Vielen Dank Christian
Kannst du das mit dem Helicoid noch näher erläutern ?
Die Naheinstellgrenze des Objektives ist ca. 70 cm. Komme ich mit dem Adapter nicht so nah ran? Und ist damit unendlich möglich?
LG
Vielen Dank Christian
Kannst du das mit dem Helicoid noch näher erläutern ?
Die Naheinstellgrenze des Objektives ist ca. 70 cm. Komme ich mit dem Adapter nicht so nah ran? Und ist damit unendlich möglich?
LG
Aber gerne doch... Mit dem Adapter alleine kannst Du zwischen 70cm und Unendlich fokussieren, genau wie auf dem Objektiv graviert.
Wenn Du jedoch näher als bis 70cm fokussieren möchtest, dann musst Du mit Zwischenringen, oder eben mit einem zusätzlichen Helicoid Adapter arbeiten. Dann ist aber kein Unendlichfokus mehr möglich.
LG, Christian
Vielen Dank gladstone
Das passt dann - je nachdem wie der Adapter konstruiert ist könnte ich mir vorstellen das ich noch den TC 1.4 dazwischen flanschen kann.
Auf diesen Faden bin ich gestoßen weil ich schauen wollte ob schon jemand das Zeiss Jena Biotar 2/40mm hier vorgestellt hat. Anscheinend nicht aber ich bin auf das Xenon gestoßen.
Zu dem Objektiv kann ich folgendes sagen, die Konstruktion beruht auf das Kleinbild Xenon 2/50mm von Tronnier, es hat sechs Linsen in fünf Gruppen.
Der Konstrukteur griff dieses Design wieder auf als er bei Voigtländer unter Vertrag war. Hier schuf er aus dieser Rechnung das Voigtländer Ultron 2/50mm. Den Urvater aller modernen Standard Objektive.
Das Xenon für den Robot wurde später ebenfalls neu gerechnet, die Konstruktion mit den alten Gläsern war nicht mehr zeitgemäß.
Diese neueren Xenone sind deutlich besser als die alten aus den späten 1940ern, frühen 1950ern.
Die schwarz eloxierten Objektive sind optisch die besten, sie wiegen deutlich weniger weil sie eine Fassung aus Aluminium bekamen.
Wie ich halt festgestellte hat noch niemand das recht seltene Biotar 2/40mm getestet. Ich hatte es mir vor vielen Jahren an meine Leica M6 adaptiert und damit recht viele und gute Aufnahmen gemacht. Besonders gut gefiel es mir an der Epson RD-1 die aber nur APSc Format hatte. War trotzdem eine coole Kamera.
Da ich noch ein Biotar im Fundus habe interessiert es mich inzwischen wie es an einer Vollformat Digitalkamera performed.
Übrigens ist es eines der ersten vergüteten Objektive überhaupt, original vergütet im Produktionsjahr 1938! Zu erkennen an dem roten T.
Diese Objektive wurden nach dem Krieg auch nachträglich vergütet, dann fehlt aber das T in der Gravur.
Wenn das Wetter freundlicher wird werde ich Aufnahmen damit machen, so habe ich noch Zeit mir einen Adapter dafür zu bauen.
Hallo zusammen,
nachdem ich das Biotar 2/40, und zwei höchst unterschiedliche Xenon 1,9/40, jeweils mit Anschluß für die
Robot Kamera habe, kann ich eventuell etwas Licht ins Dunkel bringen.
Das alte Xenon stammt aus der Zeit zwischen 1942 und 1948 und ist ein komplett unvergüteter 4-Linser
(4 Linsen in 4 Gruppen, vermutlich ein Ernostar-Typ).
Das neuere Xenon stammt aus den frühen 70er Jahren und ist ein vergüteter 6-Linser (6 Linsen in 4 Gruppen,
das ist sicher, da ich es zerlegt habe).
Über ein Xenon 1,9/40 mit der Konfiguration 6 Linsen in 5 Gruppen ist mir nichts bekannt, hier wäre es
interessant zu wissen welche Seriennummern einschlägig sind.
Das Biotar wiederrum ist ein 6-Linser (6 Linsen in 4 Gruppen). Mein Exemplar ist ein überaus seltenes
vergütetes Objektiv mit der "T" Beschriftung. Fast alle angebotenen 40mm Biotare sind komplett unvergütete
Exemplare. Ausgehend von den Seriennummern, hat Zeiss beide Varianten gleichzeitig gefertigt.
Hier sind die Kandidaten:
Hier nun ein paar Motive - ohne jeden ästhetischen Anspruch - zum Vergleich, jeweils bei offener Blende:
Xenon neu
Xenon alt
Biotar
Xenon neu
Xenon alt
Biotar
Xenon neu
Xenon alt
Biotar
Abschatten muß man sie alle, egal ob mit, oder ohne Vergütung. Sie flaren wie S...
Das alte Xenon hat eine etwas höhere Brennweite und eine wilde Bildfeldwölbung. Ebenso leuchtet es das
Vollformat knapp nicht aus. Blendet man ab, hat man rabenschwarze Ecken.
Das neue Xenon liefert nach meinem Geschmack die schönsten Ergebnisse, mit guter Ausleuchtung des
KB-Formats und einer recht ordentlichen Schärfe über das gesamte Bildfeld.
Das Biotar leuchtet ebenfalls das gesamte Vollformat aus, hat jedoch mit Bildfeldwölbung zu kämpfen, was
sich durch einen beeindruckenden Swirl bemerkbar macht. Ich persönlich mag das sehr, aber es ist nicht
jedermanns Sache. Es liefert außerdem schöne, knackige Farben.
Ich hoffe, ich konnte etwas zu diesem Thema beitragen und mich würden Informationen zu der von Arri
angesprochenen Version mit 6 Linsen in 5 Gruppen interessieren.
LG, Christian