Moin,
dann bleibt nur, die Objektive entsprechend justieren zu lassen oder Adapter anarbeiten. Das ist dann aber eine geringfügig größere Nummer, da die ja auch wieder halten müssen.
LG Jörg
Moin,
dann bleibt nur, die Objektive entsprechend justieren zu lassen oder Adapter anarbeiten. Das ist dann aber eine geringfügig größere Nummer, da die ja auch wieder halten müssen.
LG Jörg
Hallo,
ich habe eine Frage zum 1.4 50 1. Variante:
Wer hat es und hat das Vergilbungsthema und wer hat es und hat kein Vergilbungsthema? Ich bilde mir bei meinem Exemplar ein, dass es nachwievor keine Vergilbung hat, obwohl es seit Jahrzehnten normal dunkel im Köcher steht.
Hat es jemand systematisch gegenüber der 2. Bauform ausprobiert? Bei der Suche nach den CZJ 1.8 50 Exemplaren bin ich vielen 1.4 50 begegnet und ich konnte es nicht lassen und habe jetzt ein Exemplar der 2. Variante gekauft. Die gehen bei Ebay in gutem Zustand gerade vergleichsweise preiswert her (ca. 100 Euro). Das 1.4 50 1. Variante habe ich nur sehr selten verwendet. Zu Analogzeiten für Aufnahmen in Museen und so; sonst hatte ich entweder gar kein 50er dabei oder das 1.8 50, weil ich mit dem 1.4 50 1. Variante irgendwie nie so warm geworden bin. Wäre interessant, ob die Macken der beiden Bauformen jenseits des Vergilbens die gleichen sind.
Viele Grüße
Andreas
Ich habe eins der ersten Serie (Exportversion "aus Jena", SN 924x). Ist ebenfalls nicht vergilbt und steht bis auf 4-5 Tage im Jahr in einer dunklen Schublade. Hab aber auch schon zwei weitere vergilbte Exemplare und auch mal kurz eins der 2. Version gehabt.
Die 2. Version ist halt ein solides 1.4/50er, aber man sieht den Bildern keinen Unterschied zu den zeitgenössischen Japan-1.4/50ern.
Die 1. Version bildet schon sehr speziell bis ca. f/2.8 ab, im extremen Nahbereich sowieso. Sehr wilde, unruhige Hintergrunddarstellung, dazu bekommen helle Lichtpunkten die Ninja-Star-Blendenform; zwar gute Grundschärfe, aber mit niedrigem Kontrast und viel Koma & sphärischen Aberrationen. Ganz ähnliche Bildergebnisse bekommt man übrigens mit dem Revuenon MC 1.4/50 bzw. AGFA 1.4/50 (OEM Chinon) von der Revue AC-3/AC-4, das vergilbt sogar auch, nur hat man da eine "normale" Blendenform.
Ah! Mein unvergilbtes Exemplar ist auch "aus Jena" mit der Nr 9044. Ob es da ein System gibt und alle "aus Jena" nicht vergilben?
Zum Ende der DDR war ich mal in Dresden und habe da natürlich den Pentacon Laden besucht. Leider konnte man schon nicht mehr 1:20 oder 1:7 tauschen, weswegen mir da alles zu teuer war.
Da gabs dann z.B. eine klassische BX20 mit eckigem Gehäuse und zusätzlichem externen Blitzanschluss. Die hat 1400DM gekostet. Ich hab die gefragt wozu das ist und die Antwort war für Reporter. Ich hab dann auch gefragt, warum sie der Blitzadapter so teuer macht und dann war die Antwort, dass auch der Verschluss für härteren Gebrauch gearbeitet sei. D.h. haben die offensichtlich mindestens drei verschiedene Märkte bedient: Den eigenen Massenkonsum, den eigenen (Semi-)profimarkt (die Top Profis haben auch in der DDR Nikons bekommen), und den Westmarkt.
Vielleicht haben die auch bei den Objektiven unterschiedlich auf Qualität geschaut.
Viele Grüße
Andreas
4 Märkte - die StaSi-Truppe war auch Großabnehmer.
Dann war die BX20 vielleicht Modell "Stasi"...
Hier mal drei Vergleichsbilder (alle Blende 8, Scharfgestellt auf rechte senkrechte Kante Tür, von Stativ):
Prakticar CZJ Jena 1.8 50
Prakticar CZJ Jena 1.4 50 1. Variante
Prakticar CZJ Jena 1.4 50 2. Variante
Die Tonne gibt sich bei allen drei Exemparen nicht viel auch wenn es nach meinem Gefühl jeweils eine "schöne Tonne" ist, die das Auge gerade biegt. Bei allen ist sie aber deutlich sichtbar sobald eine gerade Linie an den Bildrand kommt. D.h. für Architekturfotografie mit hohem Anspruch und Repro taugen alle drei nicht wirklich.
Und hier noch zwei bei Blende 1.4 aus der Hand:
Prakticar CZJ Jena 1.4 50 1. Variante
Prakticar CZJ Jena 1.4 50 2. Variante
Die letzten beiden lassen sich natürlich nicht wirklich vergleichen, weil einmal Zweige im linken Bildrand scharf sind, und einmal im rechten. Die Tendenz scheint jedoch schon zu sein, dass die 1. Variante bei 1.4 etwas weicher zeichnet, wobei das auch vom ins Objektiv fallende Streulicht verursacht werden kann. Beide Aufnahmen sind ohne Gegenlichtblende und ohne bewusste Abschattung gemacht.
Die Bubbel erinnern mich mehr an Meyer Design als an Zeiss Jena. Machen das zeitgenössische japanische Objektive auch? Vom 3D Effekt her scheint bei den beiden Aufnahmen auch die Variante 2 die Nase vorn zu haben, warum auch immer.
Beim Einstellen ist mir zunächst aufgefallen, dass ich keinen vernünftigen Vergleich bezüglich des Ausschnittes hinbekomme, was mir normal schon auch aus der Hand gelingt. Des Rätsels Lösung war, dass ich beide Objektive auf Anschlag näheste Entfernung gestellt habe. Die Variante 1 hat 0,36m die Variante 2 0,4m. Das macht einen deutlichen Unterschied. Bei den beiden Bildern oben waren beide Objektive auf 0,4 eingestellt.
Viele Grüße
Andreas