Nachschub
Ich mag die Bildwirkung von dem alten Soligor irgendwie. Schwer zu beschreiben warum.
Alle Bilder unbearbeitet direkt aus der Kamera.
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Nachschub
Ich mag die Bildwirkung von dem alten Soligor irgendwie. Schwer zu beschreiben warum.
Alle Bilder unbearbeitet direkt aus der Kamera.
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Soligor Objektive Anfang bis Mitte der 1970er Jahre waren generell relativ gute und von der Anfaßqualität her sehr gute Objektive,
die sich auch der Normalmensch leisten konnte, sofern er sich überhaupt eine Spiegelreflex-Kamera leisten wollte.
Seinerzeit etwa um 1970 bestand eine "bessere" Fotoausrüstung aus einem 35er Weitwinkel, dem Normalobjektiv - oft das einzige Originalobjektiv,
und einem 135er Tele.
Die beiden Wechselobjektive waren oft von Soligor oder wer etwas auf sich hielt von Vivitar.
Tokina - ein Großteil der Soligor Objektive war von Tokina und Sun - und Tamron kam erst etwas später.
Diese Soligor-Objektive, auch das 28er, waren im besten Sinn gute Gebrauchsobjektive und liefern heute auch sehr ansprechende Fotos,
old-fashioned würde man wohl heute sagen, auch von den Farben her.
Und wer hätte wohl damals in die Sonne fotografiert und keine Flares erwartet,
man hätte eher weiter abgeblendet, damit etliche Vielecke abgebildet werden, das war auch mal große Mode.
Grüße aus Franken
Dieter
Hallo Anthracite,
danke für die schöne Vorstellung. Das Preis / Leistungsverhältnis ist wirklich nicht schlecht.
Mit welcher Kamera hast Du getestet?
Grüße Roland
Geändert von ropmann (10.06.2016 um 16:33 Uhr)
Anfassqualität ... das Wort trifft es irgendwie. Das Objektiv fasst sich wirklich besser an als die meisten anderen Objektive - Metall, glatt und geschmeidig und trotzdem ein fester Griff.
In der Tat, die Farben sind etwas anders. Ich müsste mal einen direkten Vergleich mit einem anderen Objektiv machen.old-fashioned würde man wohl heute sagen, auch von den Farben her.
Nikon D600
Mein Spezialist für besondere Lichtsituationen:
Sobald die Sonne nicht direkt im Bild ist, sind die Flares komplett weg. Die tollen Farben bleiben aber. Das Objektiv bringt insbesondere Gelbtöne schön kräftig hervor.
Alle Bilder von einer D600, Picture Control = Neutral. Das zweite Bild ist leicht beschnitten.
Falls dein Papa noch eine analoge Nikon für die Linse hat, besorge mal Kodak Ektar oder Portra 160, und nimm im warmen Licht etwas auf.
Erst nach und nach entdecke ich, dass das Soligor ein sehr schönes Bokeh hat. Mit nur 1:2,8 bei 28mm ist die maximale Freistellung natürlich begrenzt, aber wie der Hintergund abgebildet wird, ist meistens einwandfrei und schön.
Was fehlt ist lediglich eine Korrektur für den Nahbereich, so wie die CRC (Close Range Correction) bei Nikon-
Das Bild ist leicht beschnitten.
Da mir das Objektiv so gut gefällt, ist es dann als eines von vier Objektiven mit in den letzten Urlaub gekommen und war auch gleich das am meisten benutzte Objektiv (was aber auch daran liegt, dass 28mm für Stadtbesichtigungen eine gute Brennweite ist).
Die folgenden Bilder sind jetzt abgeblendet und ohne Bokeh.
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Wer zu spät kommt, den bestraft nicht immer das Leben.
Ich war erst eine gute halbe Stunde vor Toreschluss da. Das Licht gerade im Hintergrund über den Wäldern war genial.
Amphitheater von Epidauros
Und noch ein paar andere Bilder
In Athen
Agora in Athen, Stoa des Attalos
Um wenigstens ein Bild bei Offenblende zeigen zu können. Ebenfalls Agora, unmotiviert auf den Stein in der Mitte rechts fokussiert und aufgeblendet. Das Bokeh ist schön, aber mehr Freistellung ist auf die Entfernung bei 28/2,8 nicht drin.
Gräber in Mykenä, Panorama aus zwei Bildern.