Im Nahbereich ist das Objektiv auch sehr brauchbar.
Ich habe hier eine Blendenreihe an der Nahgrenze erstellt, aufgrund meiner vorübergehenden Immobilität im Innenraum.
Im Hintergrund habe ich für die Highlights meine schon bekannten "Leuchtglanzblumen" gelegt.
#31-#33 Blendenreihe an der Naheinstellgrenze
f4
f5.6
f8
Das Offenblendbokeh ist recht harmonisch für ein solch extremes Weitwinkel. Auch die Highlights sehen "nett" aus.
Beim Abblenden werden diese aufgrund der Viereckblende halt sehr gewöhnungsbedürftig.
Sichtbar ist auch die Vignettierung, die erst bei f8 gute Werte erreicht.
Abschließen möchte ich meine Vorstellung mit einigen weiteren Bildern aus Saarbrücken.
#34 Die Brennweite lädt natürlich zu bodennahen Spielereien ein:
#35 Hier habe ich die stürzenden Linien korrigiert, nach SW gewandelt und auf 1:1 beschnitten:
#36 Ohne die Korrektur und aus normaler Aufnahmehöhe sieht das dann folgendermaßen aus:
#37 f5.6 Hier nochmal ein Beispiel dafür, dass man für Schärfe über das ganze Bild auf f11 abblenden muss: Die Bildmitte ist sehr scharf, die Uhr schon nicht mehr:
#38 f8 Beschnitt auf 16:9, Wandlung nach SW
#39 Wie ja bereits gezeigt, starke Lichtquellen können Probleme bereiten. Hier fällt der Schleier oben links auf
#40 in diesem Bild bleiben die Reflexe relativ unauffällig
#41 Auf das Schild, das den Baumeister ehrt, fokussiert:
Ganz am Ende meine beiden Lieblingsbilder der Serie (bzw. von einem der beiden 2 Varianten)
#42
#43 Da ich mich nicht für SW oder Farbe und den Beschnitt festlegen konnte hier die Alternativversion:
#44 Solche Bilder sind halt nur mit einem extrem weiten Winkel wirkungsvoll:
Was bleibt nun als Fazit? Ein auch heute noch sehr gutes UWW.
Es muss auf f11 abgeblendet werden für Schärfe bis in die Ecken, im Zentrum ist es ab Offenblende sehr gut.
Die Vignette ist bis f5.6 deutlich sichtbar, bei f8 und f11 unauffällig.
Starke Lichtquellen können unschöne Reflektionen verursachen.
Die viereckige Blende sorgt für zwar unauffällige, aber auch gewöhnungsbedürftige Blendensterne mit 4 Strahlen.
Das Bokeh, soweit man bei einem UWW davon reden kann, ist im Hintergrund recht schön, aber im Vordergrund sehr strukturiert und harsch.
Bleibt halt die Preis-Leistungsfrage. Und hier sind wir halt bei der Frage, ob die enormen Preise mehr als nur Leica-Sammlerpreise sind.
Für mich kann ich da ein "Nein" setzen. Das Prakticar 20mm f2.8, das ich ja ausgiebig getestet habe, ist auf vergleichbarem Niveau, aber halt deutlich günstiger (aber kein Leica).
Die modernen Alternativen (Sony G 20mm f1.8, Tamron 20mm f2.8 etc. um mal bei Sony zu bleiben) sind entweder für den gleichen Preis (Sony G) deutlich! besser oder aber günstiger und besser (Tamron).


Zitieren