Hallo Bernhard,
das geschilderte kann ich nicht nachvollziehen.. hier passt alles an Muttern aud den verschiedenen "Epochen des VNEX" mit mindestens 2 Umdrehungen...
Aber Achtung !... Du hast, wenn ich es recht erinnere (weil Du von alten Muttern sprichst) ja mittlerweile einige Systeme auch von anderen aufgekauft, die von NEX Kameras auf FUJI gewechselt haben... deshalb der folgende Hinweis:
Es sind einige Muttern im Umlauf, die ich z.B. Carsten oder anderen... erinnere mich grad nicht mehr an wen, als Bastelmuttern mitgab, weil diese aufgrund einer Falschproduktion der Werkstatt nicht "normgerecht" ans System passten, aber trotzdem eben für Basteleien und Versuche durchaus noch brauchbar, aber eben nicht verkaufbar waren. Statt sie zu vernichten, wurden diese dann für Basteleien mitgegeben.
Es kann also durchaus sein, das sich in Deinem Besitz auch solche Bastelmuttern aus der nicht normgerechten Serie befinden und vom Verkäufer nicht darauf hingewiesen wurde. Man erkennt diese daran, dass sie - 10mm statt in der normalen Serie, 9mm dick sind.
Bei den 12mm Muttern erkennt man die Bastelteile daran, dass der Durchmesser bei 49mm liegt, wohingegen in der Serie einer mit 44,5mm ausgeliefert wurden.
Diese Muttern hatten einen leicht falschen Steigungsschnitt beziehungsweise diese Gewinde waren so eng geschnitten, dass sie sich nach etwas mehr als einer Umdrehung nicht weiter eindrehen ließen.
Was Du schilderst, klingt nach diesen Bastelmuttern beim Kauf seines gebrauchten VNEX übernommen hast, ohne auf darauf hingewiesen worden zu sein, dass es sich um Bastelteile ausserhalb der Serie handelte. Ich werde mir mal einen Einschlagstempel besorgen und solche Teile besonders kennzeichnen müssen mit B wie "Bastelware"...
Bei den normalen Serien - Muttern kann da mit dem VµFT System nichts passieren, denn selbst wenn die Muttern mal nur knapp passen sollten, sind sie so berechnet, dass der Gewindestifte mit dem Du die Muttern anziehst, noch bei 3mm mit mindestens 0,5mm an jedem der 3 Punkte greift. Ich rate dazu, mal in den Muttern genauer hinzusehen, denn es sollten (zumindest bei den neueren Versionen) zwei Arten von Gewindestiften/Inbusschrauben.. einmal mit Kegelkuppe (also flach) und einmal mit Spitze in jede Mutter eingegeschraubt sein.
Montiere für die Befestigung am VmFT die Gewindestifte "mit Spitze" in die unteren 3 Gewindebohrungen der Muttern-Seite, die dem Tubus zugewandt sein wird.
Dies aus folgendem Grund:
Da das Anschluss-Gewinde am Tubus nur 3mm hoch ist, wird eine Mutter mit mindestens 2 Umdrehungen einschraubbar (weil Gewindesteigungsmaß = 1 eigentlich bei 3mm Höhe ja 3 Umdrehungen, aber wegen des leicht tieferen Gewindebeginns eben nur etwas über 2 Umdrehungen). Der Mittelpunkt dieser Inbusschrauben liegt dann noch unterhalb des Höhenniveaus der Anschlussplatte am Tubus maximal aber auf dem gleichen Niveau des VmFT M39 Anschlussgewindabschlusses.
Diese Madenschraube "mit Spitze" - wenn man sie etwas über den Abschluss des Gewindes am Tubus festsetzt - sorgt dafür das die Mutter einem nach oben gerichteten Druck beim Anziehen der Madenschrauben ausgesetzt ist. Dies führt zwangsläufig zu einer sehr festen Verbindung zwischen den Gewinden, weil sie sich mit der Stärke des Andrucks jeweils gegen ihre Gewinde-Flanken "pressen".
Diese im VmFT System gewählte, kürzere Ausführungsform des M39 Aussengewinde des Tubus war für die Miniaturisierung des Systems notwendig.
Durch das auf 3mm (statt 4mm beim VNEX) reduzierte M39 Gewinde am Fokussier-Tubus, konnte schonmal 1mm im unteren Auflagemaß gewonnen werden, um den Auflagemaßunterschied zwischen µFT Kameras (19,62mm) zum NEX Systems(18,25mm) auszugleichen. Damit sind wir schon fast an das Auflagemaß der NEX herangekommen... (19,62-1mm=18,62mm).
Da auch der Fokussiertubus natürlich eine brauchbare Länge behalten musst um den Nahbereich in ähnliche Regionen zu bekommen wie beim VNEX, konnten wir den Alu-Korpus nicht weiter verkleinern, denn das hätte ein zu tiefes Eindringen des Tubus in die Kamera und damit die Notwendigkeit seiner Kürzung bedeutet.
Das ist der Kompromiss, der in der Konstruktion eingegangen werden musste... Die Mindest- Eindringtiefe des Tubus in die µFT Kamera ist bauartbedingt geringer als bei der NEX, die Kontakte sitzen anders und müssen unberührt bleiben, der Durchmesser des Tubus musste ebenfalls kleiner ausfallen, weil der Bajonettdurchlass kleiner ist und dann galt es noch, das schlechtere Auflagemaß der µFT Kameras durch Kürzungen und Einsparungen von einigen mm auszugleichen, um zu einem unteren Auflagemaß zu kommen, mit dem alle bislang alle aus der Liste getesteten V-Objektive auch unendlich erreichen.
Das war keine ganz leichte Aufgabe und erforderte eben die Nutzung aller Einsparungspotentiale die wir finden konnten, wie eben diese Verkürzung von 4 auf 3mm für das M39 Anschlussgewinde, damit das Auflagemaß und der Auszug dem des VNEX gleichkam.
Beim VNEX war es da zunächst genau anders herum mit der Länge des M39 Gewindes am Tubus... war das Anschlussgewinde der ersten Serie noch bei 6mm gelegen.. wurde durch stetig hinzukommende Erkenntnisse der User dann auf 4mm verringert, um mehr Objektive mit noch knapperen Auflagemaßen daran betreiben zu können.
Die Muttern haben wir mit dem VµFT auch hinreichend getestet... bislang sind alle Verbindungen mit den Muttern der Serien einwandfrei auch am VmFT benutzbar.
Und ja... diese Wechselbarkeit der Anschluss emfinde ich auch als ein echtes Highlight an der Sache.
Vielen Dank für Deine Kurzschilderung.
LG
Henry




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