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Thema: Canon FD 1.4/50mm S.S.C Umbau

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Jo, das schaut gut aus.. hab eben mal Dein ermitteltes Maß an den Korpus eines 1.4/50mm SSC angelegt und mit dem Höhenreisser übertragen.

    Das Maß 4.85mm von der Auflage des Blendenrings bis zur Oberkante der geschliffenen Auflagefläche kommt gut hin...


    Name:  höhenabtrag 14.JPG
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    Das sollte hinhauen.. saubere Arbeit

    Nächster Tipp:

    Jetzt genau arbeiten, sonst verlierst Du den Adapter bzw. das Objektiv sitzt später am falschen Platz!

    Baue alles vom alten Bajonett herunter.. und benutze das alte Teil als Vorlage für das Anzeichnen und übertragen der Schraubenlöcher auf den Adapter.
    Mache Dir hier bei genau klar, wo welches Bajonett seine 12 Uhr Stellung an der jeweiligen Kamera hatte.

    Die 12 Uhr Position des FD Bajonett, also da wo der Skalenindex auf dem Objektiv saß,befindet sich in unmittelbarerer Nähe der Federlasche..hier das kleine "Schräubchen"..
    mit dieser Schraube wurde das Objektiv in einer Nut im Kamera - Bajonett gehalten..

    Name:  12uhr.JPG
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    Hier die Nut bei 12 Uhr, in der diese Schraube saß

    Name:  fd kameran_nut.JPG
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    Dann markiere Dir auch den Sitz des Adapters an der DSLR Kamera..

    Name:  markierung.JPG
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    Im Anschluss daran bringst Du das alte Bajonett und die neuen Adapterplatte wie einen "Sandwich" Turm zusammen..

    Möglichst genau ausrichten.. ich benutze an dieser Stelle immer etwas Sekundenkleber - Gel, um beide Teile kurz aneinander zu heften..
    Korrekt ausgerichtet, also beide Markierungen übereinander, sollte die EOS Einrastkerbe nun um 90 Grad versetzt zur 12 Uhr Stellung des alten FD Orientierungs-PIN sitzen !

    Hier mal der Sandwich-Turm aus den beiden, übereinander gestapelten Anschlüssen alt und neu (die übereinander gelegten 12 Uhr Markierungen)

    Name:  sandwich.JPG
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    Beide sind hier passend übereinander gelegt aber für das Foto leicht versetzt (bzw. ließ sich fotografisch nicht besser machen)

    Nach dem Anziehen/Durchhärten des Sekundenkleber - Gel den Stapel umdrehen und die Löcher durch den alten FD Mount hindurch anzeichnen.
    Achte darauf, die richtigen Löcher zu treffen..

    Als nächstes folgt dann die Herstellung eines Teiles für die wieder Inbetriebnahme der Blendensteuerung..


    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (25.04.2012 um 19:37 Uhr)
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  2. #2
    Kennt sich aus Avatar von Diamond_72
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    Der Rote Punkt auf dem M42 Adapter zeigt dann ca bei 1,2 der Focusbeschriftung. Kommt das hin?
    Welche Bohrergröße darf ich max nehmen?

    Zum Senken 2,8mm und zum bohren max 1,6mm oder?
    Kann man auch von Oben auf dem M42 Adapter bohren?
    Canon EOS 60D + EF 24-105 1:4 L USM IS + Sigma EX DC 10-20 HSM + EFS 60 2,8 IS

  3. #3
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Diamond_72 Beitrag anzeigen
    Der Rote Punkt auf dem M42 Adapter zeigt dann ca bei 1,2 der Focusbeschriftung. Kommt das hin?
    Welche Bohrergröße darf ich max nehmen?

    Zum Senken 2,8mm und zum bohren max 1,6mm oder?
    Kann man auch von Oben auf dem M42 Adapter bohren?
    Der rote Punkt interessiert nicht.. Wenn der M42 Adapter in der Kamera sitzt, 12 Uhr markieren und wie beschrieben verfahren.

    Der rote Punkt ist ja nur zur Ausrichtung beim Ansetzen des Objektivs wichtig und bildet die Orientierungsmarke beim Ansetzen. Wichtig ist,
    das der Skalenindex, also der Index, an dem Du die Entfernung nachher abliest, bei angesetztem Objektiv auf 12 Uhr steht und der M42 Adapter seine Einrastkerbe für den Kamera-Pin bei 3 Uhr hat (von vorn auf die Kamera gesehen).

    Deshalb ist es ratsam so zu verfahren, wie ich es beschrieben habe. Dann ist gewährleistet, dass das Objektiv mit dem Skalenindex bei 12 Uhr in Übereinstimmung mit dem neuen Adapter ist.

    Zum Thema Bohrer:

    Es ist anzuraten, die Bohrlöcher ca. 0,2mm-0,3mm größer als den Schraubendurchmesser zu wählen. Du wirst sehen, dass Du nicht so genau bohren kannst um exakt an der passenden Position mit den gleichen Durchmessern wie die vorhandenen Schrauben zu arbeiten. Klappt nicht, selbst mit einem Dremel und Workstation nicht.

    So hochgenau können nur Industrielle Maschinen positionieren.

    Insbesondere wenn Du von oben die Löcher einzeichnen und bohren willst, wirst Du Dich ärgern..


    Warum?

    Weil die Löcher an einigen Stellen in dem kleinen Bereich unter den Bajonettflügel des Adapters gebohrt werden müssen. Das hat zur Folge, dass sich so dünne Bohrer verbiegen und abrutschen an der engen Kante.. Du bohrst von oben quasi "auf Kante"... von unten zu bohren durch die Vorlage ist deutlich geschickter, weil der Bohrer dann bereits beim Wiederaustritt an der Kante eine 1.4mm tiefe Führung durch sein eigenes Loch hat, in dem er läuft. Somit kann er, von unten durchgebohrt, nicht verkanten.

    Hier ein Bild, wie eng es da mit der Bohrerei wird.. unmöglich, da würdest Du beim Bohren von oben ständig abrutschen mit dem Bohrer !

    Name:  turmvorsprung.JPG
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    Es empfiehlt sich auch, mit einem relativ dünnen Bohrer zu beginnen, umzuspannen und dann stückchenweise auf den korrekten Durchmesser + 0,2mm -0,3mm zu steigern. Wenn alle 3 Löcher sitzen wirst Du sehen, das man dann noch etwas "richtungskorrigieren" muss.

    Dazu nimm einige Stecknadeln und stecke sie durch die Löcher des auf das Objektiv aufgesetzten Adapters. Wenn sie bei aufgesetztem Adapter alle mittig in den Schraubenlöchern des Objektivs sitzen, bist Du auf einem guten Weg.. biegen sie sich gegeneinander weg, musst Du die jeweiligen Löcher "in Gegenrichtung ihrer Auslenkung" korrigieren.

    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (25.04.2012 um 22:31 Uhr)
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  4. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Wenn diese Löcher dann exakt sitzen, so geht es dann an das erweitern der Löcher von oben.

    Hier ist dann in der Tat von oben zu bohren mit dem für die Schraubenköpfe notwendigen Maß + Zugabe von ca 0,3mm.. muss Du sehen, wie es hinkommt.

    Oftmals nehme ich statt der Dremel Workstation und einer Einspannvorrichtung lieber meine Makita Akkubohrmaschine freihand in Verbindung mit einem runden Fräser,
    um die Schraubenlochdurchmesser für die Köpfe der Schrauben zu weiten und ihnen die notwendige Tiefe zu geben.

    An dem Akkubohrschrauber wähle ich die niedrigste Umdrehungsstufe die überhaupt möglich ist.. dies ermöglicht einen feinfühligen Abtrag, im Gegensatz zu schnelldrehenden Maschinen, wo ich schon oft und gern mal mit dem gesamten Fräser den Lochdurchmesser auf diese 2.8mm durchgefräst habe und dann mit einem neuen Adapter alles wiederholen musste. Eine nervige Angelegenheit... seitdem ich das so mache, ist mir das nicht nochmal passiert.

    Name:  fraeser makita.JPG
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    So sehen die Dinger aus.. allerdings nehme ich nur noch den Rundfräser dafür, weil der sich am besten freihand eignet.
    Der Zylinder-Fräser würde zwar die "schönere" Senke machen, dies jedoch geht Freihand kaum, weil man ständig mit dem Ding abrutscht, da er noch keine
    Führung durch das bereits vorhanden Bohrloch hat, was aber beim Rundfräser schon der Fall ist. Der schmiegt sich mit seinen Flanken nämlich schon in die kleinste
    Mulde.

    Selbstverständlich kann man auch einen geeigneten Bohrer passenden Durchmessers wählen, aber das ergibt oft - gerade an den Wandungen - relativ häßliche Spuren, weil er auch relativ viel von der Wandung mit abtragen muss, wenn die Schraubenlöcher eng an der Wandung anliegen.

    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (25.04.2012 um 14:42 Uhr)
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  5. #5
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    Und hier noch kurz ein schematisches Bild für die finale Ausrichtung der Bohrlöcher.. so kannst Du dann zum Schluss noch "richtungskorrigieren"..

    Beachte noch, das die Linse möglichst von allen Seiten her betrachtet mittig sitzt, damit Du Dir keine einseitig überhöhten Vignettierungen einhandelst !
    Wenn das Objektiv von sich aus vignettiert, so soll es das schon gleichmäßig links, rechts, oben und unten tun.

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  6. #6
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    So, da bin ich wieder.
    Es ist wirklich nicht einfach, die Löcher auf das neue Bajonett zu übertragen. Ich habe mittlerweile ein M42 Adapter verbohrt. Ein Loch war leicht verrutscht.
    Doch das Problem lag wohl daran, dass ich von oben gebohrt habe... Was dann passiert hat Henry schon erwähnt.

    So neuen M42 Adapter und dann erst mit einem 1,5mm Bohrer von der Rückseite durchgebohrt, dann mit einem 2mm.
    Das Senken habe ich von oben mit einem 2,5mm, 3,0mm und 3,2mm Bohrer realisiert. Insgesamt ist es eine sehr feine Arbeit und man muss sich Gedulden.
    Name:  _MG_0046.jpg
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Größe:  36,4 KBName:  _MG_0049.png
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Größe:  294,3 KB

    Müssen die Schrauben bündig mit dem Bajonett sein?
    Name:  _MG_00494.jpg
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  7. #7
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Jepp, die umlaufende Erhebung, in die Du die Löcher gebohrt hast, ist der Bereich, der komplett das Objektiv im Kamerabajonett eintaucht und es seitlich in Position hält. Es hat also exakt den Durchmesser des Kamerabajonett - Innenbereich.
    Stehen Deine Schraubenköpfe also seitlich über diesen Bereich heraus, so kannst Du das Objektiv nicht an das Kamerabajonett bringen, weil Du den Durchmesser an der Stelle vergrößerst durch die überstehenden Schraubenköpfe.. und dann passt das Objektiv nicht mehr in den Kamerabajonettdurchmesser (~53,x mm)

    Abhängig also davon, wie weit die Schraubenköpfe überstehen in der horizontalen Richtung über diesen umlaufenden Bereich (steht nix über, brauchst Du nicht so tief, weil die Köpfe dann nur im umlaufenden 53,x mm - Bereich sitzen.

    Stehen die Köpfe aber über den Rand, so musst Du die Löcher in der Adapterplatte so tief einlassen, das die Köpfe vollständig in der Platte versinken.

    Die Platte liegt ja nachher komplett bündig auf dem Kamerabajonett. Sollte ein Schraubenkopf an irgendeiner Stelle über die Platte - also seitlich und in der Tiefe - hinausragen, so verkantet das Objektiv bei in der Höhe über die Auflageplatte stehenden Schraubenköpfen minimal, da es einseitig auf einem Schraubenkopf - statt vollflächig auf der Platte - aufliegt. Das führt in Verbindung mit den leichten Toleranzen, die bei der Rumpfkürzung entstanden sind, gegebenenfalls zu einseitigen Unschärfen im Bild.

    Also Schraubenköpfe bitte komplett versenken.

    Manche gehen daher feilen zum Schluss die Schraubenköpfe herunter, wenn sie noch etwas über die Adapterplatte ragen.
    Ist aber ein ganz schlechte Lösung.

    Erstens sieht der Adapter nachher aus wie "Wurst".. und
    zweitens bekommst Du die Schrauben nicht mehr raus, wenn Du mal Service an dem Objektiv machen musst (ölige Blendenlamellen, ausgehakter Blendenmitnehmer und etliches mehr)...

    Also sauber die Köpfe versenken.

    LG
    Henry
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