Das hat mein Reparateur des Vertrauens (ehemalig bei Pentacon beschäftigt) auch schon mal erwähnt; das sollte sogar die BX20 (ohne S) betreffen.
VG
Holger
P.S. ich mag sie trotzdem nicht so wie die ältere BC1...
Das hat mein Reparateur des Vertrauens (ehemalig bei Pentacon beschäftigt) auch schon mal erwähnt; das sollte sogar die BX20 (ohne S) betreffen.
VG
Holger
P.S. ich mag sie trotzdem nicht so wie die ältere BC1...
Diverse Dresdner Kameras und einige dazugehörige Objektive aus Jena und Görlitz - viel analoges Zeug also.............und nebenbei zwei Canon mit 'nem D
Zum Stichwort "Reparateur meines Vertrauens" fällt mir Folgendes ein:
Im Jahr 1985 kaufte ich mir die Praktica BC1. Natürlich in der Provinz nicht zu kriegen, also dreimal nach Leipzig gefahren und
endlich eine bekommen. Dann noch die Westverwandschaft zwecks passendem Winder animiert und das Glück war perfekt.
Leider hat die Kamera im Dauerfeuer von 2 Bildern pro Sekunde ab und zu mal nicht belichtet, d.h. der Verschluß öffnete nicht.
Da ich damals ein nicht unbegründetes Mißtrauen gegen die sogenannten Fachwerkstätten hegte, nicht lange gefackelt, in Dresden
angerufen und in der Sachsenwerkstraße -der Zentralwerkstatt- einen Termin vereinbart. Dort angekommen hat sich der Werkstattleiter
das Problem angeschaut und baldige Abhilfe versprochen. Nach einer Woche war die Kamera wieder bei mir! Unrepariert mit dem
Hinweis der Fehler konnte nicht gefunden bzw. nachvollzogen werden. Tja, der Werkstattmensch hatte es doch aber selbst gesehen!?
Nunja. Alles zusammengepackt und diesmal per Post an den zuständigen Abteilungsleiter gesandt. Wieder unrepariert zurück,
kein Fehler feststellbar. Nochmals nach Dresden geschickt, diesmal an den Betriebsdirektor. Wiederum unrepariert retour, diesmal
mit dem Hinweis, die Kamera wäre versandet. Wohlgemerkt hatte ich damit zwei Filme belichtet und das Haus hatte sie nur verlassen
um zur Reparatur geschickt zu werden. Unverdrossen wieder ein Paket geschnürt und diesmal an den Kombinatsdirektor Genossen
Biermann gesandt. Vermutlich war der gute Mann da aber schon mit seinen Reisevorbereitungen gen Westen beschäftigt, sodas ich
auch diesmal meine BC1 unrepariert zurückbekam. Allerdings konnte man auch sehen, das tatsächlich versucht wurde die Kamera zu
reparieren. Alle Schraubenköpfe waren verhunzt, die Belederung nur noch teilweise verklebt, kurz gesagt nach drei Monaten -so
lange dauerte die Geschichte- sah sie aus wie nach langjährigem Einsatz in Kriegsgebieten. Jetzt war ich endgültig bedient, packte abermals
alles nebst dem angelaufenen Schriftwechsel zusammen und schickte sie nach Berlin an die Arbeiter-und Bauerinspektion kurz ABI.
Und siehe da, nach vierzehn Tagen ein Paket aus Dresden mit einer nagelneuen, ausgesuchten BC1 sowie einem Entschuldigungsschreiben
mit dem Hinweis auf stattgehabte personelle Konsequenzen.
Leider wurde mir das gute Stück ein Jahr später in Bulgarien gestohlen. Die Optiken aber setze ich heute noch gern an der 1er oder 5er Canon ein.
Mir wurde zuletzt im Werk gesagt, das ein gefühlvoller Handaufzug das beste für die Praktica wäre und diese für den Amateurgebrauch konzipiert wäre. Winder habe ich niemals benutzt und nach ca. 5000 Aufnahmen musste ich das Aufzuggetriebe nachregulieren lassen, da der Filmschritt ungleichmäßig wurde. Das war bei der BX 20 und BX 20s.
Mit der L-Kamera (LTL 3) hatte ich diese Probleme nie. Ich nehme an das die L-Serie stabiler gebaut war und das PL-System (Pentacon-Loading) automatische Filmeinlegen durch die Fangbügel stabiler war. Leider hatte das die B-Serie nicht mehr.
Profikameras sind auch entsprechend teurer. Doch selbst die Mittelformatkamera Pentacon-Six hatte ein chronisches Filmtransportproblem.