Naja, Ansichts- und Geschmackssache sind zunächst die eigenen Vorlieben bezüglich genutzter Brennweiten. Etwas anderes ist der Einsatzzweck einer "Immer-dabei-Kamera".
Du hast schon recht, im Gegensatz zu 35er oder 40er Brennweiten ist beispielsweise Portrait mit 28mm sicher nur als selten genutzte Effektlinse brauchbar und für Street und Reportage ist die Brennweite vermutlich auch in einigen Situationen hart am Rande des Weitwinkelbereiches. Immerhin ist durch das Vollformat der Q noch genug Luft für Crops auf 35- oder 50mm-Äquivalenz vorhanden. Und der Erfahrungsbericht auf dpreview zeigt auch ohne Beschnitte erstklassige Bilder, die meiner Meinung nach alles andere als langweilig sind.
21mm als fixe Linse, mit der ja die neue Sigma DP0 Quattro kommt (von dir in einem anderen Thread erwähnt) ergibt aber sicher keinen Sinn für den täglichen Einsatz. Es gibt zwar keine extremen Knalleffekte wie bei Fisheye-Linsen, von denen vor 30 Jahren jedes Fotomagazin zugepflastert wurde und von denen man heute zurecht nichts mehr wissen will (was in 30 Jahren meiner Meinung nach auch für die meisten HDR- und Software-Effektfotos gelten wird), aber ich finde, 21mm schränkt den Einsatzbereich ebenfalls arg ein.
Grüße
Nils
Man kann mit nur einer Brennweite nicht allen Ansprüchen gerecht werden.
28mm wären auch nicht meine erste Wahl. Für "Street" bevorzuge ich 35, für WW eher 24.
Optimal wäre finde ich eine Art "Bi-Elmarit" oder "Duo-Elmarit" mit 24er und 35er oder 28er und 50er Einstellung, vergleichbar dem Tri-Elmar mit drei Brennweiten nur eben auf zwei begrenzt, dafür aber um eine Blende lichtstärker (also f/2.8 statt f/4). Ein "Bi-Summicron" wäre wohl nicht machbar.
Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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Ich glaube, so eine Dual-Brennweite ist nicht mehr zeitgemäß. Dann doch eher ein Zoom. Aber die Beschränkung auf eine Brennweite finde ich gerade spannend. Ich habe die Fuji X100 mit 23mm (auf KB bezogen dann 35mm), damit kann ich nicht alles machen, das ist klar, aber schon sehr viel. Und die 28mm der Leica ist sicher auch keine schlechte Wahl.
Für alle die 4000€ ausgeben hat die Kamera einen Umschalter auf 35 oder 50mm, die Daten werden auf 15,4 / 7,5 Megapixel beschnitten.
Gruß Ewald
Man kann es immer nur wiederholen... werft mal einen Blick ins eigene Archiv, wieviele Bilder mit welchen Brennweiten (bezogen bzw. runtergerechnet auf "KB Format Entsprechung") entstanden sind.
Sieht man sich dann speziell die "Reise und Streetfotografie" an, für die eine solche Kamera mehr oder weniger gedacht ist, so bildet ein 28mm Objektiv zusammen mit den "Cropreserven" eines guten KB Sensors schon eine Menge "Performance" für die bildmäßige Fotografie.
Den Anspruch einer solchen Kamera sehe ich auch weniger in einer hohen Flexibilität und wer nun meint, er fotografiert an KB lieber mit 21mm... tja, der sollte dann keine Leica Q kaufen...
Nur - und das sollte man bedenken - ein 28er dürfte weitaus häufiger zum Einsatz kommen, als irgendeine 21mm Brennweite. Sollte doch mal mehr aufs Bild kommen müssen, so wäre dabei auch die Frage, ob ein 21 bezüglich Verzeichnung und Gesamtkorrektur nun wirklich einem 28er vorzuziehen wäre, wenn man die Ecken eigentlich gleich wieder vergessen kann.
28 und 35mm am KB sind die wohl im WW - Bereich am häufigsten eingesetzten Brennweite... warum also nicht konsequent am unteren Ende diesen Kompromiss eingehen... bei 21mm geht es dann schon eher um den Effekt...
Breitwandbilder/Panoramen kann ich mir auch aus zwei 28er Bildern zusammenrechnen. Da kommt es nur auf die Kamerafähigkeit an, wie z.B. die NEX Kameras ja schon in ihrem speziellen Modus dafür gezeigt haben.
Unter 28mm finde ich nur selten Fotos in meinem Archiv... selbst mit meinem Canon 20-35mm L... meist 28-35mm Bereich und auch da wird oftmals noch gecroppt.
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Eben, zumal der Umschalter auch 35mm erlaubt und dabei imer noch mehr als 12 MP generiert.
Es ist ja auch kein Zufall, dass früher™ alle Hersteller, einschließlich der zahllosen Billigpappenheimer, nicht nur 50er und 135er en masse, sondern immer auch 28er im Angebot hatten. Und das etwa nicht, weil die so leicht herzustellen gewesen wären, bis in die 60er Jahre war das bezüglich der anspruchsvollen Optik ja schon das Ende der Fahnenstange im Weitwinkelbereich.
Grüße
Nils
Da hast Du bestimmt Recht, wenn es darum geht nur eine Kamera mitzunehmen. Dann ist die Brennweite von 28mm klarerweise deutlich flexibler als 21mm. Ist man aber bereit zwei Kompaktkameras oder zwei Objektive für eine Systemkamera mitzuführen (eine für Landschaften und eine längere für Porträts, Details, Freistellung), so ist meiner Meinung nach eine Kombi aus einem (U)WW und einem 50mm bzw. 85mm besser. Nichtsdestotrotz hat jeder andere Brennweitenvorlieben. Du sagst ja selbst, dass Du kaum im UWW Bereich fotografierst. Andererseits gibt es auch Leute die ein UWW nicht von der Kamera nehmen.
Mir gefällt die Leica Q. Tolles Konzept, sehr gefälliges Design, ja, so stelle ich mir Leica vor.
Mit ein wenig 1000er Schleifpapier kann man dann noch drübergehen... der musste sein
Siehe:
http://www.digitalkamera.de/Meldung/...vitz/9415.aspx
LG PETER (Freund manueller Objektive)
Sony A7 & A7 IV, A77II, Nex5n, Panasonc FZ1000 & LX7,
Fuji S2pro & S9600
Objektive von 14mm - 500mm (auch mit Autofokus)
https://www.flickr.com/photos/asahitak/
Wenn ich mit dem iPad fotografiere, dessen Objektiv den Bildwinkel eines 30-mm-KB-Objektivs hat bzw. dem Canon EF 2.8/24-70mm an der Canon 6D, merke ich auch, wieviele Bilder im Weitwinkelbereich entstehen und eher selten die 50er-Brennweite genutzt wird. Daher finde ich die Idee mit dem 28er-Objektiv kombiniert mit der Lichtstärke 1.7 nicht schlecht. Zumal man viele Bilder heute auf dem großen Monitor statt auf Postkartenformat betrachtet.
LG
Waveguide