Eigentlich müsste man die Spannungsverhältnisse am Arbeitsplatz mit dem Multimeter ermitteln können.
Oder bin ich jetzt völlig auf dem Irrweg und verdiene mein Elektronik-Zeugnis nicht mehr?![]()
Eigentlich müsste man die Spannungsverhältnisse am Arbeitsplatz mit dem Multimeter ermitteln können.
Oder bin ich jetzt völlig auf dem Irrweg und verdiene mein Elektronik-Zeugnis nicht mehr?![]()
Gruß,
Andreas
Das Silikon isoliert wohl und und deshalb kann sich die Ladung so gut aufbauen (bzw. halten). Es ist ja die hohe Spannung, die bei statischer Aufladung den Bauteiltod bringt. Mit der Eieruhr kann man das (Ladung) in der Regeln nicht messen.
Man müßte je Kamera wissen, ob CMOS Bausteine Bausteine verbaut wurden (ja, MOSFETs und LEDs sind auch gefährdet).
Baumwolle tragen, Kein Synthetik-Teppich oder -Sitzpolster, Luftfeuchtigkeit hoch halten, leitfähige Arbeitsfläche (geerdet), geerderter Lötkolben und leitfähige Schutzverpackungen helfen.
Ich trage beim arbeiten mit Elektronik immer ein Antistatikband.
Ich fasse einmal zusammen:
- Sinn der ESD-Maßnahmen ist es, die Arbeitsfläche mit dem Werkstück, den eingesetzten Werkzeugen und den Reparateur auf dasselbe elektrische Potenzial zu bringen.
- Damit gibt es keine Potenzialdifferenz = keine Spannung = keinen schädlichen Stromfluss
- Dafür müssen die Arbeitsmatte und der Reparateur über Anschlüsse mit demselben Potenzial verbunden sein.
- Das gemeinsame Potenzial kann Erde der Hausinstallation sein (Schutzleiterkontakt in einem Schutzstecker)
- Um Matte und Mann zu verbinden, kann zB ein spezieller Anschluss an einem Elektrogerät genutzt werden, das mit dem Netz verbunden ist, zB eine Lötstation. Matte und Mann (Armband) sind dann mit dem Schutzleiter des Geräts verbunden und damit mit Erde der Hausinstallation.
- Damit kein direkter Spannungsschluss erfolgen kann, ist im Armband ein hochohmiger Widerstand in Reihe mit dem Anschluss geschaltet. Er drosselt den Strom. Abgesichert ist durch die Überstromsicherung der Hausinstallation und den FI-Schutzschalter, sollte es zu einem nicht gewollten Netzkontakt kommen.
- ESD-Werkzeug hat hochohmige Griffflächen, die für einen gebremsten Potentialausgleich sorgen. Es fließen dann nur geringe Ströme, die nicht schädlich sind.
- Dasselbe gilt für die hochohmige Arbeitsmatte.
Kommt das hin?
Gruß,
Andreas
Habe meine Zusammenfassung ergänzt/geändert.
Gruß,
Andreas
- nicht alle Bauteile sind gleich empfindlich - eine heutige Digicam ist sicherlich kritischer, als eine alte SLR aus den 80ern, evtl. aber auch besser geschützt
- frühe CMOS der 4000er Reihe sind nicht gehschützt und daher besonders empfindlich. Moderne Chips dieser Reihe sind geschützt.
- die Aufladung kommt nicht durch das Reiben, sondern durch engen Kontakt der Materialenen, erklären kann all das erst die moderne Festkörperphysik
- wie stark der Effekt ist wird über die Triboelektrische Reihe sichtbar - dort ist der menschliche Körper fast maximal weit vom Silikon entfernt
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektr...sche_Entladung
https://de.wikipedia.org/wiki/Reibungselektrizit%C3%A4t