Mit den folgenden Testbildern habe ich versucht, dem Flektogon in "technischer" Hinsicht etwas genauer auf den Zahn zu fühlen.
Die Verzeichnung ist - wie nicht anders zu erwarten von einer guten 35mm-Festbrennweite - so gering, dass sie auch bei heiklen Architekturaufnahmen kaum zu erkennen ist:
f/5.6
Bezüglich Vignettierung liegt das Flektogon m.E. im Mittelfeld - bei Offenblende sogar einen Tick besser als das Elmarit:
f/2.4
Ausschnitte aus der Mitte und der Ecke der Mauerfotos möchte ich im Vergleich zu ein paar anderen Objektiven zeigen, um eine Einordnung der Mitten- und Randschärfe zu ermöglichen. Zunächst einmal die Mitte, auf die fokussiert wurde:
Flektogon f/2.8
Elmarit f/2.8
Voigtländer Color-Skoparex f/2.8
Tokina AT-X 35-70 f/2.8
Da ist für mich als Unterschied nur zu erkennen, dass das Voigtländer im Kontrast deutlich abfällt und dass das Flektogon einen geringeren Bildwinkel hat - eher 37 mm als 35 mm Brennweite. Deutlicher werden die Unterschiede in den Ecken:
Flektogon f/2.8
Elmarit f/2.8
Voigtländer Color-Skoparex f/2.8
Tokina AT-X 35-70 f/2.8
Flektogon f/4
Elmarit f/4
Voigtländer Color-Skoparex f/4
Tokina AT-X 35-70 f/4
Flektogon f/5.6
Elmarit f/5.6
Voigtländer Color-Skoparex f/5.6
Tokina AT-X 35-70 f/5.6
In dieser Disziplin ist das Flektogon eindeutig der Schwächste der Kandidaten und selbst bei f/5.6 noch nciht richtig überzeugend. Das Elmarit zeigt einen recht charakteristischen starken Schärfeabfall auf den letzten, äußersten Eckchen des Bildes, ist ansonsten aber schon bei Offenblende sehr gut. Das Voigtländer Color-Skoparex ist bei allen Blendenstufen in der extremen Ecke am schärfsten und das Tokina ist für ein lichtstarkes, älteres Zoomobjektiv verblüffend gut, hält mit den Festbrennweiten bezüglich Schärfe locker mit und vignettiert sogar am wenigsten von allen.
--- Fortsetzung folgt ---


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