Aus dem Schaltplan zur AE-1 kann ich nur in manchen Fällen direkt auf die entsprechende Funktion in der Kamera schließen. Aber alle dort angegebenen elektronischen Bauteile sind mir grundsätzlich bekannt.
Das ist schon einmal beruhigend - auch der Pioneer der elektronischen SLR kocht nur mit Elektronen![]()
Wird die Schaltung - wie von Larry Lyells - erklärt, sieht es schlagartig besser aus.
Ein, angenommenes, Beispiel:
Hier wird von einem Zähler (Flip Flop) ein binäres Datenwort gelesen und über einen Digital-Analog-Konverter in eine korrespondierende Spannung umgerechnet, die ein nachgeschalteter Komparator (OP) mit einem Referenzwert vergleicht. Je nach Ergebnis, also höherem, niedrigerem oder gleich hohen Spannungswert, gibt der Komparator an seinem Ausgang eine Spannung ab, die wiederum eine Folgeaktion im Schaltkreis oder in der Mechanik bewirkt.
Das alles komplex und durch die sequentielle Logik bedingt (Flip Flops als Speicher, Gatterlaufzeiten) im Millisekundenbereich.
Eine kunstvolle und trickreiche Verknüpfung elektronischer Bauteile, gesteuert von einem Prozessor, der mit Speicher, Bus und Eingabe/Ausgabeschnittstellen einen Computer bildet.
Man kann das wohl nur auf verschiedenen Ebenen betrachten.
Als Funktionsschaltbild, das nichts über die zugrundeliegenden logischen und elektronischen Abläufe aussagt.
Dann tiefer auf Schaltungsebene bis zu den IC, die Black Boxes sind, was die innere Verschaltung betrifft. Letztlich sind dort - lt. Canon - bis zu 1000 Transistoren in I2L-Technik (stromsparend, Betrieb mit niedriger Spannung) zusammengeschaltet. Das ist natürlich im Detail nicht zu überblicken.
Aus allem ergibt sich ein Bild.
Und plötzlich wird klar, wie zB - in den Grundzügen - eine elektronische Vetschlusssteuerung funktionieren kann:
Ein Kondensator wird über einen Widerstand geladen. Je nach Höhe des Widerstandswertes dauert das länger oder kürzer. So werden die Verschlusszeiten abgebildet. Erreicht der Kondensator einen bestimmten Spannungswert, wird über einen Elektromagneten der Verschluss freigegeben.
Auch wenn das real komplizierter abläuft, so lässt sich doch nachvollziehen, was passiert bzw. wie es in etwa funktioniert.
Dann lässt sich jede Funktion eingehender betrachten und analysieren.
Faszinierend und Beschäftigung für lange Zeit![]()


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