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Thema: Diskussion: Potenzial Schneider-Kreuznach

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von GoldMark Beitrag anzeigen
    Was mir bei Schneider-Kreuznach Objektive auffällt (auch bei ganz alten) ist die Farbbrillanz. Die Farben kommen richtig knackig rüber. Ich spiele gerade mit dem Radionar L und dem Tele-Xenar rum und auch mit diesen Linsen kommen die Farben richtig knackig raus.

    Vielleicht habe die Schneider Ingenieure hier einen schneidertypischen Fingerabdruck geschaffen.
    Schneider hat eben damals wie heute gute und sehr gute Objektive gebaut... die Firmengschichte auf Wikipedia ist lesenswert.

    Schneider Kreuznach Hochleistungsobjektive waren zur Kartographie des Mondes und später auf jedem Space-Shuttle Flug mit "an Board"... so ganz von ungefähr kommt das alles nicht- und da waren Canon/Nikon etc... nicht bei den amerikanischen Raumflügen dabei.... !!!

    Auch geht aus der dort geschilderten Firmen - Historie hervor, das der Chefkonstrukteur alter Tage eben jener A.W. Tronnier war, dem die Welt eines der schärfsten Objektive der damaligen Zeit (das sich auch heute überhaupt nicht verstecken braucht)- das begehrte

    1.8/50mm ULTRON verdankt (das mit dem konkaven Frontelement),

    das später von Voigtländer produziert wurde. Insgesamt gehen auf "seine Kappe" 124 Patente zu optischen Rechnungen...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_Wilhelm_Tronnier

    Es ist schon sehr gut, was da aus dem Hause Schneider - Kreuznach kommt... und selbst wenn - um noch mal auf den Einwurf zurück zu kommen - heute dank moderner Computertechnik koreanische und Taiwanesische Hersteller aufrücken, so darf man nicht vergessen, dass selbstverständlich auch Schneider sicherlich seit Conrad Zuse nicht mit dem "Rechenschieber" seine Berechnungen bei der Konstruktion von neuen Objektiven durchführt, aber eben einen langen Erfahrungsbackground besitzt...

    Sie stehen beim Fotografen im Amateursegment nicht im Rampenlicht... schlicht weil das überhaupt nicht der Markt für das Unternehmen ist.. und das ist auch gut so.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", hinnerker :


  3. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von GoldMark
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    Ich ziehe vor allen alten Optik-Berechner voller Ehrfurcht den Hut. Solche Berechnungen ohne Rechner nur mit Rechneschieber und Tabellenbücher durchzuführen ist nicht ohne.

    Was hätten diese Ingenieure zu Stande gebracht, wenn sie die heutigen Hilfsmittel und Technologien gehabt hätten. Gar nicht auszudenken.
    Liebe Grüße

    Bernhard
    https://deramateurphotograph.de/

  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    und da waren Canon/Nikon etc... nicht bei den amerikanischen Raumflügen dabei.... !!!
    Nikon F Apollo

  5. 2 Benutzer sagen "Danke", OpticalFlow :


  6. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von EdwinDrix
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
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  7. #5
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    Das Leica PA-Curtagon 4.0/35mm stammt auch von Schneider-Kreuznach, soweit ich weiß. Soll auch nicht schlecht sein und relativ erschwinglich.

  8. #6
    Ist oft mit dabei Avatar von Tw463
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    Bei den Mondmissionen waren Hasselblad-Kameras dabei, die bei der Firma Volpi in der Schweiz für diesen Zweck umgebaut worden sind. Ich habe da mal gearbeitet.
    Herr Volpi hat auch andere sensationelle Dinge entwickelt. Beispielsweise ein 360 Grad Objektiv mit eingespiegeltem Kompass, das mit einer Spezialkamera in ein Borloch abgesenkt werden konnte um die Schichtung aufzuzeichenen.

    Für vier Objektivtypen der Filmkameras der ersten Mondmission wurde von der Firma Kern in Aarau eigens für diesen Einsatz eine spezielle Optik gerechnet und hergestellt. Siehe http://www.kern-aarau.ch/fileadmin/u...tinKern_13.pdf ab Seite 8.
    Sonnige Grüße aus der Schweiz
    Michael

  9. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von EdwinDrix
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    Zitat Zitat von Tw463 Beitrag anzeigen
    Für vier Objektive der Filmkameras der ersten Mondmission wurde von der Firma Kern in Aarau eigens für diesen Einsatz eine spezielle Optik gerechnet und hergestellt. Siehe http://www.kern-aarau.ch/fileadmin/u...tinKern_13.pdf ab Seite 8.
    Siehste, man lernt nie aus.
    Ich habe mal gelesen das bei der ersten Mondmission ein Zeiss Biogon 5.6 60mm an der Hasselblad hing.
    Zumindest steht es so auf der NASA Website und auf einigen Hasselbladseiten.
    Aber die werden sicherlich mehr als eine Kamera und ein Objektiv dabei gehabt haben.

    Ed.

  10. #8
    Ist oft mit dabei Avatar von Tw463
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    Das stimmt schon mit den Biogons und den Schneiders. Die Kern-Objektive waren für die Filmkameras.
    Sonnige Grüße aus der Schweiz
    Michael

  11. #9
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    Zitat Zitat von Tw463 Beitrag anzeigen
    Bei den Mondmissionen waren Hasselblad dabei, die in der Firma Volpi in der Schweiz für diesen Zweck umgebaut worden sind. Ich habe da mal gearbeitet. Herr Volpi hat auch andere sensationelle Dinge entwickelt.
    Das ist ja spannend, Michael!
    Die "Hasselblads im Weltall" sind auch ziemlich bekannt, oder? Vergangenes Jahr ist ja ein Exemplar für 660.000 Euro versteigert worden. Anekdote am Rande: es gibt noch 12 Mond-Hasselblads. Kostenlos. Für Selbstabholer.

    Zurück zum Thema: Schneider-Kreuznach spielte und spielt schon eine ziemlich große Rolle bei der NASA:

    "Für ihre bemannten Raumfahrtmissionen kaufte die NASA ab 1962 einen Großteil ihrer Objektive bei Schneider-Kreuznach. Die ersten Bilder von der Erde entstanden mit Schneider-Objektiven mit 45 und 75 Millimeter Brennweite, auch die Lunar-Orbiter-Sonden hatten jeweils ein Schneider-Objektiv »Xenotar« an Bord."

    Das kann man hier in der "inoffiziellen Festschrift" von 2013 auf der Photoscala-Webseite erfahren (Zitat aus dem Absatz "60er Jahre").

    Grüße
    Nils

  12. #10
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    Nikon F Apollo
    Prima zielführender Beitrag zum eigentlichen Thema Schneider Kreuznach... Du hast - wenn es um Aufklärung geht - noch die Angenieux Objektive vergessen, die waren nämlich auch mit unterwegs im All.

    So langsam wird das hier aber "Absurdistan", denn um was geht es hier eigentlich?

    Und einen gewaltigen Unterschied würd ich schon allein darin sehen, ob man ein Objektiv zur Kartografierung der Mondoberfläche für eine spätere Landung nutzt, das aus gr0ßer Entfernung möglichst viele Details von der Oberfläche zeigt... mithin über eine extreme Auflösung verfügt, oder ob man die Objektive für Filmaufnahmen oder Spaßfotografie benutzt, wenn man denn erstmal gelandet ist.

    Aber nun hat ein jeder seine "Internet - Fundstellen zum besten gegeben... aber immer noch keinen Beitrag zum Thema Schneider Kreuznach Potential geschrieben...

    und das nenn ich "Absurdistan" im Gespräch... denn das zerpflügt einen Thread erkennbar nur darauf einer Behauptung durch irgendeine Fundstelle im Internet entgegen zu treten, ohne auch nur den geringsten Hintergrund...
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

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