Boah, Leute! Macht mir den Mund doch bitte nicht so wässrig!!
Mein Linsen-Budget ist zur Zeit total aufgebraucht. Und da kommt ihr mir SOLCHEN Bildern! Menno!!![]()
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Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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So ein alter Hase lässt sich noch immer so schnell zappelig machen
Wenn du dir die Härte im Bild ansiehst, relativiert sich die sogenannte Schärfe doch schon wieder und du wirst aus Erfahrung wissen, dass andere alte 1.4er Gläser DAS auch drauf haben, bei vielleicht noch angenehmerer Darstellung -eben dann nur etwas Nachbearbeitung bedürfen (die ich den Bildern oben aber auch nicht abspreche).
Gruß Marcus
ja, die "Härte" im Bild war für mich anfangs im Vergleich zu allen anderen 50ern auch ungewohnt. Mittlerweile würde es eher als super knackig bezeichnen. Das ist aber der grosse Unterschied, es braucht eben keine Nachbearbeitung, weil es offen schon so kontrastreich ist. Trotzdem würde ich keines meiner anderen 50er Altgläser missen wollen, denn der spezielle Swirl eines Summilux, die Freistellung eines Canon FD 1,2 SSC aspherical oder die Farben des 1,4er Zeiss C/Y Planars haben ihren Reiz. Das einzige Manko ist Größe und Gewicht der Linse, wenn ich das mit meinem Minolta 1,2er vergleiche...
Insgesamt gesehen ist und bleibt es aber das perfekteste 50er, das ich jemals hatte und an Vergleichsmöglichkeiten zu den von mir hochgeschätzten Spitzenprodukten vergangener Zeiten mangelt es mir nicht. Letztlich sollte man vor einem Urteil das Teil schon mal selbst eine gute Zeitlang vor der Kamera gehabt haben.
Ich tue mir diese aktuellen Kontrastboliden nicht an - habe auch keinen Vergleich - sehe aber die Bilder, die damit gemacht werden. Und wenn der "Schärfeeindruck" allein durch den übersteigerten Kontrast erreicht wird, ist es eine Schummelei, die dem Bildergebins nicht zuträglich ist. Es ist für mich vergleichbar mit einer Kontrasterhöhung in PS, die auch nicht mehr rückgängig zu machen ist und zu Lasten anderer wichtiger Bildparameter erfolgt. Wenn ich mit einem alten Planar zu ähnlichem Endergebnis komme, dieses aber für mich dann noch steuerbar ist, ziehe ich das doch dann vor.
Vielleicht kannst du diesen Vergleich mal (für dich) machen?
Gruß Marcus
Diese Zusatzbeschichtungen und -Vergütungen seit der Digitalisierung tun dem eigentlichen Bild mMn insgesamt nicht so gut. Ich habe z.B. noch ein 105er Makro EX von Sigma aus der analogen Zeit, ohne diese DG (oder DC- keine Ahnung)-Beschichtung der aktuellen Rechnung und kann es mit besten Ergebnissen neben den OM-Makros bei Edelstahl- und glänzenden Metall-Schmuckabbildungen einsetzen, während mich Bilder mit aktuellen Makros nicht mehr überzeugen, weil einfach weniger Zwischentöne auf den glänzenden Oberflächen und in der Material-Textur zu finden sind. Klar peppen die neuen Bilder mehr, haben aber weniger "Realität". Ich hoffe, es kommt etwas verständlich rüber.
Gruß Marcus
hier der gewünschte Vergleich, völlig unbearbeitet, jpg ooc mit A7r, alles bei 1,4:
Sigma art:
DSC09976.jpg
Zeiss Planar 1,4/50 C/Y:
DSC09977.jpg
Sigma
DSC09976b.jpg
Zeiss
DSC09977b.jpg
Sigma
DSC09976a.jpg
Zeiss
DSC09977a.jpg
was die Nähe zur "Realität" betrifft, verhält es sich meiner Meinung nach genau umgekehrt wie Du es formulierst. Die aktuellen Linsen sind viel näher dran, bilden viel cleaner ab, verloren geht aber das Flair, das Träumerische, damit auch das Persönliche.
Dem ist aber nicht so, das 50/1.4 A ist tatsächlich unglaublich scharf. Soll heißen die Auflösung, die es abliefert, ist deutlich höher als bei anderen 50ern. Schau dir einfach mal an, was es auf einer SD1 Merrill abliefert: klick. Das ist echte Schärfe und nicht etwa durch den hohen Kontrast "erschummelter" Schärfeeindruck.
Im Übrigen wird hier wohl auch einiges zusammengewirbelt, wie ich finde. Schärfe entsteht doch erst durch eine saubere Kontrasttrennung und entsprechend hoher Kontrastleistung, sonst gäbe es ja auch keine Schärfe.Gute Schärfe geht immer auch auch mit einer guten Kontrastleistung einher. Wenn diese dann noch ohne Farbquerfehler usw. ist, erhöht das noch den Schärfeeindruck. Das Auge kann nur über die Kontrastinformationen überhaupt scharf stellen und entsprechend Schärfe erkennen. Überigens funktioniert ein Kontrast-AF ebenfalls nach diesem Prinzip. Also: gute Schärfe ohne gute Kontraste gibts nicht, und hohe Kontrastleistung ohne Schärfe ebenfalls nicht. Zudem ist mir kein optisches Sytem bekann, welches es schafft, an Kontrastkanten den Kontrast zu erhöhen, um so eine nicht vorhandene Schärfe zu erzeugen. Das schafft höchstens Software, allen bekannt durch den Schärferegler. Falls ich falsch liege, bitte korrigieren.
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Danke für deine Bemühungen Wolfgang - aber sie zeigen nicht das, was ich kritisch beschrieben habe.
Da sind die verlinkten Beispiele von Schnappschussschießer schon mehr aussagend. Sie zeigen ganz gut die ausgefressenen Partien auf den glänzenden metallischen Oberflächen.
Versucht doch mal, eine metallische Kugel oder glänzenden Schmuck mit dem Art im Vergleich zu einem alten Glas (vllt. sogar ein unvergütetes altes Tessar) bei mittlerer Blende abzubilden. Und dann bemerkt ihr, dass die Oberfläche mit dem alten Glas weniger ausfrisst und nach Bearbeitung im Endergebnis viel feinere Texturen zeigt.
Gruß Marcus
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Ed.