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Thema: Revuenon 1,7/40mm an Sony E

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Förderndes Mitglied Avatar von Helge
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    Na da sieht ja mal richtig gut aus, und zwar sowohl die sehr schönen Fotos als auch das Objektiv vor der Kamera. 40mm finde ich im Moment auch sehr spannend und über eine Adaptierung des Minolta-Gegenstücks denke ich ebenfalls schon länger nach. Was Du hier zeigst, steigert die Motivation...

  2. #2
    Ist oft mit dabei Avatar von paguru
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    Danke! Ich denke, das Minolta ist den Aufwand für den Umbau bestimmt wert. Und es hat sogar einen Blendenring, oder?
    Oliver
    fotografiert mit der Canon 5D und Sony A7 | paguru auf flickr | dpqBench (sourceforge)

  3. #3
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    Zumindest die Version, die ich kenne, hat auch keine manuelle Blendensteuerung, sonst hätte ich das schon längst ausprobiert.

  4. #4
    Fleissiger Poster
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    Meinen Respekt
    Ich habe mich auch schon an dem Revuenon versucht, bin aber an der Blendensteuerung gescheitert. Von daher wäre ich schon sehr neugierig, wie du das hingekriegt hast.
    Sony Nex-3
    1 Schublade voll mit manuellen Objektiven

  5. #5
    Ist oft mit dabei Avatar von paguru
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    Hallo jack,

    gerne zeige ich den - zugegebenermaßen etwas improvisierten - Aufbau der Blendensteuerung hinter der Frontlinse:

    Name:  DSC04961 (copy).jpg
Hits: 2321
Größe:  91,5 KB

    Der kleine Hebel (1) stammt von der ursprünglichen Blendensteuerung. Er war über eine Stange mit der Mechanik/Elektrik im Kameragehäuse verbunden, die Stange ist aber gekappt. Wenn er sich im Uhrzeigersinn dreht, schiebt er den Blendenhebel (2) an. Ich habe nun den Blechstreifen (3) eingebaut - einfach mit Expoxidharz in den Zeiten-Ring eingeklebt (rechts unten im Bild). Wenn man nun den Ring dreht, dann drückt er den Hebel (1) zur Seite und steuert die Blende. Die richtige Form für den Blechstreifen zurechtzubiegen hat ein paar Versuche gebraucht ... sonst aber recht einfach.

    Noch ein Blick auf die neue Rückseite des Objektivs:

    Name:  DSC04964 (copy).jpg
Hits: 2586
Größe:  157,5 KB

    Man sieht von außen nach innen:
    • schwarz: ein Ring von einem alten 52mm-Filter. In das Filtergewinde wird dann ein 52mm-Umkehrring für das Sony-Bajonett eingeschraubt
    • Messing: ein zurechtgefeilter 49mm-Filterring zum Ausgleich des Abstands, in den 52mm-Ring eingepresst.
    • Alu: Einlegering aus einem M39/Sony-Adapter, war noch übrig. In den Ring habe ich die Aussparungen für die Original-Geradführungen gefeilt und diese eingeklebt (und auch noch etwas abgefeilt).
    • Messing: Gewindering vom Original-Helicoid. Dieser ist in den Alu-Ring eingeklebt, darin dreht sich der eigentliche Helicoid, der mit dem Fokushebel verbunden ist.


    Wichtig ist natürlich, das Ganze vor dem Verkleben sorgfältig auf unendlich zu justieren...
    Oliver
    fotografiert mit der Canon 5D und Sony A7 | paguru auf flickr | dpqBench (sourceforge)

  6. 8 Benutzer sagen "Danke", paguru :


  7. #6
    Fleissiger Poster
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    Toll! Es geht also doch. Das gibt mir wieder Motivation, es noch mal zu versuchen.
    Ich hatte seinerzeit zwei Probleme beim Umbau:
    1: Ich habe am Objektiv keine Möglichkeit gefunden, den Linsenblock auf Unendlich zu justieren. Normalerweise sind an jedem Objektiv umlaufende Madenschrauben, die eine feine Justierung erlauben. An dem Revuenon habe ich keine gefunden. Somit hätte ich die Justierung auf Unendlich durch den Hinterbau machen müssen, z. B. durch Abfeilen oder mit Unterlegscheiben. Das ist eine sehr umständliche Sache.
    2: Ich hatte für die Ansteuerung der Blende auch die Idee mit dem Zeitenring, allerdings war dafür hinter dem Objektiv einfach nicht mehr genug Platz.

    Aber du hast es ja geschafft. Danke!
    Sony Nex-3
    1 Schublade voll mit manuellen Objektiven

  8. #7
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    Der Umbau war für mich ein Geduldsspiel, ich habe bestimmt über 4 Wochen immer mal wieder ein bißchen weitergebastelt (ich mache sowas aber auch nicht oft). Immer wieder habe ich Teile provisorisch fixiert, justiert, wieder geändert. Einige Gehäuseteile mussten auch mal mit der Feile bearbeitet werden, wenn noch ein bißchen Platz gefehlt hat (z.B. über dem neuen "Blendenarm". Eine gut sortierte Grabbelkiste mit Kleinteilen ist auch hilfreich bei der Suche nach dem richtigen Ring oder der richtigen Feder.

    Am Ende habe ich mir sogar den Luxus einer Blendenrastung gegönnt. Dazu unter dem Zeitenring eine Bohrung ins Gehäuse, Feder und Stahlkugel eingesetzt und in die Gegenseite feine Vertiefungen gefräst - läuft etwas rau, aber sehr brauchbar.
    Oliver
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  9. 4 Benutzer sagen "Danke", paguru :


  10. #8
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    Hallo,
    ich bin neu hier und habe das Forum über die Suche zu dem Revuenon 40/1.7 gefunden. Mein Name ist Holger und ich komme aus der Gegend von Braunschweig.
    Zitat Zitat von paguru Beitrag anzeigen
    • Messing: Gewindering vom Original-Helicoid. Dieser ist in den Alu-Ring eingeklebt, darin dreht sich der eigentliche Helicoid, der mit dem Fokushebel verbunden ist.


    Wichtig ist natürlich, das Ganze vor dem Verkleben sorgfältig auf unendlich zu justieren...
    Ich habe auch so eine Kamera mit noch gut erhaltenem Objektiv erworben. Der Messsucher ist hinüber und so hatte ich keine Scham, die Kamera auseinander zu nehmen. Ich möchte das Objektiv ebenfalls an eine Sony Alpha 7 adaptieren.

    Ich habe nun die Platte mit dem Objektiv in der Hand. Kann man diesen Messingring, der sich mit der Entfernungseinstellung bewegt, heraus schrauben? Ich glaube es, möchte aber keine Gewalt anwenden. Ich glaube weiterhin, das man damit ursprümglich das Objektiv auf unendlich justiert hat. Kann das sein?

    Gruß Holger

  11. #9
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    Hallo noch mal,
    ich habe nun doch Gewalt angewendet. Die Platte, an der das Objektiv hängt, ist aus Zinkdruckguss und lies sich mit dem Seitenschneider wegknispeln.

    Zitat Zitat von paguru Beitrag anzeigen
    Noch ein Blick auf die neue Rückseite des Objektivs:

    Name:  DSC04964 (copy).jpg
Hits: 2586
Größe:  157,5 KB

    Man sieht von außen nach innen:
    • Messing: Gewindering vom Original-Helicoid. Dieser ist in den Alu-Ring eingeklebt, darin dreht sich der eigentliche Helicoid, der mit dem Fokushebel verbunden ist.


    Wichtig ist natürlich, das Ganze vor dem Verkleben sorgfältig auf unendlich zu justieren...
    Nachdem ich das Objektiv nun von der Platte befreit habe, verstehe ich diesen Aufbau noch weniger. Der Messingring muss doch drehbar bleiben. Das Objektiv bewegt sich durch die Geradführungen nur vor und zurück. Am Entfernungsring befinden sich 3 Madenschrauben, mit denen der Entfernungsring auf dem Messingring geklemmt wird. Dadurch sollten auch leichte Korrekturen des Auflagemaßes möglich sein.

    Was ich nicht verstehe:
    • Der Messingring hat einen Wulst, mit dem er original hinter der Zinkdruckgussplatte drehbar sitzt. Ich dachte ursprünglich, man könnte diesen Wulst als Ring abschrauben, sieht aber aus wie aus einem Stück. Wie wurde das dann ursprünglich montiert?
    • Wenn du den Messingring an deinem Alu-Ring festgeklebt hast, lässt sich doch die Entfernung nicht mehr einstellen, oder dreht sich bei dir das ganze Objektiv mit?

  12. #10
    Spitzenkommentierer
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    Hallo zusammen,

    ich habe aus gegebenem Anlaß diesen interessanten Thread ausgegraben. Ist schon faszinierend welche
    "Schätze" hier in den Tiefen des DCC schlummern...

    Für den Gegenwert von zwei Flaschen Hochprozentigem habe ich zwei Revue 400 SE Kameras, jeweils
    mit dem Revuenon 1,7/40mm aka Rokkor 1,7/40mm (aus der Hi Matic) bestückt, bekommen.

    Das Ausbauen der Optik geht nur auf die brachiale Weise:

    Name:  DSC_2457.jpg
Hits: 1132
Größe:  233,1 KB

    Name:  DSC_2464.jpg
Hits: 1108
Größe:  218,0 KB

    Das Objektiv selbst ist vollgestopft mit Mechanik. Ich habe es sozusagen entkernt und unter anderem den
    Copal Verschluß ausgebaut. Das ist übriggeblieben:

    Name:  DSC_2456.jpg
Hits: 1118
Größe:  277,9 KB

    Name:  DSC_2465.jpg
Hits: 1066
Größe:  205,5 KB

    Ich habe einen Adapter von M39 auf NEX ausfräsen lassen und das Objektiv darin eingepaßt. Den Einstellring
    für die Verschlußzeiten konnte ich mit der Blendensteuerung verbinden, so dass dies jetzt der "neue" Blenden-
    ring ist. Den internen Helicoid habe ich belassen. Allerdings gibt es jetzt keinen seperaten Entfernungseinstell-
    ring mehr, sondern man muß das an der Kamera angesetzte Objektiv vorne nehmen und einfach drehen.

    Name:  DSC_2463.jpg
Hits: 1116
Größe:  211,0 KB

    A = Entfernungseinstellung

    B = Blendenring

    Das ganze habe ich jetzt provisorisch zusammengesetzt um die Unendlicheinstellung zu kalibrieren. Ich habe am
    Anschlag noch einen leichten Backfokus, aber mit einer dünnen Distanzscheibe sollte das bald gegessen sein.

    Erste Testfotos schauen ganz vielversprechend aus. Ich werde zu gegebener Zeit nachberichten.

    Hier noch ein paar Fotos vom Revuenon:

    Name:  DSC_2458.jpg
Hits: 1082
Größe:  240,0 KB

    Name:  DSC_2460.jpg
Hits: 1089
Größe:  267,3 KB

    Name:  DSC_2461.jpg
Hits: 1076
Größe:  227,0 KB

    Name:  DSC_2462.jpg
Hits: 1075
Größe:  198,3 KB

    Es wird dann natürlich nochmal auseinandergenommen und gesäubert... keine Sorge!

    LG, Christian

  13. 11 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


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