Ich konnte die hintere Linse aus dem zweiten Zoom doch noch lösen.
Wie ich das gemacht habe, zeige ich hier nicht, das fällt unter Gewaltschutz
Aber es spielte keine Rolle mehr, da das Objektiv mit dem festsitzenden und bereits beschädigten Haltering ohnehin nicht mehr zu retten war.
Was konnte ich feststellen?
- Ja, die stärker konvexe Seite der Linse liegt im Tubus, dh. ich habe bei dem anderen Zoom richtig eingebaut.
- Die ringförmige Trübung befindet sich unter der Glasoberfläche. Ich schließe auf eine fehlerhafte Verkittung der Hinterlinse, die demnach aus zwei Elementen besteht. Da hätte ich beim Reinigen keine Chance gehabt, hier hätte nur das Optik-Labor Dr. Prenzel helfen können.
Fazit
Gemäß dem Kodex, dass ich nur Fotogerät mit Defekten in Behandlung nehme, das sonst ausgemustert oder nur - wenn überhaupt - teuer repariert werden kann, habe ich das Richtige getan.
Ein ehrenvoller Rettungsversuch, der letztlich an einer Hürde scheiterte, die ich nicht überwinden konnte.
Aber das Objektiv war mit dem Verkittungsproblem ohnehin bereits - vor langer Zeit wohl - entschlafen
Es bleiben Erfahrungen und eine sehr nützliche Lupe, als die die Frontlinse weiterlebt![]()
Gruß,
Andreas
Nein, ich orientierte mich an dem Zoom davor, das seinen Ring nicht so vehement verteidigte.
Ich hab mir eben noch den Haltering von Zoom Nr. 2 angesehen und das Gewinde dazu in der Einheit. Ich kann hier keine Reste von Verklebung erkennen.
Jetzt bin ich einmal frech und meine, dass der Hersteller doch dafür sorgen sollte, dass seine Sachen servicierbar bleiben. Ich glaube nicht, dass es den eigenen Serviceleuten da viel besser gegangen ist mit solchen renitenten Verschraubungen. Die mussten das ja auch aufbekommen, ohne Hebelkraft.
Gruß,
Andreas
Den - bereits beschädigten und aufgegebenen - Haltering habe ich mit meinem Schraubendreher fürs Grobe herausgehebelt.
Ich wollte vorrangig wissen, wie die Linse eingesetzt war und was es mit der ringförmigen Trübung auf sich hatte.
Ich arbeite mit dem, was ich hier habe.
Das ist nicht wenig, aber es bewegt sich in überschaubarem Rahmen![]()
Gruß,
Andreas
Kenne ich meine Grenzen - und daher werke ich ja an eigens angeschafftem Gerät mit Themen - werden sich auch Schäden bei Reparaturversuchen an mir wertvollen Stücken in Grenzen halten.
Dann weiß ich, was ich kann, was wo geht und was nicht![]()
Gruß,
Andreas
Nein. Die mir möglichen Haftpflichtversicherungen für gewerblich Tätige decken nur Schäden ab, die während der Arbeiten am Auftrag an anderen als den zu bearbeitenden Gegenständen entstehen.
Wenn der zu bearbeitende Gegenstand selbst durch meine Bearbeitung irreparabel beschädigt wird, muss ich selbst mich um die Schadensregulierung kümmern.
Im vorhin erwähnten Fall war der Linsensatz des Trägerobjektives, das mit dem Cinemascopevorsatz zusammengebaut war, zwar nahezu identisch mit dem häufiger anzutreffenden Wald-und-Wiesen-50er, aber in einem anderen Gehäuse ohne Fokuseinstellung (die Fokussierung macht man mit der Frontlinse des Cinemascope-Vorderteiles) verbaut.
Ein identisches oder auch nur baugleiches Cinemascope-Objektiv von ISCO findet man äußerst selten und wenn, dann nur für 4500 bis 6000 Euro...
Gruß, Michael
Zum Lösen festsitzender Schrauben hat mir bisher Sonax Elektronikreiniger gut geholfen.
Der kriecht wohl gerne ins Gewinde und tut nichts Böses, da er sich wieder auflöst.
Seine Bestimmung ist unter anderem, Schmutz zu lösen. Vielleicht ist er deshalb erfolgreich.
Das stellte ich fest, als ich noch mit Phillips-Schraubendrehern JIS-Schraubenköpfe zerstörte. Mit den passenden Drehern kommt mir das nicht mehr vor und ich hatte bis jetzt erst eine Kreuzschlitzschraube, die sich auch damit nicht bewegen ließ.
Den Tipp, etwas leichtes Öl an die Schraube zu bringen, halte ich im Beisein von optischem Glas für weniger geeignet.
Aber hier sind es ja keine Schrauben aus Stahl, sondern dünne Ringe aus recht weichem Metall. Ich tippe auf Aluminium.
Wenn da der Stellschlüssel überfordert ist, sehe ich am Küchentisch keine weitere Möglichkeit, zerstörungsfrei weiterzukommen.
Die von Jan beschriebene Methode würde meine Möglichkeiten jedenfalls übersteigen.
Fazit
Nicht alles, was in ein Gewinde dreht, lässt sich auch wieder beschädigungsfrei ausdrehen. Zumindest mit herkömmlichen Methoden.
Objektive scheinen mir da besonders anspruchsvoll zu sein. Zumal sich einige Schraubarbeit in äußerst kratzempfindlicher Umgebung abspielt (dünne und matte Antireflex-Beschichtung).
Dann wird es auch darum gehen, optische Elemente ggf. so auszubauen, dass ihre dünne Antireflex-Beschichtung an den Rändern (so vorhanden) ganz bleibt. Auch ist der seitenrichtige Einbau zu beachten.
Zooms mit ihren Verstellmöglichkeiten erhöhen die Komplikation, Positionen von Bauteilen zueinander sind relevant.
Manuelle Objektive brauchen Schmiermittel, die dort bleiben sollen, wo sie aufgebracht wurden.
Und anderes mehr.
Das ist kein einfaches Terrain.
Ich werde mich hier auf das vermeintlich Einfache beschränken.
Vorsichtige Aufklärung mit dem Schraubendreher. Wo ich gut hinkomme, kann ich wirken, wo nicht, ist Schluss.
Meine beiden Ziele sind die Reinigung optischer Elemente und die Entölung von Blendenlamellen.
Zu mehr fühle ich mich in keiner Weise berufen, wobei das ohnehin schon zu viel zu sein scheint ;-)
Gruß,
Andreas