er hatte diese 3 Bodys dabei)

Crop ist logischerweise für die Teleobjektive besser, aber generell ist es für seinen Fotojob (Berichte, Hochzeiten) egal, ob Crop oder FF.

Das Licht ist das Um und Auf (Blitz muss hochwertig sein).

Mittelformat ist sehr toll, aber digital zu teuer, da muss man noch 5 Jahre warten.

Der Unterschied der Qualität zwischen Zoom und Festbrennweite ist bei Portraits, Sport, Bewegung, und frei Hand unerheblich, da man immer leicht verwackelt.

6 MP sind genug - alles andere ist eine Reserve für Ausschnitte (wenn man das falsche Objektiv montiert hat), geht aber auf Kosten der Qualität.

Foren sind wesentlich techniklastiger als die Fotografen es sind. Die Testerei wird zum Selbstzweck.
Die Foren vergleichen oft Äpfel mir Birnen und Hobbyfotografen träumen von Ausrüstungen, die sich nur Berufsfotografen leisten, wenn es absolut notwendig ist.
Dabei wird auf das Handwerk vergessen, auf das Fotografieren selber, ohne Rücksicht auf das Werkzeug.

Viel wesentlicher ist die Bildgestaltung, das Wissen, wie man gut abbildet.
Hier kommt es nicht so auf die Kamera an, sondern auf den Benutzer.

(darüber denke ich oft nach - aber ich sehen dieses Testen auch als Übung für das "richtige" Motiv)


Thomaswilli schreibt:

Bleiben wir beim Normalobjektiv.
Es ist nicht nur deswegen "Normal" weil die Diagonale der Brennweite in etwa entspricht,
sondern auch, weil sich unter diesen Bedingungen ein ganz bestimmter Bildwinkel ergibt.
Und dieser läßt ein "angenehm wirkendes" Foto entstehen.

Genau - das 50mm verzerrt nicht, und man hat keine Vergrösserung/Verkleinerung - man kann sich das Bild gut vorstellen, man bekommt schnell ein Gefühl dafür.

Ich persönlich fotografiere gerne mit dem 50mm, leider ist es mir Innen (durch den Crop) oft zu weit.

Außen ist es super (wenn ich mich weit genug vom Motiv wegbewegen kann)

Weiters eignet es sich gut für Panoramen - da es eben nicht verzerrt und es in der Regel sehr scharf und kontrastreich abbildet.

mfg Peter