Hi Carsten,
ja, das ich nicht mehr stufenlos auf 1:1 zu komme, ist schon schade gegenüber dem Vivitar 2.8/90mm. Das mit dem 1:1 ist aber auch so eine Sache..
Ich komme da aufgrund der wahnsinnigen Cropmöglichkeiten die ich mit der Auflösung der 5D MII habe aber sehr gut mit klar und mache solche hohen Maßstäbe selten.
Wichtiger ist mir die deutlich höhere Schärfe und der Kontrast des Tokina.. auch der kürzere Drehweg von 360 Grad ist vorteilhafter für meine Arbeitsweise, die auf schnelle Handarbeit ausgelegt ist.
Zudem ist das Objektiv eben auch "Allgebrauchslinse", wenn es mal drauf ist. Eigentlich ist das Objektiv eher ein kurzes Tele mit schönem Bokeh und erweitertem Naheinstellbereich mit 39cm laut Skala.
Die Schärfe spielt knapp unter dem Niveau von Leica mit...
Links Tokina, rechts Summicron 2/90mm... es löst unheimlich hoch auf.. alle Achtung.
Ja, die Blendensteuerung bzw. der Hebel musste wegen des Auszuges des Objektivtubus bei 1:2 in das Objektiv verpflanzt werden. Es war kein Zug/Schub - Mechanismus wie beim 1.2/55mm von Canon machbar, zu tief lagen bei Auszug die Kerbe für den Blendenmitnehmer, der ja geschoben und gezogen werden muss. Dies liegt daran, das die Blende komplett mit dem Auszug verschoben wird, also sich immer weiter vom Bajonett entfernt. Aus diesem Grunde auch der "elend" lange Mitnehmerstab. Der sorgt dafür, dass der wandernde Blendenmitnehmerzinken immer mit dem Hebel geführt wird. Dies alles wurde über die Drehfassung des FD Bajonetts geregelt, die ja nun entfiel. Konsequenz daraus war, dieser Hebel musste nun direkt mit dem Blendenring verbunden werden.
Leider ist der Blendenring selbst so dünnwandig, dass eine Schraubbefestigung nicht realisierbar war. So tat es als Provisorium erstmal eine Verklebung mit der Wand (2K-Klebung), die nun aber durch einen eigens umgebauten Ring eines anderen Schlachtobjektivs eine Verschraubung gestattet.
Schade nur, das an der Stelle, wo der Hebel nun direkt mit dem Blendenring verbunden ist, im Drehweg genau eine der 3 Verschraubungen liegt, die das alte FD Bajonett mit dem Objektivrumpf verbunden haben.... nun ist die Schraube durch diese Art der Kopplung im Wege !!! ÄRGERLICH.
Damit wäre das Objektiv nur noch mit 2 Schrauben am Rumpf befestigt.. eine gewagte Angelegenheit. Erst die Übernahme eines Teiles aus einer alten Tokina Zoomobjektivleiche ließ nun eine 3. Schraube zur Befestigung wieder zu, weil das Teil fast identisch, aber mit versetzten Bohrlöchern ausgestattet ist.
Wie Du schon zwischen den Zeilen merken kannst, der bisher schwierigste Umbau überhaupt. Zudem muss ich nun noch einen weiteren Block fräsen, mit dem einige weitere Kleinigkeiten einfach eleganter gelöst wären.
LG
Henry





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