Hallo Uwe,
auch wenn Du ein wenig polternd hier ins DCC reingekommen bist, so heiße ich Dich herzlich willkommen.
Weißt Du, es gibt kein abschließendes Urteil über eine Linse an digitalen Kameras. Ein Objektiv kann am System A total unbrauchbar sein, am System B hingegen top sein. Deshalb bin ich mit definitiven Aussagen hier ganz vorsichtig. Es gibt sogar Unterschiede, ob die Linse im Nah-, Portrait- oder Fernbereich eingesetzt wird. Vom Licht und dessen Einfallsrichtung mal ganz abgesehen.
Was wir hier im DCC machen, ist der Versuch die Stärken und Schwächen der unterschiedlichsten Objektive zu erkennen und "kreativ" einzusetzen.
..wenn ich genug Zeit hätte dann vielleicht aber im Moment nimmt mich mein Studium ziemlich ein, so dass ich meine eigene Restaurationen erstmal auf Eis gelegt habe.
Auch ne Menge anderer Projekte an denen ich hier fürs Forum arbeite kommen momentan einfach nicht vorran. Die Aufnahmen sind zum Teil feritg aber die Auswertung brauch immer imens viel Zeit.
Habe anderswo schon einen 1,4 50mm/55mm Test angekündigt den ich jetzt aufgenommen habe.
Ein 28er Test soll noch folgen - wobei dort noch ein paar Kandidaten fehlen, so soll noch ein Distagon, ein Canon FD , ein SMC und ein Nikkor dazukommen. Dazu fehlt aber leider momentan das Buget.
Einen "kleinen" 35mm habe ich auch schon aufgenommen, wobei es hier eher um den Vergleich zum PK AutoRevuenon ging.
Überhaupt arbeite ich gerade an einer Vorstellung der PK AutoRevuenon MC - Objektive, da diese ein großes Potentail besitzen.
Aber auch das ist noch lange nicht fertig.
135mm & 50mm 1,8/2,0 Testberichte sollen auch noch folgen - zumal ich endlich ein Summicron der 2.Gen. ergattern konnte und ich bin noch dabei einen idealen Test zu schaffen, mit dem 1,4er Test war ich noch nicht so ganz zufrieden.
Ja, das natürlich gerne. Mit Leica, Minolta und einigen Nikkoren habe ich noch keine Erfahrung gesammelt. Mit den meisten Meyer, Pentacon (auch 500mm), Zeiss, Jupiter, Rollei (+nar),Pentax ,Voigtländer ,Steinheil ,Komura ,Cosina ect. kann ich aber bei Not sicher mit ner kurzen Mail zu Rate stehen.
Lange habe ich überlegt, ob ich überhaupt antworten soll.![]()
Doch mir geht es wie Bastl, es sollte schon Einiges richtig gestellt werden.
Nie hätte ich geglaubt, dass meine Meinung zu EINEM Objektiv und einer Objektivserie so eine Reaktion hervorruft!
Trotzdem solltet ihr mir gegenüber wenigstens ein klein wenig fairein, und mir nicht etwas unterstellen, was so nicht gesagt wurde.
Hallo Henry,
ja, gerne. Wo bitte genau?
Über Meinungen kann man Streiten, das mag ich aber nicht. Meine Meinung über die Trioplane ist ja bekannt und "gut" angekommen.
Ein wirklich gutes Foto muß nicht technisch perfekt sein. Das habe ich nie behauptet.
Ein gutes Foto sollte aber dem Betrachter etwas sagen oder vermitteln können. Oder auch einfach nur gefallen.
Ja, und? Was habe ich denn geschrieben?
Zitat: "Einige Bilder mit diesem unmöglich unruhigen Hintergrund mögen ja einen besonderen Reiz haben. Die große Masse dieser Fotos sind aber einfach nur technische mißratene Aufnahmen, die in den Papierkorb gehören. Das ist jedenfalls meine Meinung dazu."
Wenn ich einigen gelungenen Aufnahmen einen besonderen Reiz zugestehe, dann habe ich diese Aufnahmen doch nicht "verdammt"?
Wenn ich die großen Masse der veröffentlichen Trioplan-Aufnahmen als technisch mißraten und für den Papierkorb bezeichne, so ist das erst mal meine Meinung. Die darf ich doch auch in diesem Forum äußern?
Ein Foto ohne Aussage ist für die meisten Betrachter kein gutes Foto. Wenn dann noch technische Fehler wie Unschärfen oder Fokus auf den falschen Punkten, Über- oder Unterbelichtungen, ein Reflexions bedingter zu unruhiger Hintergund dazu kommen, dann gehören solche Aufnahmen in den Mülleimer. Was ist daran so falsch?
Ein Irrtum deinerseits, das verkenne ich durchaus nicht! Genau deshalb habe ich mich hier angemeldet!
Das ist mir schon aufgefallen, denn ich lese ja schon länger mit. Neu ist mir nur, dass man seine eigene Erfahrung über ein schlechtes Objektiv nicht mitteilen darf.
Wo habe ich denn polarisiert? Dass mir die Eigenschaften der Trioplane nicht gefallen? Das ist meine Meinung, sonst nichts. Und meine Meinung hat auch keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit. Warum also diese Aufregung?
Einerseits schreibst du ja selbst, dass ... bestimmte Objektive ... "mangelbehaftet" sein mögen.
Für mich heißt das, dass ein mangelbehaftetes Objektiv nicht gleichzeitig ein "hochwertiges Objektiv" sein kann.
Wenn nun "mangelbehaftete Objektive" mit "die Objektive waren aber hochwertig" bezeichnet werden (wie geschehen), "dann weiß ich gar nichts mehr". Und bin jetzt immer noch nicht schlauer.
Alles richtig, was du schreibst. Nur, habe ich irgend wo etwas Anderes geschrieben oder behauptet?
Du kennst mich nicht, weißt fast nichts von mir.
Weil ich Schlechtes über Objektive schreibe, die ich selbst besitze, werde ich von dir in eine Schublade gesteckt?
Na, denn man tau!
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LG, Uwe
Hallo Bastl,
Was du da schreibst, mag alles richtig sein.
Dass ich meine schlechte Erfahrung keineswegs auf alle Meyer Objektive übertragen habe, habe ich ja geschrieben.
Zitat: "Und ja, man kann nicht wegen einem oder zwei schlechten Objektiven das Negative auf alle anderen Meyer-Objektive übertragen."
Leider wurde diese Satz wohl einfach überlesen. Und auch, dass mein Exemplar eines vom DDR-Markt war, das wahrscheinlich nicht den Anspruch der Export-Objektive erfüllen mußten.
Selbst wenn ich mich weiter unbeliebt mache: Auch wenn die Trioplane in "Sachen Mechanik und Aufbau zweifelsohne zum Besten was an Fotoobjektiven je gebaut wurde" gehören, so haben diese doch etwas, was sie von Anderen unterscheidet. Nämlich den Hang zu Reflexionen im inneren der Optik!
Mein Exemplar war ein DDR Neukauf. Das hat vor mir niemand an einer Kamera gehabt.
Warum gerade dieses Objektiv so mies war, habe ich ja zu erklären versucht: "Ein echtes DDR-Objektiv, nicht für den Westen gebaut! Die richtig "guten" Objektive wurden ja angeblich aussortiert und gingen in den West-Export, die zweite Wahl in den Ostblock und die dritte Wahl und schlechter durften DDR-Bürger kaufen. Das haben mir ehemalige DDRler so erzählt. Es scheint mir auch glaubhaft zu sein, obwohl ich nicht weiß, ob das wirklich so war."
Ich habe nicht geschrieben dass Rolleiobjektive minderwertig waren.
Sondern: Zitat: "Den deutschen Billiganbietern gelang der Anschluß nicht, selbst so renomierte Marken wie Voigtländer und Rollei mußten aufgeben."
Die Voigtländer Bessa 6x9 war übrigens mein erster Fotoapparat. Die Rolleiflex 6x6 mein zweiter. Beide sind heute noch in meinem Besitz.
Auf Objektive bezogen magst du mit dem Abkupfern recht haben. Doch die Japaner haben das sehr gut gemacht! Auch wenn die frühen Takumare, Kiron, Komine, Canon oder Nikkor nicht so massiv waren, konnten sie mit ihrer optischen Qualität überzeugen. Selbst heute an den digitalen Kameras verrichten diese "alten" Objektive ihren Dienst, mit zum Teil sehr erstaunlichen Ergebnissen!
Beim Kamerabau habe die Japaner jedenfalls nicht abgekupfert. Die haben sich die großen Hände der Europäer angeguckt, und da hinein das Kameragehäuse gebaut!
Als ich meine erste Konica (Revue Autoreflex) kaufte, war ich echt begeistert von der Kamera! Alles logisch aufgebaut, leicht zu bedienen, die Kamera "lag einfach in der Hand"! Ganz anders als die Exakta, Edixa, Contax usw., die mir immer wie ein Fremdkörper in der Hand vorkamen.
Etwas zur Qualität der Konica-Hexanon-Objektive: alle 10 Objektive von 28 bis 300 mm Brennweite, gekauft zwischen 1965 und 1978, funktionieren auch heute noch einwandfrei!
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LG, Uwe
Komplett richtig... und wenn es dem Fotografen oder dem Betrachter gefällt, so ist es doch in Ordnung und kein Grund zu solchen Sprüchen...
ich reihe sie gern nochmal aneinander...
Für Dich ist daran nichts falsch, aber der Trioplan Nutzer wird das sicherlich anders sehen, denn seine Bilder werden ihm oftmals wohl gefallen.. und vermutlich auch einer Menge anderer Leute, denn sonst wäre es heute wohl nicht so begehrt, trotz der vielen technischen Unzulänglichkeiten und der im Netz gezeigten "Mülleimer-Bilder"... und die attackierst Du mit solchen verallgemeinernden Statements, die dabei allein Deine Vorstellung von einem gelungenen Bild in den Vordergrund rücken.Zitat von didi
...Wo habe ich denn polarisiert? Dass mir die Eigenschaften der Trioplane nicht gefallen? Das ist meine Meinung, sonst nichts. Und meine Meinung hat auch keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit. Warum also diese Aufregung?
Ich mag das Trioplan auch nicht... gut, das wars für mich. Daraus nun den Fotografen, denen die Trioplan Seifenblasen gefallen nun zu sagen, die von Ihnen gefertigten Bilder wäre zumeist "reif für den Mülleimer" ist schon eine ziemlich grenzwertige Aussage.
Jeder kann eine Meinung zu jedem Thema haben, warum auch nicht... aber wenn damit pauschalierende und beleidigende Bewertungen beginnen, die die Bildergebnisse Anderer betreffen, sollte das schon klar abgegrenzt sein, was noch darstellbare eigene Meinung oder eventuell schon eine Beleidigung/Frechheit darstellt.
Und das verkennst Du halt... abhängig vom Einsatzzweck kann ein mangelbehaftetes Biotar 1.5/75mm oder ein Primoplan 1.9/75mm weitaus besser geeignet sein, als ein technisch erstklassiges Objektiv moderner Rechnung und dadurch für den geplanten Zweck "höherwertig".Einerseits schreibst du ja selbst, dass ... bestimmte Objektive ... "mangelbehaftet" sein mögen.
Für mich heißt das, dass ein mangelbehaftetes Objektiv nicht gleichzeitig ein "hochwertiges Objektiv" sein kann.
Nö, Du stellst Dich - mit solchen provokant verallgemeinernden und abfälligen Statements zu den Bildern anderer Fotografen die das Trioplan nutzen - IMHO eher selbst in so eine Schublade.
Du kennst mich nicht, weißt fast nichts von mir.
Weil ich Schlechtes über Objektive schreibe, die ich selbst besitze, werde ich von dir in eine Schublade gesteckt?
Na, denn man tau!
Geändert von hinnerker (13.10.2014 um 23:44 Uhr)
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Lieber didi
Du hast wahnsinnig viel geschrieben und führst hier Kämpfe an mehreren Fronten. Diskussionen helfen aber nichts, wenn man sich nicht gegenseitig zuhört und sich immer auch wieder in die Position seines Gegenübers zu versetzen versucht. Es gibt immer und bei allem mehrere Wahrheiten, je nach Perspektive aus der man einen Gegenstad betrachtet.
Wenn du jetzt aber schreibst:
Dann bringt die beste Diskussionskultur nichts und du hättest den ganzen Rest, den du geschrieben hast weglassen können. Genau aus diesem Grund schalte ich mich in diese Diskussion nicht auch noch weiter ein. Diskussionen dienen der Meinungsbildung!
Trotzdem noch soviel: Ich habe einige Objektive aus Görlitz, die einen sind wahre Perlen (z.B. Primoplane), andere sind ganz nett und einige andere überzeugen mich nicht wirklich. Genau so wie bei allen anderen Objektivherstellern auch. Nur sind die Perlen dort nicht immer so leicht zu finden.
Sonnige Grüße aus der Schweiz
Michael
Oh ha, heute brodelts ja wieder im DCC Süppchen.
Didi-es sind einige Aussagen dabei, die ich mit entsprechenden Aufwand auch klar widerlegen könnte.
So wurden sehr wohl unzählige Konstruktionslösungen auch im Bereich der Kamerabodys bei japanischen Unternehem von deutschen Manufakturen (auch im Inneren) kopiert.
Mir fehlt jedoch momentan schlicht die Zeit für solche "Beweissammelsorien".
Im Übrigen ist hier niemand der Meinung, das damalige Objektive und Kamerabodys von renomierten japanischen Manufakturen schlecht sind oder in ihren optischen Leistungen schlechter sind als das was seinerzeit in Deutschland gebaut wurde.
Ich denke vielmehr das hier entweder ein großes Mißverständnis vorherrscht oder ein Mangel an Erfahrung mit diesen Linsen.
Nach meinen Erfahrungen gab es auch keine signifikanten Unterschiede zwischen für den DDR-Markt vorbestimmten Objektiven und Exportgläsern.
Weder in der optischen Leistung, noch der Materialwahl, noch im Finisch. Solche Dinge interessieren mich selbst auch sehr wenn ich Objektive restauriere und gerade bei den Zeiss Objektiven kann man (dank des Namenstreits zw. CZ Oberkochern und CZ Jena) auch sehr schnell auf den Bestimmungsort der Objektive aus Jena schlussfolgern. Bei Pentacon ist hier als Beispiel das M42 "AutoRevuenon 1,8 50mm MC" zu erwähnen, was die für den Quellekatalog von Pentacon konstruierte West-Version des Namensgleichen DDR-Clones gewesen ist. Auch hier gab es keinerlei Qualitätsunterschiede.
Ich habe von den genannten Objektiven nicht 2-3 Exemplare sondern vielleicht 20-30 in den Händen gehabt und kann meine Aussage damit auch ausreichend untermauern.
Von "Gerüchten" halte ich ganz persönlich überhaupt nichts. Ich teste, untersuche detailiert Bauelemente und nehme Bilderreihen mit möglichst vielen Exemplaren einer Baureihe auf um mir im Resultat "ein eigenes Bild" zu machen.
Was die optische Abbildung/ den optischen Fehler des Trioplans angeht, so hat dies der User "Weide" hier: http://www.digicamclub.de/showthread...light=trioplan bereits ausführlich erläutert,
auch das hat nichts mit einer schlechten Konstruktion und inneren Reflexionen zu tun sondern liegt in der Konstruktion der optischen Rechnung!
Das Trioplan basiert dabei auf eine bereits 1916 entstandene Rechnung und wurde in der 100mm Version schon in der Vorkriegszeit als eines der damals lichtstärksten Objektive mit dieser Brennweite verkauft.
Man hatte erstmals die Möglichkeit mit einer sagenhaften Lichstsärke im Telebereich zu fotografieren und dabei eine passable Schärfe zu halten. Spätere Rechnungen konnten deutlich schärfere Ergebnisse bei Offenblende reproduzieren, verloren aber den heute so begehrten Ring-Effekt.
Als neutrale ost-west beobachter und durchaus unfähiger Deutschsprachiger aus Norwegen, mag ich was aussern?
Ich nütze manchmals ein pancolar 1,8\85mm von Zeiss Jena und finde es ganz zufriedestellend. Ich habe auch ein Werra 1 (weil ich finde das ihre design so einfach und ausgewogen ist). Ihr Tessar 2,8\50 ist scharf und kontrastreich am Ilford XP-1. Aber , ja, ich habe Q1 für export gesehen und glaube das der vielleicht ausgescheidet ist aus ein menge von weichzeicher.
Ich nütze auch produkte aus Wetzlar und Oberkochen aus spätere zeiten, aber es scheint wie die nicht so hinterhinkenden damalige ost-konstukteure (an meine sehr beschränkte produktbekenntschaft) hätte erfolgreich siegert über die zwierige verhaltnisse im osten.
p.