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Thema: Zeiss Distagon 1,4/35mm HFT

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Zeiss Distagon Teil II,

    Hallo zusammen,

    jetzt möchte ich ein paar "trockene" Fotos präsentieren um zu schauen, inwieweit sich das
    1,4/35mm optische Schwächen leistet. Betrachtet man die Entstehungszeit in den 70er Jahren,
    dann würde ich sagen, dass man im Hinblick auf die Lichtstärke kein perfektes Objektiv erwarten
    darf.


    Schärfe und Kontrast:

    hier ist die Ausgangsaufnahme:

    Name:  DSC00924.jpg
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Größe:  766,0 KB


    Nun folgen die crops, links die Ecke, rechts die Mitte, die Blende steht im Foto:

    Name:  test7.jpg
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Größe:  683,3 KB

    Name:  test8.jpg
Hits: 1143
Größe:  858,6 KB

    Name:  test9.jpg
Hits: 1169
Größe:  879,0 KB


    Ich finde dass sich sogar die Blende 1,4 sehen lassen kann. Abblenden auf f/2 bringt deutlich mehr
    Kontrast und bei f/8 ist es uneingeschränkt landschaftstauglich. Bei f/16 gehen Details verloren,
    bedingt durch die Diffraktion.


    Wie schlägt es sich hinsichtlich der CAs?

    Ich habe dafür unsere Duscharmatur fotografiert und gecropt. Die Blende steht in den Fotos.

    Name:  DSC00930 (2).jpg
Hits: 1118
Größe:  239,7 KB

    Name:  DSC00931 (2).jpg
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Größe:  235,8 KB

    Name:  DSC00932 (2).jpg
Hits: 1060
Größe:  258,7 KB

    Name:  DSC00933 (2).jpg
Hits: 1083
Größe:  265,0 KB


    CAs sind schon deutlich sichtbar, aber da habe ich schon schlimmeres gesehen.


    Nochmal CAs, diesesmal im Freien, bei f/1,4 und gecropt:

    Name:  DSC00895.jpg
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Größe:  249,9 KB


    Verzeichnung:

    Name:  DSC00908.jpg
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Größe:  511,9 KB

    Die Verzeichnung ist leicht tonnenförmig und zeigt ein wenig "Schnurrbart".


    Flares:

    f/1,4:
    Name:  DSC00898.jpg
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    f/16:
    Name:  DSC00900.jpg
Hits: 1131
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    worst case, bei f/16:
    Name:  DSC00913.jpg
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Größe:  318,7 KB

    Ich war überrascht, nicht mehr an flares provozieren zu können.


    Unschärfekreise:
    Bedingt durch die asphärische Oberfläche einer Linse, sind Zwiebelringe zu erwarten:

    Name:  DSC00909.jpg
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Größe:  227,3 KB

    crop:
    Name:  DSC00909 (2).jpg
Hits: 1068
Größe:  318,4 KB


    Die Zwiebelringe sind schon deutlich sichtbar...


    Erstes Zwischenfazit: Meine Erwartungen an ein Zeiss Objektiv haben sich mehr als erfüllt. Ich finde
    die optischen Fehler halten sich in Grenzen und es liefert eine durchaus ansprechende Leistung.

    Das bezieht sich natürlich erst mal nur auf die gezeigten Fotos, mit denen ich optische Fehler
    dokumentieren wollte.

    In den nächsten Tagen führe ich den Thread fort und zeige Fotos aus dem Alltag, welche Auskunft
    über Bokeh, Rendering, etc. ... geben sollen.

    Natürlich ist jeder von Euch eingeladen diesen Thread mit eigenen Fotos und Erfahrungen zu bereichern.
    Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht der einzige bin, der dieses Schätzchen hat (von einem DCC-
    Kollegen weiß ich es sogar...)



    Bis dann,
    LG, Christian

  2. 10 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


  3. #2
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    @gladstone Das ist ja mal ne sehr gute Linse sie hat bei Offenblende ein paar optische Eigenheiten zu bieten bei sehr guter Zentrumsschärfe. Die Ecken sind bei Offenblnde auf gutem Niveau wenn man das Herstellungsdatum bedenkt.

  4. 2 Benutzer sagen "Danke", bluedxca93 :


  5. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
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    Zitat Zitat von bluedxca93 Beitrag anzeigen
    @gladstone Das ist ja mal ne sehr gute Linse sie hat bei Offenblende ein paar optische Eigenheiten zu bieten bei sehr guter Zentrumsschärfe. Die Ecken sind bei Offenblnde auf gutem Niveau wenn man das Herstellungsdatum bedenkt.
    Na, bei den Mondpreisen, die teilweise dafür aufgerufen werden, sollte es auch gut sein. Da bekomme ich auf jeden Fall ein neues Samyang 1.4/35mm dafür, wahrscheinlich auch ein gebrauchtes Sigma 1.4/35mm. Beide mit AF und hervorragender Abbildungsleistung. Trotzdem kann ich die Faszination klassischer Zeiss-Objektive (habe ja auch drei) voll und ganz nachvollziehen.

    @Christian: Vielen Dank fürs Vorstellen, bin auf die weiteren Bilder gespannt, v.a. auf das Bokeh.

    Gruß Matthias

  6. 5 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  7. #4
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    Distagon 1,4/35mm Teil III

    Hallo zusammen,

    heute gehe ich kurz auf das Bokeh und das Rendering ein.

    Das Distagon hat einen erfreulichen Nahbereich, von 30cm, allerdings von der Film/Sensorebene gemessen,
    so dass man tatsächlich recht nahe ans Objekt rankommt.

    Offenblende:

    Name:  DSC00901.jpg
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Größe:  252,4 KB


    f/8:

    Name:  DSC00902.jpg
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Größe:  353,6 KB


    Fokusverlagerung bei Offenblende:

    Name:  DSC00903.jpg
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    Name:  DSC00904.jpg
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    Name:  DSC00905.jpg
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    Fokusverlagerung bei f/8:

    Name:  DSC00906.jpg
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    Name:  DSC00907.jpg
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    Nahbereich im Gegenlicht bei Offenblende:

    Name:  DSC00911.jpg
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    Nahbereich im Gegenlicht bei f/8:

    Name:  DSC00912.jpg
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    Nahbereich bei Offenblende:

    Name:  DSC00914.jpg
Hits: 1036
Größe:  247,9 KB


    Gerade beim Zitronenfoto (übrigens eigener Anbau...) sieht man schön die gute Bildfeldebnung.
    Hier machen sich floating elements doch sehr positiv bemerkbar.

    Ich finde das Offenblendbokeh recht angenehm, auf jeden Fall um Längen besser als vom damaligen
    Konkurrenten, den Nikkor 1,4/35mm.

    Abgeblendet finde ich das Dreieckbokeh nicht schön, aber man kann durchaus damit leben. Ich bin
    ohnehin jemand der nicht gerne allzuweit abblendet.

    Die von Hias genannten Mondpreise für dieses Objektiv sind leider traurige Realität. Dennoch ist es
    gottseidank noch kein Spekulationsobjekt, wie aktuell zB das OM Zuiko 2/40, oder das Canon fd
    aspherical 1,2/55, bzw. 1,2/85mm (Breechlock). Ich habe immer wieder durchaus bezahlbare
    Exemplare gesehen und dann bei einem zugeschlagen. Die Konkurrenz von Samyang/Walimex sehe
    ich kritisch. Zum einen ist hier die Gefahr eine Gurke zu erwischen aufgrund der Serienstreuung recht
    groß, zum anderen mag ich ganz einfach den billig wirkenden Plastiklook nicht. Aber Du hast insofern
    recht, dass man hier durchaus für deutlich weniger Geld ein mehr als gutes 1,4/35mm Objektiv
    erwischen kann.

    Ich habe noch einige Dämmerungs- und Nachtaufnahmen, die dann im Teil IV folgen.

    Bis dann,
    LG, Christian

  8. 8 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


  9. #5
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    ich freue mich schon auf die Aufnahmen bei wenig Licht!
    Sicher kann man ein superlichtstarkes für Film gerechnetes Weitwinkelobjektiv der 70er Jahre nicht in allen Belangen mit neuen Rechnungen und Vergütungen für Digital vergleichen. Aber die kameraseits nicht korrigierbare Verzeichnung und eine geringe Neigung zu vignettieren waren damals meist wichtige Kriterien der Objektive und davon profitiert man heute auch noch. Ich meine mich auch an ein besonderes Angebot der Firma Leitz aus den 90er Jahren zu erinnern für ein 35mm oder 28mm M Objektiv mit der Vergütungstechnik der 50er Jahre und diese Linse war auch nicht gerade zu kleinem Budget zu kaufen. Von Mondpreisen würde ich daher nicht unbedingt reden eher schon, dass es sich um eine Spezialität mit großem Namen handelt.

    Grüße Ulrich

  10. 3 Benutzer sagen "Danke", CanRoda :


  11. #6
    Kennt sich aus Avatar von softmachine
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    Standard HFT ist nicht T*


    Die Daten von der Zeiss Homepage beziehen sich auf das T* vergütete Planar in der letzten MM-Version für Contax.
    Das hier gezeigte HFT-Distagon ist nicht 100% identisch.
    Es hat u.a. durch die Vergütung eine andere Farbcharakteristik.
    Die T* Vergütung mit der über alle Objektive angepassten Farbcharakteristik
    ist der Hauptgrund, warum dieses (t)olle Objektiv so hoch gehandelt wird.
    Die HFT Vergütung ist da nicht identisch zu.



    schöne Grüße


    Zeiss T*

  12. Folgender Benutzer sagt "Danke", softmachine :


  13. #7
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    Zitat Zitat von softmachine Beitrag anzeigen

    Die Daten von der Zeiss Homepage beziehen sich auf das T* vergütete Planar in der letzten MM-Version für Contax.
    Das hier gezeigte HFT-Distagon ist nicht 100% identisch.
    Es hat u.a. durch die Vergütung eine andere Farbcharakteristik.
    Die T* Vergütung mit der über alle Objektive angepassten Farbcharakteristik
    ist der Hauptgrund, warum dieses (t)olle Objektiv so hoch gehandelt wird.
    Die HFT Vergütung ist da nicht identisch zu.

    schöne Grüße
    Als Laie gehe ich davon aus, daß der Unterschied der Blendenform relevanter ist als der Unterschied in den Vergütungen (spez. auf Sensor mit anschließender Bearbeitung).

    Als Skeptiker und Verschwörungsmythiker hege ich sogar den Verdacht, daß der größte Unterschied zwischen den Vergütungen der ist, daß zwar beide ein "T" im Nahmen tragen aber die eine ein "*" und die andere ein "HF".

    Auch im HFT-Universum von Zeiss-Linsen für Rollei war es nicht so, daß die sich Mühe gegeben haben, jedes HFT-Objektiv a) abweichend der T* Variante und b) abweichend von den anderen Objektiven der Serie "abzustimmen" - oder wenn sie das doch angestrebt haben sollten, dann sind sie dabei irgendwie übelst gescheitert.

    PS: Aus "Senor" den "Sensor" gemacht.
    Geändert von Jan Böttcher (04.07.2021 um 10:59 Uhr)

  14. 3 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


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