Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
Weißt du Jan, ich bin ja glücklich, dass du dich wieder einmal zu meinen Geschichten meldest, aber mit mir gibt es keine Diskussionen mehr über das, was ich mir an Aktivitäten vorgenommen habe.

Wo wäre ich da jetzt, hätte ich mir die Begeisterung ausreden lassen - was ja immer einfacher ist, als sie zu schüren.

Nö, vermutlich würde ich noch Pressetexte tippen zu Themen, die mich nicht interessieren. Aber mich nicht mit den Denkvorgängen in meiner X-700 beschäftigen.

Die Gipfel gehören denen, die sie erobern möchten
Die Quelle wurde WIMRE hier im Forum schon mal (kürzlich von Dir, vor längerer Zeit evtl. auch schon mal von einem anderen) genannt https://learncamerarepair.com/produc...=2&secondary=7

Der Umstand, daß Du Dir letzendes nicht helfen lassen möchtest, sondern alle Fehler selbst machen möchtest, der ehrt Dich!
Ich bin da etwas fauler, ich lerne zwar gerne aus Fehlern aber am liebsten aus Fehlern Dritter und nicht aus meinen eigenen.

In der Theorie müßte man sogar Siliziumwafer machen können (also elementares Silizium aus Sand machen und dann im Zonenschmelzverfahren Einkristalle züchten, dann Scheiben schneiden, statt von Wacker/Siltronic zu kaufen), dann Fotomasken im PC entwerfen (haben wir früher auf der VAX gemacht) und per (selbstgebautem) Stepper belichten (OK, vielleicht erstmal nur 700 nm oder noch dicker), N und P dotieren oder mit Alu (Leiterbahnen) und Siliziumoxid (Isolierschicht) bedampfen, die ICs aus dem Wafer schneiden und auf einen Träger kleben, mit Golddraht und Ultraschall Bonddrähte anbringen und dann ... aber meine Faulheit siegt ;-)

Frühe Kameras hatten analoge ICs (OP-Amps, Komparatoren LM339), spätere dann ASICs (z.T. Logikgatter für die Steuerung und Treiber, oftmals auch A/D-Wandler und etwas Logik), noch später wohl dann auch Mikrocontroller (noch später im eingebauten Zustand Programmierbar). Mit Chance steckt mal ein Timer (NE555) oder ein Zähler irgendwo drin.

Die 74er Standard-ICs (und ein Quarz und ein paar Transistoren und Kram) stecken z.B. in meinem EV-Tester drin (neulich hier gezeigt), in Kameras habe ich noch keine 74er gesehen (was nicht viel heißen muß, aber es wäre vom Packmaß her eine Überraschung). Das Pferd von den 74ern her aufzuzäumen ist mir etwas arg Bottom-Up (knapp eine Stufe über selbst gemachten ICs).

"Analog" kommt ja in die Belichtungsmessung bzw. -Steuerung das Licht rein, plus DIN/ASA (ginge auch vie Gray-Code oder DX-Codierung ist aber oft ein Stellwiderstand, gern auch mit dem für die Zeit gekuppelt), eingestellte Zeit, eingestellte Blende (ggf. Schalterstellung "Auto" oder "P"). Digital evtl. Schalter (z.B. Signal "Spiegel oben") und eben der Auslöser.
Raus kommen (oftmals "digitale") Signale für den Ablauf (Ansteuerung von Elektromagneten oder -Motoren).

In dem Moment, da ein ASIC in einer Kamera nicht mehr mag, geht jedenfalls der Ärger (die Ersatzteilsuche) los. Mit Pech muß man dann Drähte rausführen und draußen ein Breadboard mitführen (hat man bei den Prototypen zur Rolleiflex SLX quasi so gemacht, als die ICs noch nicht fertig waren). Solange es nur Kontakte und Elkos sind, geht's ja noch. Schon eine (gebrochene) Keramik-Widerstandsplatte (Minox 35 DIN/ASA Einstellung) kann arg ärgerlich sein.

(zu Nikon MD-4 sage ich lieber zweimal nichts)