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Thema: Nikon IFED 200mm f/2

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Fleissiger Poster
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    Standard Das kann nicht sein

    Mit den optischen Gesetzen sind diese Ausführungen aber nicht in Einklang zu bringen - bei gleichem Abbildungsmaßstab dürfte die Brennweite keine Rolle spielen. Allenfalls könnte das Bokeh je nach Objektivtyp einen anderen Charakter haben, aber immer die gleiche Schärfentiefe.

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", degreeceheim :


  3. #2
    Förderndes DCC Mitglied Avatar von Crystex
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    Standard

    Zitat Zitat von degreeceheim Beitrag anzeigen
    ...aber immer die gleiche Schärfentiefe.
    Das ist Korrekt aber nur bei gleicher Blende, aber umso Telelastiger umso stärker fällt die Unschärfe aus (Hintergrundentfernungsabhängig).
    Ich hab ja drei verschiedene Lichtstärken genannt. Aber stimmt schon ich müsste das 85er 1.4er auf F2 Abblenden um die gleiche Schärfentiefe zu bekommen wie das 200 F2.
    Nur ist dann das Bokeh lange nicht so Smooth beim 85er im Vergleich zum 200er.

    LG
    Alex

  4. 2 Benutzer sagen "Danke", Crystex :


  5. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von aibf
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    Standard

    Ich habe hier ein paar Beispiele, wie sich ein 1.4/85mm bei Offenblende zeigt... Bokeh pur.

    Bei einem 2.0/200mm Objektiv müsste man halt weiter weg. Nur das Bokeh kann da nicht mithalten.
    VG Ekkehard


  6. #4
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    Standard

    Hallo zusammen,

    heute war ich mit meiner Familie im Zoo in München.

    Ich hatte mein 200mm f/2 dabei und habe einige Fotos, die die Qualität
    dieser Optik verdeutlichen sollen.

    Alle Fotos sind bei Blende 2,8 mit der Nikon Df im FX format entstanden.

    Phyton durch dickes Panzerglas:
    Name:  DSC_0818.JPG
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Größe:  267,1 KB

    crop:
    Name:  DSC_0818 (2).JPG
Hits: 594
Größe:  293,3 KB

    achtung Wolf...
    Name:  DSC_0871.JPG
Hits: 581
Größe:  254,4 KB

    crop:
    Name:  DSC_0871 (2).JPG
Hits: 616
Größe:  286,0 KB

    Erdmännchen (Jan oder Henry??):
    Name:  DSC_0880.JPG
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Größe:  187,4 KB

    crop:
    Name:  DSC_0880 (2).JPG
Hits: 576
Größe:  205,1 KB

    Specht (natürlich nicht in Gefangenschaft, sondern frei herumfliegend...):
    Name:  DSC_0938.JPG
Hits: 582
Größe:  280,2 KB

    crop:
    Name:  DSC_0938 (2).JPG
Hits: 642
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    Schneeule (leicht gelangweilt):
    Name:  DSC_0963.JPG
Hits: 573
Größe:  272,2 KB

    crop:
    Name:  DSC_0963 (2).JPG
Hits: 615
Größe:  297,6 KB

    Robbe (beim gefüttert werden):
    Name:  DSC_0980.JPG
Hits: 568
Größe:  212,6 KB

    crop (Robbe ist nicht zu 100% scharf, aber ich mußte den Augenblick nutzen):
    Name:  DSC_0980 (2).JPG
Hits: 576
Größe:  205,4 KB

    Pavian:
    Name:  DSC_1010.JPG
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Größe:  234,2 KB

    crop (keine CA`s an den Haaren...):
    Name:  DSC_1010 (2).JPG
Hits: 614
Größe:  291,9 KB

    Flughund:
    Name:  DSC_1019.JPG
Hits: 601
Größe:  292,8 KB

    crop:
    Name:  DSC_1019 (2).JPG
Hits: 585
Größe:  285,1 KB

    Ich finde es lohnt sich so einen Brocken herumzuschleppen. Durch das Freistellen
    kann man so manche Gitterstäbe, oder Zäune einfach wegzaubern.

    LG Christian

  7. 12 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


  8. #5
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard

    Im Grunde ist die Frage nach der "Freistellung" müssig, denn es ging bei der Entwicklung solcher hochlichtstarken Objektive sicher nicht um diese Aspekte, sondern darum, mit der hohen Lichtstärke in "brenzligen Situationen" in den Grenzbereichen des vorhandenen Lichts noch Verschlusszeiten zu realisieren, die eine "verwacklungsfreie" Aufnahme gestatteten.

    Und auch heute noch sehe ich das als einzigen Vorteil eines so lichtstarken Objektivs, denn was nutzt es, wenn Du in der Umkehrsituation mit zuviel Licht zu weiteren Maßnahmen wie abblenden oder der Benutzung eines ND-Filters greifen musst?

    Aus meiner Sicht ist die erzielbare Verschlussgeschwindigkeit in den Grenzbereichen das wichtige Kriterium und nicht die in Mode gekommene "Bokeh-Frage"...

    Wenn man also häufig im "halbdunkel" eines Theaters, Zirkus oder anderen schlecht ausgeleuchteten Locations unterwegs ist, zählt doch bei den Telebrennweiten jede Verbesserung bei den ISO Zahlen oder der erzielbaren Verschlussgeschwindigkeit, um einerseits die eigene Verwacklungsgefahr zu reduzieren und auch die Bewegungsunschärfe z.B. von Schauspielern, Artisten oder sonstigen "bewegten" Motiven auszugleichen und "mehr Speed" zu generieren

    Letztlich liegt nur darin der Sinn, solche Teleobjektive mit extrem hoher Lichtstärke zu entwickeln.
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  9. 5 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  10. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    […] mit der hohen Lichtstärke in "brenzligen Situationen" in den Grenzbereichen des vorhandenen Lichts noch Verschlusszeiten zu realisieren, die eine "verwacklungsfreie" Aufnahme gestatteten.[…]
    So isses, bzw. in der Event- und Sportfotografie sehr kurze Verschlusszeiten für das "Einfrieren" zu gestatten. Die Freistellung war in beiden Fällen ein sekundärer Begleitumstand, der für die Beurteilung des Fotos oder des Objektivs überhaupt keine Rolle spielte.

    Gruß
    Nils

  11. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von Anthracite
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    Standard

    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Im Grunde ist die Frage nach der "Freistellung" müssig, denn es ging bei der Entwicklung solcher hochlichtstarken Objektive sicher nicht um diese Aspekte, sondern darum, mit der hohen Lichtstärke in "brenzligen Situationen" in den Grenzbereichen des vorhandenen Lichts noch Verschlusszeiten zu realisieren, die eine "verwacklungsfreie" Aufnahme gestatteten.
    Nach dieser Aussage habe ich erst mal überlegt, ob du damit überhaupt recht hast.

    Schließlich gab es zwar nicht
    die in Mode gekommene "Bokeh-Frage"...
    aber Mode ohne die "Bokeh-Frage" , sprich die Models auf den Laufstegen, oder Fotos für Modezeitschriften. Und da ist Freistellung sehr wohl ein Thema. Für Privatporträts wurden neben Öffnen der Blende auch gerne Weichzeichner oder Weichzeichner mit Klarsichtbereich (Effektfilter) für Porträts empfohlen.

    Wer von uns hat jetzt also recht?
    Fragen wir doch mal Nikon selbst:
    The 200mm f/2, which I'll introduce tonight, was mainly intended for shooting gymnastics events. The wish of press photographers at that time was for a lens that would allow hand-held shooting and offered the fastest possible aperture, with a focal length of about 200mm.

    Hallensport also. Kein Theater, keine Mode. Für Sportporträts kann Freistellung gut sein, trotzdem denke ich, dass du recht hast. Für Pressefotografen wird die große Freistellung hinderlich gewesen sein, denn mit einem manuellem Objektiv macht es die geringe Schärfentiefe sehr schwer, den Turner überhaupt scharf zu stellen.

    Auch sah man es früher als Vorteil an, dass man mit Kleinbild alles von vorne bis hinten scharf bekommen konnte. Ich erinnere mich noch an Lehrbücher meines Vaters, wo empfohlen wurde, die längste Zeit zu wählen, bei der weder Fotograf noch Motiv verwackeln und dann so weit abzublenden, bis die Belichtung stimmt, um die maximale Schärfentiefe zu erhalten. Für Porträts mit großer Freistellung konnte der Profi auf Mittel- und Großformat ausweichen.

    Dennoch teile ich deine Aussage
    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Und auch heute noch sehe ich das als einzigen Vorteil eines so lichtstarken Objektivs, denn was nutzt es, wenn Du in der Umkehrsituation mit zuviel Licht zu weiteren Maßnahmen wie abblenden oder der Benutzung eines ND-Filters greifen musst?
    nicht. Denn Bokeh und Freistellung ist nicht nur Mode, sondern auch durch die technische Entwicklung bedingt. Für scharf von vorne bis hinten sind MFT, Smartphones und andere kleine Sensoren besser geeignet, Kleinbild aka Vollformat hingegen ist das größte bezahlbare Sensorformat. Daher wird heutzutage für Fotos, die gute Freistellung verlangen, zu Kleinbild gegriffen. Hinzu kommt, dass Verbesserungen beim Autofokus es deutlich erleichtern, auch bewegte Motive noch scharf zu kriegen.

    Davon unbenommen gibt es nicht nur in diesem Forum viele Bilder, wo Freistellung scheinbar Selbstzweck war und die durch Abblenden deutlich besser geworden wären.

  12. Folgender Benutzer sagt "Danke", Anthracite :


  13. #8
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Im Grunde ist die Frage nach der "Freistellung" müssig, denn es ging bei der Entwicklung solcher hochlichtstarken Objektive sicher nicht um diese Aspekte, sondern darum, mit der hohen Lichtstärke in "brenzligen Situationen" in den Grenzbereichen des vorhandenen Lichts noch Verschlusszeiten zu realisieren, die eine "verwacklungsfreie" Aufnahme gestatteten.
    ...
    Aus meiner Sicht ist die erzielbare Verschlussgeschwindigkeit in den Grenzbereichen das wichtige Kriterium ...
    Zitat Zitat von Anthracite Beitrag anzeigen
    Nach dieser Aussage habe ich erst mal überlegt, ob du damit überhaupt recht hast.
    Hatte ich zwar auch erst, aber wenn man "solcher hochlichtstarken Objektive" durch "solcher hochlichtstarken Tele-Objektive" ersetzt, wird Henry's Aussage klar. Er hatte das aber auch im letzten Satz seines Beitrag verdeutlicht. Mit einem 200mm Tele hat man auf Entfernung sicherlich kein Makro-Bokeh.

    Gruß, Rick

  14. #9
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von digifret Beitrag anzeigen
    ...
    Was Henry mit der Umkehrsituation sagen möchte verstehe ich allerdings nicht, denn wenn ich ein lichtstarkes Objektiv abblende z.b auf 2.8 oder 16 dann sollte es sich ja genau so verhalten wie ein normal Objektiv und wäre ein ND Filter nicht explizit für Lichtstarke Objektive benötigt.

    Pierre
    Was ist daran unverständlich muss ich mal zurückfragen.

    Wenn ich ein hochlichtstarkes Teleobjektiv für teuer Geld kaufe und dann weil die Kamera nur 1/4000stel Sekunde bringt im gleissenden Sonnenlicht und ich gezwungenermaßen bis in den Bereich der Beugung an den Blendenlamellen "zumachen" muss um nicht völlig übersteuerte Digital-Bilder zu erhalten, geht der Sinn eines solchen hochlichtstarken Tele-Objektivs deutlich an meiner Verständniswelt vorbei...

    Deshalb sprach ich ja explizit auch von den Grenzbereichen des Lichtes... und das ist nunmal ganz dunkel oder viel zu hell...


    Zitat Zitat von Anthracite Beitrag anzeigen
    Nach dieser Aussage habe ich erst mal überlegt, ob du damit überhaupt recht hast.

    Schließlich gab es zwar nicht
    aber Mode ohne die "Bokeh-Frage" , sprich die Models auf den Laufstegen, oder Fotos für Modezeitschriften. Und da ist Freistellung sehr wohl ein Thema. Für Privatporträts wurden neben Öffnen der Blende auch gerne Weichzeichner oder Weichzeichner mit Klarsichtbereich (Effektfilter) für Porträts empfohlen.

    Wer von uns hat jetzt also recht?
    Fragen wir doch mal Nikon selbst:
    The 200mm f/2, which I'll introduce tonight, was mainly intended for shooting gymnastics events. The wish of press photographers at that time was for a lens that would allow hand-held shooting and offered the fastest possible aperture, with a focal length of about 200mm.

    Hallensport also. Kein Theater, keine Mode. Für Sportporträts kann Freistellung gut sein, trotzdem denke ich, dass du recht hast. Für Pressefotografen wird die große Freistellung hinderlich gewesen sein, denn mit einem manuellem Objektiv macht es die geringe Schärfentiefe sehr schwer, den Turner überhaupt scharf zu stellen.

    Auch sah man es früher als Vorteil an, dass man mit Kleinbild alles von vorne bis hinten scharf bekommen konnte. Ich erinnere mich noch an Lehrbücher meines Vaters, wo empfohlen wurde, die längste Zeit zu wählen, bei der weder Fotograf noch Motiv verwackeln und dann so weit abzublenden, bis die Belichtung stimmt, um die maximale Schärfentiefe zu erhalten. Für Porträts mit großer Freistellung konnte der Profi auf Mittel- und Großformat ausweichen.

    Dennoch teile ich deine Aussage

    nicht. Denn Bokeh und Freistellung ist nicht nur Mode, sondern auch durch die technische Entwicklung bedingt. Für scharf von vorne bis hinten sind MFT, Smartphones und andere kleine Sensoren besser geeignet, Kleinbild aka Vollformat hingegen ist das größte bezahlbare Sensorformat. Daher wird heutzutage für Fotos, die gute Freistellung verlangen, zu Kleinbild gegriffen. Hinzu kommt, dass Verbesserungen beim Autofokus es deutlich erleichtern, auch bewegte Motive noch scharf zu kriegen.

    Davon unbenommen gibt es nicht nur in diesem Forum viele Bilder, wo Freistellung scheinbar Selbstzweck war und die durch Abblenden deutlich besser geworden wären.
    Na das Zitat aus dem Englischen beschreibt eine denkbare Situation... den Hallensport.

    Es gibt aber noch viel, viel mehr Beispiele, bei denen man mit Fug und Recht ebenso den Nutzungsbereich solcher lichtstarken Teleobjektive umschreiben kann.
    Mal ein Beispiel aus meiner Reportage-Fotografie von vor 40 Jahren...

    Heinz Rühmann war immer ein "Fotografen-Muffel", ließ sich also nie gern fotografieren. Als seine Frau starb, wurde er lange, lange Zeit nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen und es gab so gut wie keinerlei Fotos mehr von ihm.

    Irgendwann aber kam er dann in der Weihnachtszeit nach Hamburg in das Hamburger Wahrzeichen, den "Michel" um dort vor einem großen Publikum Weihnachtsgeschichten und Gedichte zu lesen. Fotografen durften nicht in das Kirchenschiff, wo er im Dunkel eines Tisches mit einer Leselampe in einer "gefühlten Entfernung" von um die 150 Metern saß und aus einem Buch vorlas.

    Tja, was soll ich sagen... wir fotografen hatten nur die Chance durch die gläserne Eingangstür ins Kirchenschiff hindurch zu fotografieren. Und wir waren da etliche Fotografen, von DPA, AP, Keystone und wie sie alle hießen... die nun zu "ihren Fotos" für die Tageszeitungen kommen mussten.

    Und so eine Kirche kann schön dunkel sein, glaubt es ruhig.

    So waren wir froh, das einige der Kollegen tatsächlich im Besitz solcher hochlichtstarken Teleobjektive von Nikon und Canon waren (für mich als Volontär damals unbezahlbar) und diese Teleobjektive dann nacheinander an die Kameras der Kollegen wanderte, damit auch diese noch eine Chance hatten zu ihrem Bild zu kommen.

    Da wir Stative ohnehin nicht vor dem Eingang/Ausgang aufbauen durften, blieb nur übrig, nacheinander zu fotografieren.. und dabei den Kollegen als "Schulter-Stativ" zu dienen... d.h. abwechselnd stellten wir uns an die verschlossene Glastür in einem sicheren Stand, der fotografierende Kollege packte die "Objektiv-Keule" auf Deine Schulter und Du musstest möglichst nicht atmen...

    Die Filmempfindlichkeiten wurden von 400 ASA auf 3200 oder nochmehr ASA gepuscht (schon zu lange her) und im Anschluss fuhren wir dann in das Labor der DPA um dort unsere Filme zu "kochen"...

    Zwar konnte man inmitten des groben Korns den "Rühmann" nur noch erahnen, aber jeder hatte nun sein Bild für seine Zeitung, den Bilderdienst oder wer sonst für die Brötchen sorgte zu der Zeit.

    Wer einmal in solchen Extremsituationen fotografieren musste, wird ganz leicht verstehen, wofür diese Super-Teleobjektive mit hoher Lichtstärke wichtig waren und auch heute noch sind.

    Solche Fragen nach dem besseren Bokeh oder einer höheren Freistellung sind "Luxus - Problemchen", die das "Für und Wieder" solcher Objektivtypen ad adsurdum führen. Das der technische Fortschritt nun höhere ISO/ASA Zahlen ermöglicht ist da schon ein Segen, aber daraus nun abzuleiten, dass solche Unterschiede in der Freistellung (die sicher da sind, weil es eine logische Folge der höheren Lichtstärke abhängig von der Motiventfernung ist) sollte auch heute noch immer eine zweitrangige Betrachtung bleiben.

    Der Hauptzweck ist auch heute noch in dem Zuwachs an "Speed" also Verschlussgeschwindigkeit zu sehen. Selbst die Flutlichtbeleuchtung in einem Fußballstadion reicht oftmals kaum aus, um knackscharfe Fotos von den Akteuren zu machen. Da zählt letztlich auch jeder "Speed-Punkt" um im rechten Moment den Ball und den fliegenden Torwart abzulichten...

    Von miesem Wetter bei Regen oder wolkenverhangenem Licht bei einem "Draussen-Spiel" gar nicht erst zu reden...


    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  15. 3 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


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