Kann ich den Metallring nicht bis bündig zur Oberkante des Blendringes schleifen?
Kann ich den Metallring nicht bis bündig zur Oberkante des Blendringes schleifen?
Das bekommst du nicht perfekt hin, und klemmt der Blendenring, so hast du ein Problem. Das kann man durch Abschleifen des Blendenrings wieder hinbiegen, wird aber nicht besser ..
Ich habe das 1.5/50 Canon S.S.C. ebenfalls umgebaut. Du bist direkt in die Königsklasse der Objektivumbauten eingestiegen: lichtstarke und gute FD-Objektive :P
Meiner Meinung nach solltest du die Methodik der Justierung und die Vorgehensweise bezüglich Schneckengängen kennenlernen, bevor du die Feile ansetzt.
Der gesamte Umbau zielt darauf ab, die Linsen einige Millimeter näher an den Sensor zu bringen - was eben mechanisch nur durch das Entfernen von Material an einem Kernstück des Objektives machbar ist. Das verkompliziert alles.
Es gibt da einiges zu beachten, beispielsweise, dass Metallspänen im Objektiv nichts zu suchen haben, du also das Teil zur Bearbeitung entfernen solltest.
Gehe langsam und sorgfältig vor, mach Fotos und markiere alle wichtigen Positionen mit Edding. Beim Schneckengang beispielsweise, der nicht ganz einfach wieder einzufädeln ist, gibt es eine Menge falscher Möglichkeiten, beide Teile zusammenzufügen ...
Ach, wenns nichts wird ist auch gut! Ihr wisst ja "No Risk No FUN".
Ich werde mein bestes geben beim schleifen.
So der Blendenring ist frei und das Objektiv sehr gut mit Tempotücher und Tesa abgedichtet. Nun gehts ans Feilen bzw. Schleifen.
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So das erste feilen ist beendet.
Damit ich gleichmäßig feile, habe ich ein ca 0,5mm dickes ALU-Blech, welches das Kühlergehäuse einer alten Grafikkarte war, als Unterlage für das Feilen genutzt.
hier der aktuelle Zustand:
Ich denke das es immernoch zu viel ist oder was meint ihr?
Ja, das ist noch zuviel.
Du musst wirklich nur 2-3 Zehntel mm oberhalb des Blendenring-Niveaus sein.. dann passt es grob.
Mit "Feilen" ist das ein ganz schöner Aufwand. Deshalb ja mein Hinweis mit dem Dremel und der Trennscheibe. Es ist nämlich ein ganzes Stück, was da runter muss.
Selbst wenn es erstmal nicht nach viel aussieht.
Du kannst natürlich auch den Weg gehen, das Objektiv von vorn zu öffnen, und die gesamte Anschlags-Mimik weiter nach hinten zu verlegen, also den Anschlag verschieben.. ist hier im Thread um das 1.2/55mm gezeigt.. http://www.digicamclub.de/showthread...l=1#post129316
Es verkürzt Dir etwas die Feilerei.. aber der Anschlag läßt sich nicht so stark verschieben, dass Du nachher unendlich erreichst. Zudem brauchst Du, abhängig vom Erfolg Deines "Abtrags" immer noch ein wenig Spiel im Anschlag, wenn es nachher um die Feinkorrektur geht. Nix ist nerviger, als wenn das Objektiv an den Anschlag justiert ist und Du musst den Adapter ständig wieder abschrauben, um hier und da noch 1/10 durch Nachschleifen "zu holen"... deshalb mach mal weiter mit der Schleiferei/Feilerei. Und nimm immer den Blendenring mal wieder drauf.. wie gesagt, er liefert Dir immer einen guten Anhaltspunkt dafür, wieviel Arbeit es noch ist und ob Du gleichmäßig gearbeitet hast..
Es ist ein gutes Höhenmaß.. dadurch, dass Du ihn frei drehen kannst, ist so jede Stelle Deiner Arbeit ganz gut zu kontrollieren..
Also glückauf.. weiter geht es, bis Du knapp über dem Niveau des Blendenringes angekommen bist.
LG
Henry
Geändert von hinnerker (21.04.2012 um 21:06 Uhr)
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Was Deinen Glasschutz mit Tesafilm betrifft. Ich hab' das auch mal gemacht. Vorsicht, erst abmachen, wenn alles aussenrum tip-top sauber ist. Ich hatte da zwar erwartet, dass ein Kleberest bleibt - dachte mir aber nichts bei, da das mit Loesungsmittel ja wieder weg geht. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt als ich den Tesafilm wieder abmachte noch einiges an Staub und Spaenen, welche sich dann prompt auf die Klebereste auf dem Glas verirrten. Und dann wird es schwierig das wieder abzubekommen ohne die Verguetung zu schaedigen.
Henry nimmt fuer sowas wohl Diskofilm (frueher zum Schallplatten reinigen verwendet).
So Ihr Lieben,
das Feilen hat ein Ende. Ich hoffe jedenfalls
Hier nun das Ergebnis:
Ich bin sehr zufrieden, dass ich es auch ohne Präzisionswerkzeug (Dremel etc.) geschaft habe.
Geändert von Diamond_72 (23.04.2012 um 18:23 Uhr)