Als Liebhaber ungewöhlicher Lichtstimmungen verlange ich von den Stammgästen in meinem Fotorucksack, dass sie nicht nur eine hohe, bei mittleren Blenden möglichst gleichmässige Detailwiedergabe mitbringen, sondern auch bei Gegenlichtsituationen und Nachtaufnahmen so wenige Parasiten und Blendenflecken wie möglich generieren.
Metro, Porto.
So musste ich im Laufe der Zeit einige ansonsten durchaus leistungsfähige Objektive aus dem inneren Kreis verbannen. Wenngleich das Minolta MD 24 mm f/2,8 in Sachen Gegenlicht-und Streulichtanfälligkeit nicht ganz mit meinen beiden 24ern von Canon (SSC und nFD) mithalten kann, zeigt sich das Objektiv auch hier mehr als brauchbar.
Der Douro während der blauen Stunde, Porto.
Im folgenden Worst-Case-Szenario (Sonne im ungefilterten Mittagslicht) liefert das MD III zwar eine Reihe von kleinen Blendenflecken sowie ein halbkreisförmiges, wahrscheinlich durch einen unzureichend geschwärztes Fassungsteil provoziertes, Artefakt, aber das Ausmass der Parasiten hält sich in erträglichen Grenzen, zumal diese oft entweder zwischen den Einzelheiten des Motivs verschwinden oder nachträglich retuschiert werden können. Der Kontrastverlust ist jedenfalls gering. Freunde von (hier nur sechsarmigen) Blendensternen könnten übrigens bei Abblendung auf f/8 oder f/11 glücklich werden.
Fortsetzung folgt…


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