Hallo, nochmal ein Tipp, da das damals von mir im Thread "Belichtungsreihen" schon aufgefallen und besprochen war.

Im Regelfall hat man eine Linse vor dem Objektive, und ich mache das dann so, das ich im Modus M bei Offenblende die Zeit nehme und dann pro vollem F-Stopp, also jedem vollen Blendensprung mitzähle und die Zeit verdoppel. Das kommt wesentlich genauer hin, als der Quatsch, den der Beli in der Kamera anzeigt. Dieser scheint nur bei Offenblende korrekt die Zeit zu bestimmen und bei Abblendung entweder auf irgendein elektrisches Signal von einem EF kompatiblen Objektiv zu warten, oder die Blenden der alten Objektive sind dermaßen falsch im Strahlengang für die heutigen Sensoren, das dieser Überbelichtungseffekt zustande kommt.

Nach meiner Erfahrung mit dem Samyang, bei dem dieser Effekt sonderbarerweise nicht auftritt, hab ich mich einmal gefragt, wie das wohl zustande kommt.

Durch einen Hinweis von Chichlasoma, das die Messzelle im Dachkantprisma in der Nähe der Mattscheibe sitzen soll, Canon Niederlassung März in Hamburg mir das bestätigte, hab ich darüber mal ein wenig nachgedacht und meine Erfahrungen mit den Angenieux Zooms überdacht.

Beim meinem zweiten ehemaligen Angenieux Zoom das ich besaß, dem 3.5/70-210mm, fiel mir bereits im Sucher auf (vielleicht auch bedingt durch die damals gerade testweise eingebaute Einstellhilfe einer alten VSL3 Kamera), das dieses Zoom Objektiv bei Abblendung (schon im Sucher sichtbar"), bereits erheblich vignettierte, also in den Randbereichen abdunkelte. Mit dem Wissen, das die alten Objektive das scheinbar machen, kann ich mir eigentlich nur erklären, das die auf Offenblende "geeichten" Messzellen diese Unterschiede nicht mehr korrekt erfassen können, bzw. vom Grad der Vignettierung abhängig zu wenig Licht bekommen und dann die Belichtungszeit verlängern. Ergebnis: Überbelichtung.
Könnte dann am Zusammenspiel der Mattscheibe und der Vignettierung der alten Objektive liegen.

Ich werde morgen mal versuchen, eine Belichtungsmessung mit einem Canon L Objektiv zu machen und dies abgeblendet mit der Abblendtaste.
Mal sehen, was die Belichtungsmessung ergibt und ob es überhaupt noch möglich ist, per Arbeitsblendenmessung korrekte Ergebnisse mit der 5D und der 400D zu erhalten.

Irgendwo liegt da der Hase im sprichwörtlichen Pfeffer.. wo genau.. ich will es rausfinden. Es ist schon nervig, wenn man, wie Fraenzel zu recht sagt, den "bar bezahlten" AV Modus nutzen will, aber bei Abblendung dann nur Blödsinn bei "rumkommt". Irgendwie nervt das und ich will die Ursache wissen um ihr vielleicht begegnen zu können. EBV ist ja immer machbar, aber ich bin der Freund einer korrekten Bildentstehung in der Kamera.

Der Samyang - Test war da unter diesem Aspekt insofern ebenfalls eine Offenbarung, weil es zeigt, das es wohl doch geht, diese wie auch immer funktionierende Klippe zu umschiffen. Jetzt müsste ich eigentlich noch einmal querprüfen, ob und wie sich das Samyang an einer alten Analogen Canon Kamera mit Film verhält. Dann könnte man vielleicht eine Aussage darüber treffen, ob es an der Blendenform liegt, die einfach günstiger für die Sensoren/die Messzelle gestaltet ist.
Schwieriges Thema.

Solange bis ich das herausgefunden habe, bleibe ich einer der "Freaks", der seine Lösung des Problems darin sieht, im M-Modus bei Offenblende zu messen und dann "runter zu zählen".. wie es physikalisch auch korrekt sein sollte und mir ein moderner interner Beli nur Unfug rückmeldet.. Und es klappt mit der Methode !!!

LG
Henry