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Thema: Minolta MD 35-70/3.5: Blockade gelöst, Fungus entfernt, Ring getauscht

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Aceton auf vergütete Linsen - ich konnte kein Problem damit feststellen. Und wenn, dann müsste es ja gleich zu sehen sein, da das Lösungsmittel rasch verdampft.

    Hier verwies es den Fungus vom Platz.

    Auf meinem Nikkor 50/1.4 Ai, meiner „Retro-Arbeitslupe“, konnte ich nur damit einen Klecks Loctite von der Frontlinse bekommen.

    Wäre eine damit behandelte Linse aus Kunststoff, würde es ggf. anders aussehen.


    Übrigens - meine neue Lupe, die Frontlinse aus dem zerlegten MD 35-135, hat sich hier erstmals bewährt.

    Schön hell, knackscharf und eine Vergrößerung, die soweit alles zeigt.

    Da werde ich mein Nikkor 50/1.4 nun in Pension schicken …

    Name:  Res_2.jpg
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    Gruß,

    Andreas

  2. #2
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    Standard

    Hier zum Thema „Reinigung von Optiken“:

    https://www.foto-schuhmacher.de/arti...-reinigen.html

    https://www.edmundoptics.de/knowledg...eaning-optics/


    Aceton wird hier für vergütete Objektive aus Glas nicht ausgeschlossen bzw. empfohlen.

    In meinem Fall griff ich intuitiv zur kleinen Flasche - ich wollte diesmal ja nicht zu viel nachdenken ;-)
    Geändert von Ando (30.03.2023 um 12:50 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  3. #3
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    Standard Ausklang

    Das MD 35-70 war spontaner Blindflug ohne Checklist, Karte und Funkfeuer.

    Ich schaute einfach, ob ich die Maschine ohne Hals- und Glasbruch starten, fliegen und landen konnte

    Aber das ist kein Rezept für sichere Flüge. Und um die geht es ja hier.


    Beobachtungen während des Fluges

    Die Stahlkugelschleuder wird aktiv, sobald man den Blendenring abhebt.

    Dann expandiert die Spiralfeder sofort und man möchte die kleine Kugel nicht unbedingt ins Auge bekommen, aber auch nicht am Boden suchen. Ein Tuch über dem Objektiv beim Abnehmen des Blendenringes fängt den Kugelflug ab.

    Bevor es ans Zerlegen des Tubus geht, sollte man die richtige Stellung aller Teile fotografieren und Markierungen anbringen, bevor man die Teile in der Hand hat.

    Damit hat man dann Orientierung, wie alles wieder zusammengeht.

    Ansonsten man beschäftigt ist wie mit Rubik‘s Cube, dem Zauberwürfel, den man auf sechs Farbseiten ordnen muss durch Verdrehen … ;-)

    Schrauben sollten abgelegt werden nach jeweiliger Zugehörigkeit. Nach dem dritten Set und dem dritten abgenommenen Ring wird die Erinnerung sonst ggf. undeutlich ;-)

    Schmierfett auf dem Helicoid, den spiralförmigen Zügen der Fokussierschnecke und des Zoommechanismus, wird von Fingern magisch angezogen. Dann sind Werkzeug, Werkstück und Arbeitsfläche rasch versaut.

    Ob man mit dem Stellschlüssel innere Ringe und verschraubte Linseneinheiten aufbekommt, scheint Glückssache zu sein.

    Ein gedientes Nikkor 36-72 widersetzte sich meinen Bemühungen. Also sah ich hier meine Grenze und ruinierte nichts.

    Andere Objektive, zB Canon FD, müssen offenkundig erst demontiert werden, um an die hinteren optischen Elemente zu kommen.

    FD dürfte überhaupt das komplexeste Bajonett sein.

    Vielleicht wage ich mich einmal an mein schäbigstes FD 50/1.8 ;-)


    Fazit

    Nichts Neues für versierte Objektivbehandler.

    Durchaus Interesse an weiteren Begegnungen bei mir.

    Ob ich mich zur Problembehebung an schöne Stücke heranwage, lasse ich mir offen.

    Wo da die Grenzen in etwa verlaufen, zeigte mir die letzte Nacht
    Geändert von Ando (30.03.2023 um 14:35 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  4. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Hallo Andreas!
    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Ein gedientes Nikkor 36-72 widersetzte sich meinen Bemühungen.
    Wenn du die Frontlinsengruppe entfernen wolltest - so weit ich mich erinnere, ist da wie beim AF 35-105/3.5-4.5 AI-S Nikkor auf der äußeren Seite nahe des vorderen Rands des vorderen Tubus eine Madenschraube. Wenn man die herausgedreht hat, ließ sich die Frontlinsengruppe herausschrauben.
    Gruß, Michael

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", waldbeutler :


  6. #5
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    Zitat Zitat von waldbeutler Beitrag anzeigen
    Hallo Andreas!

    Wenn du die Frontlinsengruppe entfernen wolltest - so weit ich mich erinnere, ist da wie beim AF 35-105/3.5-4.5 AI-S Nikkor auf der äußeren Seite nahe des vorderen Rands des vorderen Tubus eine Madenschraube. Wenn man die herausgedreht hat, ließ sich die Frontlinsengruppe herausschrauben.
    Ich versuchte, den Haltering der Frontlinse mit dem Spannschlüssel zu lösen.

    Aber der sitzt wie angeschweißt. Vermutlich chemisch mit Loctite ;-)

    Die hintere Einheit konnte ich lösen, ließ sich aber dann nicht herausziehen.

    Das macht nichts.

    Nikon dürfte da restriktiver sein ;-)
    Geändert von Ando (30.03.2023 um 18:55 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  7. #6
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Da ich schon zu alt bin, um bei solchen Arbeiten noch auf dem Boden herumzurutschen und mit Magneten "angeln" zu spielen, hab ich mir schon vor -zig Jahren angewöhnt, Objektive bei der ersten Zerlegung in einen durchsichtigen Gefrierbeutel zu packen. Von Aussen kann man dann Blendenringe abnehmen und die Kügelchen liegen danach in der Tüte und nicht auf dem Teppich.

    Ich weiß noch, als ich erstmals ein FD Objektiv zerlegte und die Rastkugel sich auf den Weg ins "Nirgendwo" machte. Glücklicherweise - weil ich das Teil partout nicht wiederfand - tat es nachher die Kugel einer zerlegten, dünnen Kugelschreibermine und es "klackte" wieder.

    Von dem Zeitpunkt an wusste ich Bescheid und hab die Objektive, nachdem das Bajonett runter war, immer in den Gefrierbeuteln zerlegt. So konnte ich immer durch diese Beutel hindurch die Kugeln "springen" sehen und brauchte sie dann nur noch aus dem Beutel entnehmen und beiseite legen. Mit einem Magneten muss man aufpassen, dass die Kugel selbst nicht magnetisiert wird und dann irgendwo anders anhaftet. Hatte ich auch schon mal, dass ich das Mistding auf dem gesamten Tisch gesucht habe, während es versteckt am magnetischen Schraubendreher klebte.

    Und gerade bei den heutigen Neodym - Magneten ist das schnell geschehen mit der Magnetisierung einer Stahlkugel. Wegen dieser Kugel-Probleme hab ich ein eigenes kleines Abteil in einer meiner Kleinstschrauben-Boxen, in der nur Kugeln in unterschiedlichen Durchmessern aufbewahrt werden, falls doch mal was schiefgeht.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  8. 7 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  9. #7
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    In Wien sagt man, wenn jemand einsieht, dass es für ihn auf dieser Welt nicht mehr weitergeht:

    „Er gab sich die Kugel“ oder „Da kann ich mir gleich die Kugel geben“, wenn etwas nicht bewältigbar erscheint.

    Also, wegen einer Kugel soll man sich auf jeden Fall nicht die Kugel geben. Natürlich sonst auch nicht

    Aber ich frag mich schon, ob nicht die Konstrukteure ihre Boshaftigkeit in ihren Kreationen auslebten.

    Beschleunigende Stahlkugeln, die den Eindringling in Objektive anspringen; winzige Sicherungsringe auf Achsen in Schächten, die ganze Ensembles zusammenhalten, aber nur dann, wenn man sie wieder dort anbringt, wo sie hingehören; super knappe Verkabelungen, die nur Zauberer montieren konnten etc. …

    Jedenfalls ist stets für Unterhaltung gesorgt in der Küche. Gerade nach Mitternacht, wenn alles weggeräumt sein muss für das Frühstück in ein paar Stunden
    Gruß,

    Andreas

  10. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  11. #8
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    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Hier zum Thema „Reinigung von Optiken“:
    ...
    Aceton wird hier für vergütete Objektive aus Glas nicht ausgeschlossen bzw. empfohlen.

    In meinem Fall griff ich intuitiv zur kleinen Flasche - ich wollte diesmal ja nicht zu viel nachdenken ;-)
    Ich empfehle zur Glasreinigug eher Alkohol ("Spiritus", Ethylakohol, am liebsten mit einem Vergällungszusatz, der auch rückstandsfrei verdunstet).
    Sollte davon mal etwas auf "benachabarte" Kunststoffteile (Tubus, Drehring, Schriftring, ...) tröpfeln, ist nicht gleich Holland in Not.
    Plexiglas (Einstellscheiben) sollte man vom Ethylalkohol (und von Aceton) aber fern halten!

    Auch OK ist Isopropylalkohol (aus der Apotheke "für Analysen").

    Aceton ist dann beim Entfetten recht weit vorne.

    Beim Kampf gegen Pilz haben sich auch Feuchttücher für Babypops bewährt (hinterher muß man noch entfetten), da sind wohl Tenside mit drin, jedenfalls wirken die gegen manchen Dreck (spez. Fungus auf Glas) besser als Alkohol oder Aceton.

    (nicht nach Feuchttüchern googeln! Da gibt es nur Reichsbedebkenträger, die sich da zu Wort melden, was Big-Pharma alles mit den zarten Babypopos anstellt und wie böse die sind)

  12. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


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