Ergebnis 1 bis 10 von 14

Thema: Minolta MD 35-70/3.5: Blockade gelöst, Fungus entfernt, Ring getauscht

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
    Registriert seit
    17.09.2019
    Ort
    Kutzenhausen
    Alter
    70
    Beiträge
    1.111
    Danke abgeben
    1.429
    Erhielt 2.058 Danke für 715 Beiträge

    Standard

    Hallo Andreas,

    bravo!

    Übrigens ist das Wegspringen der Stahlkugeln ein bekanntes Problem, zum Wiederfinden hatte ich dir schon vor Zeiten empfohlen, einen Magneten zu benützen, den du über den Boden gleiten lässt.

    Das funktioniert natürlich nur bei den Kugeln, die wirklich aus Stahl sind. Ich will dich nicht verunsichern - mir sind aber schon einige Kugeln untergekommen, die aus nichtmagnetischem Metall oder sogar aus Keramik waren...
    Gruß, Michael

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", waldbeutler :


  3. #2
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    03.01.2016
    Ort
    Wien
    Beiträge
    2.537
    Danke abgeben
    1.486
    Erhielt 2.799 Danke für 1.106 Beiträge

    Standard

    Danke, Michael!

    In der Tat, der Magnet hatte mich heute Früh gerettet.

    Denn als ich fertig war, nahm ich den hinteren Ring nochmals ab, weil ich etwas kontrollieren wollte.

    Und “Plick“

    Ich war schon zu müde, um mich zu ärgern und dachte mir nur, dass solche - und noch viel kompliziertere - Objektive wohl der Teufel selbst baut

    Ich scannte dann wieder auf allen Vieren den Boden und tatsächlich, der Magnet schlug an

    Name:  Magnet.jpg
Hits: 393
Größe:  190,4 KB



    Ich frage mich aber tatsächlich, ob die Konstrukteure nicht auch Ehrgeiz darin hatten, ihre Geräte so tückisch wie möglich zu bauen.

    Die Stahlkugelschleuder ist ein schönes Beispiel.

    Und der Zoommechanismus, der nur bei einer bestimmten Ausrichtung aller beteiligten Elemente funktioniert. Eine Art Codeschloss.

    Aber auch super knappe Verkabelungen in Motoren, oder Schalter, die mit winzigen Kontaktfühlern hinter sicherungsringgeschützten Gehäusen auf Verrückte lauern, die sie reparieren möchten …
    Gruß,

    Andreas

  4. #3
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    03.01.2016
    Ort
    Wien
    Beiträge
    2.537
    Danke abgeben
    1.486
    Erhielt 2.799 Danke für 1.106 Beiträge

    Standard

    Aceton auf vergütete Linsen - ich konnte kein Problem damit feststellen. Und wenn, dann müsste es ja gleich zu sehen sein, da das Lösungsmittel rasch verdampft.

    Hier verwies es den Fungus vom Platz.

    Auf meinem Nikkor 50/1.4 Ai, meiner „Retro-Arbeitslupe“, konnte ich nur damit einen Klecks Loctite von der Frontlinse bekommen.

    Wäre eine damit behandelte Linse aus Kunststoff, würde es ggf. anders aussehen.


    Übrigens - meine neue Lupe, die Frontlinse aus dem zerlegten MD 35-135, hat sich hier erstmals bewährt.

    Schön hell, knackscharf und eine Vergrößerung, die soweit alles zeigt.

    Da werde ich mein Nikkor 50/1.4 nun in Pension schicken …

    Name:  Res_2.jpg
Hits: 429
Größe:  235,2 KB
    Gruß,

    Andreas

  5. #4
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    03.01.2016
    Ort
    Wien
    Beiträge
    2.537
    Danke abgeben
    1.486
    Erhielt 2.799 Danke für 1.106 Beiträge

    Standard

    Hier zum Thema „Reinigung von Optiken“:

    https://www.foto-schuhmacher.de/arti...-reinigen.html

    https://www.edmundoptics.de/knowledg...eaning-optics/


    Aceton wird hier für vergütete Objektive aus Glas nicht ausgeschlossen bzw. empfohlen.

    In meinem Fall griff ich intuitiv zur kleinen Flasche - ich wollte diesmal ja nicht zu viel nachdenken ;-)
    Geändert von Ando (30.03.2023 um 12:50 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  6. #5
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    03.01.2016
    Ort
    Wien
    Beiträge
    2.537
    Danke abgeben
    1.486
    Erhielt 2.799 Danke für 1.106 Beiträge

    Standard Ausklang

    Das MD 35-70 war spontaner Blindflug ohne Checklist, Karte und Funkfeuer.

    Ich schaute einfach, ob ich die Maschine ohne Hals- und Glasbruch starten, fliegen und landen konnte

    Aber das ist kein Rezept für sichere Flüge. Und um die geht es ja hier.


    Beobachtungen während des Fluges

    Die Stahlkugelschleuder wird aktiv, sobald man den Blendenring abhebt.

    Dann expandiert die Spiralfeder sofort und man möchte die kleine Kugel nicht unbedingt ins Auge bekommen, aber auch nicht am Boden suchen. Ein Tuch über dem Objektiv beim Abnehmen des Blendenringes fängt den Kugelflug ab.

    Bevor es ans Zerlegen des Tubus geht, sollte man die richtige Stellung aller Teile fotografieren und Markierungen anbringen, bevor man die Teile in der Hand hat.

    Damit hat man dann Orientierung, wie alles wieder zusammengeht.

    Ansonsten man beschäftigt ist wie mit Rubik‘s Cube, dem Zauberwürfel, den man auf sechs Farbseiten ordnen muss durch Verdrehen … ;-)

    Schrauben sollten abgelegt werden nach jeweiliger Zugehörigkeit. Nach dem dritten Set und dem dritten abgenommenen Ring wird die Erinnerung sonst ggf. undeutlich ;-)

    Schmierfett auf dem Helicoid, den spiralförmigen Zügen der Fokussierschnecke und des Zoommechanismus, wird von Fingern magisch angezogen. Dann sind Werkzeug, Werkstück und Arbeitsfläche rasch versaut.

    Ob man mit dem Stellschlüssel innere Ringe und verschraubte Linseneinheiten aufbekommt, scheint Glückssache zu sein.

    Ein gedientes Nikkor 36-72 widersetzte sich meinen Bemühungen. Also sah ich hier meine Grenze und ruinierte nichts.

    Andere Objektive, zB Canon FD, müssen offenkundig erst demontiert werden, um an die hinteren optischen Elemente zu kommen.

    FD dürfte überhaupt das komplexeste Bajonett sein.

    Vielleicht wage ich mich einmal an mein schäbigstes FD 50/1.8 ;-)


    Fazit

    Nichts Neues für versierte Objektivbehandler.

    Durchaus Interesse an weiteren Begegnungen bei mir.

    Ob ich mich zur Problembehebung an schöne Stücke heranwage, lasse ich mir offen.

    Wo da die Grenzen in etwa verlaufen, zeigte mir die letzte Nacht
    Geändert von Ando (30.03.2023 um 14:35 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  7. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
    Registriert seit
    17.09.2019
    Ort
    Kutzenhausen
    Alter
    70
    Beiträge
    1.111
    Danke abgeben
    1.429
    Erhielt 2.058 Danke für 715 Beiträge

    Standard

    Hallo Andreas!
    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Ein gedientes Nikkor 36-72 widersetzte sich meinen Bemühungen.
    Wenn du die Frontlinsengruppe entfernen wolltest - so weit ich mich erinnere, ist da wie beim AF 35-105/3.5-4.5 AI-S Nikkor auf der äußeren Seite nahe des vorderen Rands des vorderen Tubus eine Madenschraube. Wenn man die herausgedreht hat, ließ sich die Frontlinsengruppe herausschrauben.
    Gruß, Michael

  8. Folgender Benutzer sagt "Danke", waldbeutler :


  9. #7
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    03.01.2016
    Ort
    Wien
    Beiträge
    2.537
    Danke abgeben
    1.486
    Erhielt 2.799 Danke für 1.106 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von waldbeutler Beitrag anzeigen
    Hallo Andreas!

    Wenn du die Frontlinsengruppe entfernen wolltest - so weit ich mich erinnere, ist da wie beim AF 35-105/3.5-4.5 AI-S Nikkor auf der äußeren Seite nahe des vorderen Rands des vorderen Tubus eine Madenschraube. Wenn man die herausgedreht hat, ließ sich die Frontlinsengruppe herausschrauben.
    Ich versuchte, den Haltering der Frontlinse mit dem Spannschlüssel zu lösen.

    Aber der sitzt wie angeschweißt. Vermutlich chemisch mit Loctite ;-)

    Die hintere Einheit konnte ich lösen, ließ sich aber dann nicht herausziehen.

    Das macht nichts.

    Nikon dürfte da restriktiver sein ;-)
    Geändert von Ando (30.03.2023 um 18:55 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  10. #8
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    26.08.2019
    Beiträge
    1.683
    Danke abgeben
    2.248
    Erhielt 2.546 Danke für 1.061 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Hier zum Thema „Reinigung von Optiken“:
    ...
    Aceton wird hier für vergütete Objektive aus Glas nicht ausgeschlossen bzw. empfohlen.

    In meinem Fall griff ich intuitiv zur kleinen Flasche - ich wollte diesmal ja nicht zu viel nachdenken ;-)
    Ich empfehle zur Glasreinigug eher Alkohol ("Spiritus", Ethylakohol, am liebsten mit einem Vergällungszusatz, der auch rückstandsfrei verdunstet).
    Sollte davon mal etwas auf "benachabarte" Kunststoffteile (Tubus, Drehring, Schriftring, ...) tröpfeln, ist nicht gleich Holland in Not.
    Plexiglas (Einstellscheiben) sollte man vom Ethylalkohol (und von Aceton) aber fern halten!

    Auch OK ist Isopropylalkohol (aus der Apotheke "für Analysen").

    Aceton ist dann beim Entfetten recht weit vorne.

    Beim Kampf gegen Pilz haben sich auch Feuchttücher für Babypops bewährt (hinterher muß man noch entfetten), da sind wohl Tenside mit drin, jedenfalls wirken die gegen manchen Dreck (spez. Fungus auf Glas) besser als Alkohol oder Aceton.

    (nicht nach Feuchttüchern googeln! Da gibt es nur Reichsbedebkenträger, die sich da zu Wort melden, was Big-Pharma alles mit den zarten Babypopos anstellt und wie böse die sind)

  11. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


Ähnliche Themen

  1. Minolta MD 75-200/4.5 (III): Blende entölt, Linse gereinigt, Feder getauscht
    Von Ando im Forum Objektiv und Kamera Restauration/Reparatur
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 14.08.2023, 19:34
  2. Canon T90: Defektes Display getauscht
    Von Ando im Forum Objektiv und Kamera Restauration/Reparatur
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 12.03.2023, 14:40
  3. Objektive mit Überwurf - wie entfernt man die Mutter?
    Von Jubi im Forum Objektiv und Kamera Restauration/Reparatur
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 29.07.2016, 13:44

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •