Man lässt los, bevor irgendein Schutzschalter auslöst. Der menschliche Reflex funktioniert da gut. Als ich die Leitung angefasst hatte, ist jedenfalls keine Sicherung rausgeflogen noch hatte irgendein Schutzschalter ausgelöst.
Vorsicht lasse ich auch walten, aber nicht so viel, wie ich bei Lebensgefahr tun würde. Dann würde ich Fachpersonal beauftragen.
Neulich wäre es dann aber fast doch noch mal geschehen. Meinem Sohn war der Schalter einer Mehrfachsteckdose zerbrochen. Ich wollte noch ein paar Teile rausholen, die sich in dem Loch unter dem Schalter befanden, und dann gab es einen Knall und das Zimmer war dunkel. Ich hatte zum Glück das spannungsführende Teil nicht selbst berührt. Das fällt in die Rubrik "Hätte man sich ja denken können".
Studioblitzgeräte sind wohl deutlich gefährlicher. Da muss dann ein Fachmann ran.
Wenn man vorher weiß, wie es genau geht.
Der typische Bastler bastelt aber, um dabei zu lernen, wie es geht. Bei anderen Geräten nicht so schlimm, da muss er sich im Falle des Falles nur ein neues Gerät kaufen.
Blitzgeräte sollte man aber dem erfahrenen Experten geben (wenn man nicht selbst einer ist).
Genau deswegen die Rubrik "Hätte man sich ja denken können".
Manchmal stellt man sich blöde an. Gerade dieses Nur-mal-schnell ist gefährlich.
Ich saß mit etwa 12 Jahren an meinem Schreibtisch im Kinderzimmer.
Das Netzkabel meiner Schreibtischlampe war über 5 Meter lang, die Steckdose aber nur einen halben Meter entfernt.
Das war mir hinderlich, außerdem brauchte ich für Elektrobastelzwecke etwa 4 Meter Netzkabel.
Kurzerhand nahm ich meine Papierschere vom Schreibtisch und schnitt das Kabel einen Meter vom Lampenfuß entfernt durch - ohne den Stecker vorher aus der Dose zu ziehen.
Seit dem hatte meine Papierschere ein Loch.![]()
Gruß, Michael
Dunkel - auf jeden Fall undeutlich - erinnere ich meinen Vater, als er so um 1970 von der Netzspannung massiert wurde und damals leider kein Fehlerstrom-Schutzschalter vorhanden war.
Altbau in Wien, sicher noch textilgewickelte Kabel.
Auch floss durch ihn nicht ausreichend Strom (16 A?), als dass sich die Überstromsicherung gemeldet hätte (Schraubsicherung damals).
Es war einige Aufregung, bis mein Vater nicht mehr Teil des Stromkreises war.
Wie er da rauskam - ich glaube, er installierte einen Leuchte an der Decke, ist dem damals Vierjährigen allerdings nicht mehr erinnerlich.
Gruß,
Andreas
Was mich immer schon geärgert hat, und wo bis heute noch immer keine Weiterentwicklung zu erkennen ist:
Die allermeistens verwendete Art eines Schraubgewindes ist, rechtsherum eingeschraubt und linksherum rausgeschraubt zu werden.
Bei festsitzenden Schrauben, deren Kopf nicht mehr linksherum loszudrehen geht, wird empfohlen, den Schraubenkopf mit einem Bohrer, der einen ähnlichen Durchmesser hat wie das Schraubengewinde, auf und damit weg zu bohren.
Dabei wird aber oft der Rest der Schraube noch weiter in ihr Gewindeloch gedreht, so dass man keinen ausreichenden Stummel mehr vorfindet, um den Schrauben-Rest heraus zu drehen, mit den bekannten Folgen, dass man auch den Schrauben-Rest ausbohren muss, was bei Stahlschrauben in Aluminium- oder Magnesium-Legierungen praktisch immer daneben geht, wie vwbusherbi schon erwähnt hat.
Meine Vorstellung von Schraubenkopf-Aufbohrern ist daher, solche mit Linksgang zu haben, die beim Ausbohren des Schraubenkopfes den Schrauben-Rest eher herausdrehen als hinein.
Gruß, Michael
Dafür gibt es einen sog. Linksausdreher.
https://de.wikipedia.org/wiki/Linksausdreher
Gerne mal bei z.B. Aldi im Sonderangebot. Leider sind diese Werkzeuge eher für den Grossmaschinenbau gedacht. Im Uhrmacherbereich passt das dann leider nicht.
Hier tauschen sich Uhrenbastler aus:
https://forum.watchtime.ch/viewtopic.php?t=3022
Linksausdreher ... so ab M5 aufwärts gerne.
Aber wir reden bei Kameras und Objektiven gerne über M1,7-M2,5 (manchmal runter bis M1,4), bei Scannern vielleicht auch mal rauf bis M4.
Die Uhrmacher nenen M1,7 dann wohl "Schwermaschinenbau".
So etwas ähnliches
habe ich natürlich.
Das ist aber auch in der kleinsten Größe viel zu grob für M2 Schrauben,
außerdem funktioniert das so, dass der Einschraubkegel zum Herausdrehen des aufgebohrten Schraubenkopfes zwar ein Linksgewinde hat,
aber der Hartstahlbohrer zum Aufbohren des Schraubenkopfes immer noch ein Rechtsgewinde hat...
Gruß, Michael